Bei uns kann man seine Dissertation (!) online veröffentlichen, was schneller und günstiger ist, als zahlreiche gedruckte Exemplare an mehrere Bibliotheken zu schicken. Man muß nur drei gedruckte Exemplare in der eigenen Bib abgeben.
Vor mehreren Jahren wurde neben einem PDF auch das ursprüngliche Dokument verlangt.
Mittlerweile wird verlangt, daß die elektronische Version exakt mit der gedruckten Version übereinstimmt, bis hin zu den Zeilenumbrüchen. Das KANN ein Office-Dokument gar nicht erfüllen, da es auf unterschiedlichen Rechnern gerne mal unterschiedlich aussieht.
Daher wird seit einigen Jahren nur noch ein PDF verlangt, denn das kann das.
Warum dein Dozent nun „zur Archivierung“ das Office-Dokument will, ist unverständlich, denn PDF ist DAS Format, wenn es darum geht, ein Dokument auch nach Jahren noch unverändert öffnen zu können. Wir haben bei den Studenten jedenfalls immer auf PDF bestanden.
Meistens will man ein Office-Dokument, um sich daraus bedienen zu können, sprich Text, Bilder und Grafiken wo anders weiter zu verwenden. Zwar kann man Text und Bilder auch aus einem PDF kopieren, dabei gehen aber Format und Bildqualität verloren, und Grafiken (Pfeile, Boxen, Diagramme) lassen sich kaum extrahieren.
Die Frage ist, in wie weit du ein Copyright an deiner Arbeit hast, oder ob die Arbeit nicht eh der Uni zusteht.
Du könntest frech sein, und die Office-Dokumente abgeben - mit Passwortschutz, der ein reines Betrachten und ggf. Drucken erlaubt, aber kein bearbeiten. Aber das hält auch nur, bis der Dozent es merkt.
Wegen dem Datenschutz: Wovor hast du denn Angst? Das PDF zeigt ja erstmal alles, was auch das Office-Dokument zeigt. Geht es um irgendwelche Daten, die ggf. im Hintergrund in dem Office-Dokument stecken? (Da war doch mal die Geschichte, daß Word aufgezeichnet hat, wie lang man an dem Dokument gearbeitet hat.)