Hallo…
ich hoffe ich bin hier mit meinem Thema richtig.
Folgende erfundene Geschichte…(wie immer etwas länger)
Ein 10 jähriger Junge ( 4.Klasse) bekommt gesagt er darf das Spielzeug das er verbotener Weise mitgenommen hat, nicht mehr aus der Tasche nehmen. Er nimmt es trotzdem heraus und bekommt es abgenommen. Der Lehrer spricht eine 7 tägige Strafe aus und sagt, dass der Junge nun still sein soll, sonst würde man die Strafe so erhöhen, dass er sein Spielzeug erst wieder an den Sommerferien bekommen würde. Der Lehrer wird von den Schülern gefürchtet und ist auch schon bei den Eltern für sein lautes Schreien bekannt. Der Lehrer sagt den Schülern oft dass er wegen der Klasse Bauchschmerzen hat und Alpträume bekommt. Der Junge der das Auto nun abgenommen bekommt, wird von seiner Klasse wegen seines Übergewichtes gemobbt und nun ausgelacht. Die Schulleitung weiss um das Mobbing bescheid, beschloss aber dem Jungen die Schuld dafür zu geben und sich darum nicht mehr zu kümmern. Das geht seit der ersten Klasse so.
Die Eltern unterhalten sich am Mittag mit dem Jungen und erklären ihm dass er zu recht bestraft wurde. Spielzeug im Unterricht ist nicht erlaubt. Die Eltern finden aber eine 7 Tägige Strafe zu hoch und wollen den Lehrer am nächsten Morgen aufsuchen und ihn bitten, dass Spielzeug an die Mutter herauszugeben.
Der Junge geht am Abend ins Sporttraining und erleidet vor den Augen des Trainers einen Zusammenbruch. Er informiert die Eltern nicht sofort per Telefon von dem Ereigniss und als die Eltern den Sohn abholen erzählt der Trainer den Eltern was passiert war. Ohne Grund bekam der Junge Atemnot, wurde leichenblass und fing dann an zu weinen. Das Kind erklärt den Eltern es wurde ihm plözlich alles zu viel und er musste ständig an die Schule denken. Er könne keinen „Dampf“ ablassen und wusste sich nicht mehr zu helfen.
Welche Möglichkeiten haben nun die Eltern. Der Junge hat Angst dass er vom Lehrer nun ebenfalls gemobbt wird, falls die Eltern sich bei der Schulleitung beschweren. Aber die Eltern denken, es ist der richtige Weg, sonst hat das Kind nie seine Ruhe. Er kommt allerdings nach den Sommerferien in die 5.Klasse und muss dann diese Schule nicht mehr besuchen.
Was tun? Sich nicht um die Sache kümmern, da er im Sommer ausgeschult wird oder ran an den Feind?
Kurz auf den Nenner gebracht:
Spielzeug während des Unterrichtes und dann in dem Alter des Kindes?
Kindergarten liegt doch schon einige Jahre zurück?
Es gibt für jede Klasse einen gewählten Elternvertreter,…
es gibt einen Vertrauenslehrer,
es gibt ein Rektorat; wann sollten die für diese Fälle gewählten Interessensvertreter eigentlich informiert werden; für solche Fälle gibt es diese,…
Die Situation ist eher eine pädagogische als eine juristische, ich schlage die Verschiebung auf das Brett „Unterricht und Erziehung“ (unter Wissenschaft) vor, da kann man dann auch persönlicher beraten.
Der Junge benötigt aus meiner Sicht dringend weitere Unterstützung im Umgang mit der Situation - ein Nervenzusammenbruch (und so klingt die Beschreibung) in diesem Alter sollte nicht sein.
In der nachfolgenden Reihenfolge sollten stattfinden (sofern noch nicht geschehen):
Ein (ernstes) Gespräch mit dem Lehrer, in dem er auf die Folgen seines Handelns hingewiesen wird mit der Bitte um Unterstützung des Jungen. Ggf. gleichzeitig die Konsultierung von Vertrauens- und Beratungslehrkräften, sofern vorhanden.
Bei mangelndem Erfolg:
Ein Gespräch mit den Elternvertretern,
ein Gespräch mit der Schulleitung
jeweils obigen Inhalts
Auch sollte der Junge evtl. eine psychologische Unterstützung erhalten. Mobbing und Schulangst sind ohne professionelle Hilfe kaum zu bewältigen.
Auch ein Wechsel der Klasse (sofern möglich) oder sogar der Schule kann hilfreich sein, das hängt aber sehr von der individuellen Situation ab.
Letzter Weg „gegen“ die Lehrkraft kann eine Dienstaufsichtsbeschwerde sein. Das dienstliche Vergehen wäre aber schwer „dingfest“ zu machen. Das Spielzeug wäre von der Lehrkraft an die Eltern nach Aufforderung herauszugeben. Eine Lehrkraft kann (nur) kurzfristig Gegenstände eines Schülers zurück halten, außer es handelt sich um Waffen o.ä. Weigert der Lehrer sich, das Spielzeug an die Eltern auszuhändigen, wäre dies aber nur ein relativ geringes Vergehen, da er keine Aneignungsabsicht hat und bliebe vermutlich weitgehend folgenlos. Alle anderen Verhaltensweisen der Lehrkraft sind päd. evtl. ungeschickt oder können als solche dargestellt werden, sind anscheinend aber keine dienstl. Vergehen. Sie können aber als Anlass genommen werden, bspw. einen Klassen- oder Schulwechsel auch gegen Widerstand von Seiten der Schulleitung etc. durchzusetzen. Jedoch sollte man so nicht beginnen, da unnötig die Fronten verhärtet würden.
Für die Zukunft könnte es auch helfen, nicht immer gleich beim Lehrer zu beginnen. Mit 10 Jahren sollte man so weit sein, dass man versteht, dass Spielzeug im Unterricht nichts zu suchen hat. Da sollte das klärende Gespräch AUCH mit dem Schüler stattfinden.
Ich frage mich immer häufiger, warum es recht viele übergewichtige Kinder gibt, die nicht krankheitsbedingt zu viel wiegen. Anscheinend ist es deren Eltern zunehmend egal, wenn sich der Nachwuchs nur von Süßigkeiten und fettigem Zeug ernährt und sich kaum bewegt.
Wenn die Eltern talkshowbetrachtend fettfressen, ist das eine Sache. Aber den Kindern so etwas vorzuleben und nicht auf deren Zustand zu achten, ist doch schon fast kriminell. Das sollte man fragen: DÜRFEN ELTERN SO ETWAS?
Heute wird immer gerne gleich den Lehrern die Schuld zugeschoben (ich selbst bin keiner). ABER: Der Lehrer ist hier nur die Wirkung. Die Ursache liegt hier immer noch bei der Erziehung des Kindes. Schließlich war diese der Auslöser. ein zehnjähriges Kind kann sehr wohl verstehen, das es SELBST etwas falsch gemacht hat.
Und wenn man das Kind in Zukunft vernünftiger ernährt und mal zum Spielen rausscheucht, dann hilft man ihm langfristig mehr als mit Lehrergesprächen.
[Ich selbst bin übrigens kein konservativer Rentner, der sich über „die Jugend heutzutage“ aufregt. Bin Anfang 40 und immer noch ein eher unkonventioneller Typ (kein Öko).]
Stimmt so nicht ganz. Wenn es auch keine direkt Antwort war, so kann man doch manche Fehler für die Zukunft vermeiden, damit diese Frage nicht irgendwann erneut auftaucht.
Im Übrigen darfst Du es ruhig einem jedem selbst überlassen, wie (und wie umfangreich) er sich dazu äußert.