Darf ein Deutscher stolz auf sein Vaterland sein?

Darf man das in Deutschland. Oder ist man dann ein Neo-Nazi.
Wenn ein Amerikaner sagt: „Ich bin stolz ein Amerikaner zu sein“ ist das völlig legitim, aber was ist wenn das ein Deutscher für sich als Deutscher sagt. Ist das auch legitim? Oder wird der schief angeguckt?
Auf was dürfte dann ein Deutscher überhaupt stolz sein? Und müsste er sich, falls er Nationalstolz entwickelt, mit dem gleichen Satz von anderem Deutschtums gleich distanzieren?
Wie sieht das nun aus, jetzt nach 62 Jahren?

Danke für jeden objektiven Beitrag.

Re: Objektive Meinungen gefragt :smiley:
Hallo,

ich fürchte hier wirst du nur Subjektivität bekommen können.

Meiner Meinung nach konnte man schon immer stolz darauf sein Deutscher zu sein, solange man daraus nicht irgendeine Überlegenheit ableitete und damit nicht verbunden war die negativen Seiten zu negieren.

Wer sich in der Sonne Goethes wärmen will, muss auch im Schatten Hitlers stehen können.
Wer die Sozialgesetzgebung für sich reklamiert muss auch die Rassengesetze aushalten.
usw.

Wer stolz auf Deutschland sein will, muss eine hohe Ambiguitätstoleranz (http://de.wikipedia.org/wiki/Ambiguit%C3%A4tstoleranz) haben.

Gruß
Werner

Hallo!

Wenn ein Amerikaner sagt: „Ich bin stolz ein Amerikaner zu
sein“ ist das völlig legitim, aber was ist wenn das ein
Deutscher für sich als Deutscher sagt. Ist das auch legitim?
Oder wird der schief angeguckt?
Auf was dürfte dann ein Deutscher überhaupt stolz sein?

Lass mich die Frage umstellen: Worauf möchtest du denn stolz sein? Dafür, dass wir welche sind, können wir ja nix.

Viele Grüsse!

Denis

Hallo,

Darf man das in Deutschland.

im Prinzip ja, aber …

Oder ist man dann ein Neo-Nazi.

Nicht automatisch. Meist ist es aber leider so.

Wenn ein Amerikaner sagt: „Ich bin stolz ein Amerikaner zu
sein“ ist das völlig legitim,

Und auch üblich, denke ich. Mich befremdet aber auch das, weil das ja auch den Gedanken beinhaltet, es wäre etwas besonderes, also irgendwie besser. Besser kann nur etwas sein, wenn es schlechteres gibt.

aber was ist wenn das ein
Deutscher für sich als Deutscher sagt. Ist das auch legitim?
Oder wird der schief angeguckt?

Sicher. Es ist unüblich, aus der ‚Mode‘. Mir persönlich ist auch unklar, warum ich mich für etwas Besseres halten sollte, nur weil ich zufällig in Deutschland geboren wurde.

Auf was dürfte dann ein Deutscher überhaupt stolz sein?

Auf die Leistungen anderer Deutscher eventuell. Da gab es ja ein paar …

Und
müsste er sich, falls er Nationalstolz entwickelt, mit dem
gleichen Satz von anderem Deutschtums gleich distanzieren?

Nö. Wenn da nicht noch wirres Zeug dazu kommt?

Wie sieht das nun aus, jetzt nach 62 Jahren?

Menschen gibt es schon etwas länger, unsere Zeitrechnung ist schon fast 2000 Jahre alt, 62 Jahre war demnach erst ‚neulich‘. Die Inquisition hängt der katholischen Kirche auch immer noch an … :smile:

Ich tendiere nicht dazu, Nationalstolz zu entwickeln, eventuell bin ich einfach schon zu alt. Was würde es auch aussagen, daß ich in der selben Stadt geboren wurde wie J.S. Bach? Musikalisch werde ich davon auch nicht.

Gruß, Rainer

Darf man das in Deutschland. Oder ist man dann ein Neo-Nazi.
Wenn ein Amerikaner sagt: „Ich bin stolz ein Amerikaner zu
sein“ ist das völlig legitim, aber was ist wenn das ein
Deutscher für sich als Deutscher sagt. Ist das auch legitim?
Oder wird der schief angeguckt?
Auf was dürfte dann ein Deutscher überhaupt stolz sein? Und
müsste er sich, falls er Nationalstolz entwickelt, mit dem
gleichen Satz von anderem Deutschtums gleich distanzieren?
Wie sieht das nun aus, jetzt nach 62 Jahren?

Nationalismus und auch Patriotismus sind nicht gerade etwas,
was objektiv irgendeine Berechtigung hat. Ich finde, man kann
stolz sein auf Dinge, die man selbst geleistet hat, dann hört’s
aber auch schon auf.

Der Ami, der stolz darauf ist, Ami zu sein, ist mir genauso
suspekt wie der Deutsche, der stolz auf sein Deutschsein ist.

.m

Ja!

Darf man das in Deutschland. Oder ist man dann ein Neo-Nazi.
Wenn ein Amerikaner sagt: „Ich bin stolz ein Amerikaner zu
sein“ ist das völlig legitim, aber was ist wenn das ein
Deutscher für sich als Deutscher sagt. Ist das auch legitim?
Oder wird der schief angeguckt?
Auf was dürfte dann ein Deutscher überhaupt stolz sein? Und
müsste er sich, falls er Nationalstolz entwickelt, mit dem
gleichen Satz von anderem Deutschtums gleich distanzieren?
Wie sieht das nun aus, jetzt nach 62 Jahren?

Ich bin stolz, Deutscher zu sein! Das hat unter anderem folgende Gründe:

  • Seit 62 Jahren kein Krieg in oder um Deutschland.
  • Seit Gründung der BRD immer eine rechtmäßig gewählte Regierung.
  • Seit Gründung der BRD konseqentes Eintreten für die Europäische Gemeinschaft.
  • Seit Gründung der BRD in einem Dialog und Zusammenarbeit mit Nachbarländer ( Frankreich, NL, Polen… ) auf Politischer, Ziviler und Militärischer ( Eurocorps, Deutsch-Französische Brigarde… ) Ebene wie es sie noch nie gegeben hat.
  • Nach wie vor ist Deutschland eines der sozialsten und technisch / wirtschaftlichst am meisten entwickelten Länder der Erde.
  • Das Ansehen der Deutschen steigt im Ausland kontinuierlich an. ( EU, IFOR, SFOR, KFOR, ISAF, UN, THW, Rotes Kreuz ) Nur ein paar Beispiele zu nennen , bei denen deutsche Soldaten oder zivile Helfer bei Friedenseinsätzen, Hilfseinsätzen, Katastrophenhilfen sich im Ausland und Inland außerordentlich Respekt verschaffen konnten.

Das ist meine persönliche Meinung!

gruß

[…] zeigt, dass Du Deutscher bist.
Im Ausland lacht man darüber. Dass uns dieses Lachen etwas ausmacht, zeigt, dass wir Deutsche sind…

Dies ist nun aber kein Ergebnis der NS-Zeit,
schon als 963 das römische Reich Karl d. Großen auseinanderbrach, wird im Vertrag von Verdun das germanische Ostfrankenreich (ohne Friesland und nur westlich der Elbe) mangels Karten beschrieben als „latinas Teutonica“ = wo das Volk barbarisch spricht.

Mitte des 11.Jh. bezeichnet Papst Gregor seinen Gegenspieler Heinrich IV (Canossa) nicht als „Rex“ (König) sondern als „Regnum Teutonicorum“ (gemeint: Mitglied des Herscherhauses im Land, wo das Volk barbarisch spricht). Ungefähr in dieser Zeit entsteht die Bezeichnung „teutsch“: „vulgäre Volkssprache“.

Die vielen französischen Wörter in unserer Sprache zeugen vom mangelnden sprachlichen Selbstwertgefühl im Absolutismus.

Bitte nicht missverstehen: Ich meine trotzdem nicht, dass man statt Telefon Fernsprecher sagen sollte. Wohl aber sage ich lieber Moboltelefon oder mobil statt Handy, dass man nur in Deutschland kennt.

Fehlendes Selbstwertgefühl aber ist bis heute geblieben: Die vereinigten Kleinstaaten Deutschlands sind jünger als die Vereinigten Staaten von Amerika. Ein gesamtdeutsches Nationalgefühl wie in Frankreich gibt es bis heute noch immer nicht richtig:

Noch immer missverstehen sich Freistaat-Bayern und Friesen, Freistaat-Sachsen und wir Fischköppe. Preussen und Bayern sowieso. Wo soll da Patriotismus herkommen?

Wenn Du Stolz auf unser Land bist, sei es einfach.
Das ist doch schön,
auch deshalb, weil dieses Thema so den Neonazis weggenommen werden kann. Das halte ich für sehr wichtig.

Ich selbst gehöre einer Generation an, die noch Ruinen und Kriegsversehrte gesehen hat. Meine ersten Lehrer waren noch alte Nazis. Als ich 5 Jahre alt war, rannten Kinder in Dänemark hinter mir her und riefen „Heil Hitler!“

Da beobachte ich mit Freude, dass endlich Normalität einzieht.

Das wollen wir auch mal nicht vermischen damit, dass unser Land damals ein Hauptgrund für die Gründung des Staaates Israel war und deren Folgen. Da tragen wir bis heute Verantwortung.

Aber auf unsere Rolle in der Welt seitdem können wir durchaus Stolz sein.

Herzlichst
der olle Tischler aus Rostock

Lieber Kollege Werner,
ich fand Deine Antwort besonders gut.

Ein Aspekt fehlt mir noch:
Patriotismus ist in der Regel verbunden mit dem Gefühl von „Heimat“.

Was aber ist das?
Ich bin in Deinem Bundesland geboren, habe dann lange in Schleswig-Holstein gewohnt. Seit 16 Jahren bin ich im Osten.

Selbst unter „Nordlichtern“ gibt es keine Gesamtmentalität. Wie kann es da eine Gesamtdeutsche geben?

Ich freue mich über die, die eine haben. Sie nimmt den Neonazis, wie oben gepostet, den seit über 1000 Jahren neurotisch behandelten Begriff.

Heimat?
Das ist dort, wo man Deine Sprache spricht.
Dass heißt nicht nur, dass ein Tisch ein Tisch ist: Die Werte, die Gefühle, die mit den Begriffen im Kopf verbunden sind, müssen die gleichen sein. Heimat ist auch dort, wo man jemanden aus der gleichen sozialen Schicht trifft.

Herzlichst
Ole

Hallo,

neben allem anderen frage ich mich wie du auf diese Etymologie oder Übersetzung (was soll es sein) kommst?

Teutonisch ist eine Volksbezeichnung die sich von einer Gegend in Dänemark herleitet und wird im allgemeinen als
„zum Volk gehörig“ oder „die Sprache des Volkes sprechend“ übersetzt.

„teutsch“ kommt auch nicht von teutonisch, hat zwar eine fast gleiche Bedeutung, aber eine andere Etymologie.

Wie du da auf „spricht barbarisch“ kommst ist wirklich rätselhaft.

Gruß
Werne

Lieber Werner,
das ist schnell erklärt:
Teutonisch hat natürlich seine eigene Bedeutung, die Du treffend dargestellt hast.

Die Römer aber haben alles jenseits des Limes gern als Teutonen bezeichnet, ungeachtet, zu welchen Völkern die gehörten. Ich vermute, dass sie beispielsweise Slaven nicht einmal kannten.

Wie ich Dir weiter unten (Heimat)geschrieben habe, haben alle Begriffe aber auch eine Gefühlsmäßige Bewertung, ein dahinter stehendes Gebäude an eigenen Gedanken.

Für die Römer nun waren die „Teutonen“ hinter dem Zaun begrifflich gleichgesetzt mit Barbaren, auch ihre Sprache: nicht-römisch.

Und so ist auch dass Kirchenlatein des Papstes Gregor zu übersetzen.

Es gab darüber übrigens einen interessanten Aufsatz einer unserer bedeutendsten deutschen Literaturwissenschaftlerinnen. Soll ich ihn Dir mal raussuchen und zuschicken?

Herzlichst
Ole

„teutsch“ ist im 12. Jh (Gregor) zum ersten Mal schriftlich erwähnt, abgeleitet von eben dieser römisch-lateinischen Bedeutung des Begriffes „teutonisch“, gemeint: „vulgäre Volkssprache“.

Hallo,

Darf man das in Deutschland.

Die Frage kommt hier alle paar Wochen mal.

Oder ist man dann ein Neo-Nazi.

Nein. Aber eine arme Sau. Stolz entwickelt man i.A. auf eine eigene Leistung. Wenn man eine besonders gelungene Arbeit geleistet und dafür womöglich sogar ein besonders Lob oder eine Auszeichnung bekommen hat, etc.

Wenn man gar nichts hat, auf das man Stolz sein könnte, dann beruft man sich in seiner Not auf Dinge, zu denen man im Grunde rein gar nichts beigetragen hat. Schließlich sucht sich niemand seine Eltern aus. Du hättest also anstatt Deutscher auch Belgier, Mexikaner oder Nordkoreaner werden können.

Bevor jetzt wieder Schlaumeier mit Argumenten wie „Aber wir alle tragen doch zum Gesamtwekr ‚Deutschland‘ bei!“, sag ich lieber gleich: Klar. Dann sei doch stolz darauf, bei der Angabe zu Einkommensteuer nicht geschummelt zu haben, Deinen Beitrag zum Gelingen der Gesundheitsreform, zu einem durchgesetzten Gesetzesentwurf, dem Kleben von Wahlplakaten, etc. Aber bitte nicht auf sowas abstraktes wie eine Nationalität.

Wenn ein Amerikaner sagt: „Ich bin stolz ein Amerikaner zu
sein“ ist das

… genauso arm. Das wird auch meistens nur von Leuten gesagt, die sonst nichts haben oder aber von Leuten die gerne von Leuten die sonst nichts haben zum Präsidenten gewählt werden wollen.

Gruß

Fritze

er ist es, er sagt es nur nicht.
der deutsche hat einen defensiven stolz. seine stolzlosigkeit und richtigkeit ist sein stolz.

mfg:smile:
rené

Und
müsste er sich, falls er Nationalstolz entwickelt, mit dem
gleichen Satz von anderem Deutschtums gleich distanzieren?

DAS Problem der Abgrenzung ist mit Sicherheit der pervertierte Begriff „National“ - ohne jeden Zweifel ist dieses Wort und seine tiefere Bedeutung in Deutschland (!) SO negativ belegt, dass eine anständige Auseinandersetzung damit nahezu unmöglich erscheint (und das ist auch gut so). Der letzte Sommer zeigte, dass die jüngere (Party)Generation offenbar kein Problem (mehr) hat mit dem natürlichen Umgang mit unserer Fahne, unserer Hymne und unserem positiven Patriotismus (NICHT = Nationalismus). Aber DIES hat NIX mit Nationalstolz zu tun, impliziert dieser doch eine „natürliche“ Überlegenheit der Mitglieder dieser Nation über andere … und ist damit rassistisch!

Problematisch für jeden „Nationalstolzen“ ist ausserdem, dass eben genau dieser Begriff quasi als Markenrecht der Rechten gilt, und damit JEDER, der dies für sich für propagiert, m.E. zu recht, in die rechte Ecke gestellt wird (in die er sich selbst begeben hat).

Weiter unten ist vollkommen zutreffend beschrieben, dass das Einzige, worauf ein Mensch (gleich welcher Herkunft) stolz sein kann sind seine eigenen Leistungen! Welche Leistung erbringt denn „Deutschland“? KEINE! sportliche Erfolge erzielen Einzelne, ggf. auch Mannschaften, aber doch nicht „die Nation“ …

Ich versteh diese dauernden Diskussion nicht - WIESO sollte man auf etwas stolz sein, was mit dem eigenen Leben, der eigenen Existenz, dem eigenen Erfolg oder den eigenen Niederlagen, soviel zu tun hat, wie ne Kuh mit dem zweiten Weihnachstag.

WAS hat „die Nation Deutschland“ für dich ganz persönlich getan?? DU hast die Schule gemacht, DU hast ne Ausbildung gemacht, DU hast ne Familie gegründet, DU hast beim Sport „n Tor gemacht“, DU hast autofahren gelernt, DU hast … undundund - NIX davon hat „die Nation“ getan - nur DU! wenn du stolz sein willst, sei stolz auf dich!

Aber Deutschland?

LG
Ralf

Worauf soll sich dieser Stolz denn gründen?
Hallo,

worauf soll sich dieser Stolz denn gründen?
Gibt es denn einen Grund, als Deutscher stolz zu sein?

Gruß
Frank

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

* * *
Hallo Rainer,

Was würde es auch
aussagen, daß ich in der selben Stadt geboren wurde wie J.S.
Bach? Musikalisch werde ich davon auch nicht.

DAS bringt es auf den Punkt! Sehr gut!

LG
Ralf, gebürtiger Heinrich Heine Städter, jetzt eher Heinrich Zille …

Hallo,

STOLZ bin ich auf das, was ich selber leiste bzw. geleistet habe oder gemeinschaftlich zu etwas beigetragen habe.

FROH bin ich darüber, in einem Land zu leben, daß - trotz aller im Detail berechtigten Kritik sowie Irrungen und Wirrungen - sich seiner Vergangenheit ohne Beschönigung stellt und daraus eine halbwegs gut funktionierende Demokratie sowie einen (immer noch nicht ganz beseitigten) Sozialstaat geschaffen hat.
Und dieses FROHsein vertrete ich auch durchaus im Ausland, nicht mehr und nicht weniger.

&Tschüß

Wolfgang

wozu der stolz?
Hi,

was soll das jetzt bringen, wenn ein Spanier, Italiener oder wer auch immer stolz auf sein Land ist? Ich halte das für ausgemachten Schwachsinn, genau wie Ländergrenzen.

Viele Grüße

B.

holadriho…

was soll das jetzt bringen, wenn ein Spanier, Italiener oder
wer auch immer stolz auf sein Land ist? Ich halte das für
ausgemachten Schwachsinn, genau wie Ländergrenzen.

das mit den ländergrenzen haben wir schonmal versucht…aber es ging schief…andere länder sind da recht eigen. ich meine, ich finde es auch total hohl, dass alle anderen so stolz sind, nur wir nicht. die sollten sich ein beispiel an unserer stolzlosigkeit nehmen. welches land hat das schon…und überhaupt…welches land hat schon ein so zukunftorientiertes denken wie deutschland. keiner merkelt doch, dass die welt unter gehen wird, wenn nicht alle der deutschen politik folgen - und das schnell…deutschland deutschland über alles…

ich muss weg…

Auf was dürfte dann ein Deutscher überhaupt stolz sein?

Ein falscher Ansatz, dem hier aber irgendwie alle zu folgen scheinen. Stolz kann man in der Tat einerseits auf etwas sein, was man geleistet hat. Dann gibt es aber noch eine andere Nuance von Stolz, oder glaubt jemand ernsthaft, daß ein stolzer Pfau oder eine stolze Spanierin auf etwas stolz sind, das sie geleistet haben? Nein, eigentlich geht es da mehr darum, wie jemand auftritt und meiner Meinung nach können wir Deutsche durchaus etwas selbstbewußter auftreten (und damit meine ich nicht die Annexion von Lebensraum mit Badehandtüchern) und genau das kann man auch damit ausdrücken, wenn jemand von sich sagt, daß er stolz sei, ein Deutscher zu sein.

Gruß,
Christian