Meine Freundin ist arbeitslos, hatte ein Vorstellungsgespräch und der Firmenchef meinte nach 1/2 Stunden Gespräch, in welcher er trotz Sekretärin auch nebenbei Geschäfte erledigte, dass der oftmalige Firmenwechsel nur darauf zustandekam, dass sie zu schnell angerührt sei oder mit Konfliktsituationen nicht umgehen kann.
Dabei kennt er meine Freundin gar nicht und meint nur, weil er älter ist muss er zu ihr ekelhaft sein. Meine Frage: Darf man ein Vorstellungsgespräch vorzeitig beenden.
Ich meine dem Firmenchef steht es eigentlich nicht wirklich zu Vorurteile zu treffen. Überhaupt kann man einen Menschen doch erst dann wirklich beurteilen, ob er gut oder schlecht arbeitet, belastbar ist und dergleichen, wenn man ihn arbeiten sieht bzw. ihn auch bei Kunden erlebt. Schließlich hat meine Freundin schon einige Jahre Berufserfahrung und hat auch Jahre in einem Unternehmen gearbeitet und war sich nicht zu schade auch befristete Stellen und Karenzstellen anzunehmen.
Danke für Eure Hilfe. Ich möchte der Freundin nämlich helfen.
warum sollte man Vorstellungsgespräche nicht beenden dürfen? Die Chance, die Stelle zu kriegen dürfte dann zwar auf 0 sinken, aber was soll sonst passieren?
Unter Umständen können solche Geschichten aber auch Masche sein, die überprüfen sollen, wie belastbar jemand ist, wie mit Streßsituationen umgegangen wird.
Eine Freundin von mir war mal in einem Vorstellungsgespräch, wo jeweils drei Kandidaten mit idiotischen Fragen und Anwürfen bombardiert wurden (z.B. warum eine Sportnote im Abiturzeugnis so schlecht gewesen sei), Zeit zu antworten wurde aber nicht gelassen.
Ich persönlich halte solche Arten des Vorstellungsgesprächs für idiotische Maschen und würde nicht in solch einem Unternehmen arbeiten wollen.
Ich wünsche Deiner Freundin auf jeden Fall viel Erfolg bei der Jobsuche!
Ich meine dem Firmenchef steht es eigentlich nicht wirklich zu
Vorurteile zu treffen.
Genau das ist die Aufgabe eines Firmenchefs oder Personalchefs in einem Vorstellungs-/Bewerbungsgespräch: Abschließende Urteile über einen Bewerber treffen.
Das mag dich irritieren oder schockieren, aber genau das ist das Ziel eines Personalauswahlverfahrens. Und ich wüsste jetzt auch nicht, was dich daran stört. Und wenn es die Situation ergibt, dann beende ich so ein Gespräch auch direkt nach der Begrüßung - für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance!
Dabei kennt er meine Freundin gar nicht und meint nur, weil er
älter ist muss er zu ihr ekelhaft sein. Meine Frage: Darf man
ein Vorstellungsgespräch vorzeitig beenden.
Klar darf man. Schlimmstensfalls kriegt man den Job nicht.
Es könnte sich allerdings auch um eine Art Aussiebungstest gehandelt haben, um zu sehen wie die Bewerberin auf so eine Situation reagiert. Personaler kommen schon auf ziemlich viele „gute Ideen“ um Bewerber auszusieben.
Darf man
ein Vorstellungsgespräch vorzeitig beenden.
selbstverständlich.
Aber!
Die Stelle kann man sich dann natürlich abschminken und es kann sein, daß der Herr dem Arbeitsamt meldet, daß die Bewerberin kein Interesse gezeigt hat oder so etwas ähnliches und dann kann das Abreitsamt schon mal sensibel reagieren.
Aber genauso wie man einfach gehen kann, kann der Gegenüber auch Fragen stellen, die nicht mehr schön sind.
Ein Studienkollege wurde mal gefragt, wann er das letzte mal onaniert habe (wirklich wahr!). Damit wollte der Herr angeblich testen, wie er mit unerwarteten Sitautionen umgeht. Krank!
Meine Freundin ist arbeitslos, hatte ein Vorstellungsgespräch
und der Firmenchef meinte nach 1/2 Stunden Gespräch, in
welcher er trotz Sekretärin auch nebenbei Geschäfte erledigte,
dass der oftmalige Firmenwechsel nur darauf zustandekam, dass
sie zu schnell angerührt sei oder mit Konfliktsituationen
nicht umgehen kann.
Also, einfach nur mal so ne Idee, die mir beim Lesen des Postings gekommen ist (keine Ahnung, ob es bei deiner Freundin tatsächlich so gewesen ist):
Könnte es sein, dass der Chef Deine Freundin nach dem Grund für die verscheidenen Arbeitgeberwechsel gefragt hat? Bei diesen Fragen sollte ein Bewerber wirklich vorsichtig sein und nicht allzusehr aus dem Nähkästchen plaudern!
Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass viele Bewerber dann sofort anfangen zu erzählen, wie schlecht sie doch behandelt wurden bei ihrem letzten Arbeitgeber, das sie unterbezahlt wurden, der Chef ein A…loch gewesen sei, die Kollegen eine Katastrophe und das Betriebsklima fürchterlich war.
Diese Fragen sind im Bewerbungsgespräch ganz sicher nicht dazu da, um sich mal so richtig Luft zu machen und zu sagen, was man schon immer mal über den letzten Arbeitgeber sagen wollte. Auf diese Fragen gibt es nur eine Antwort: es lief gut, war alles bestens. Welche Probleme es auch immer gegeben haben mag, das behält man im Bewerbungsgespräch auf alle Fälle für sich!
Ansonsten gewinnt man als Personaler tatsächlich den Eindruck, der Bewerber sei dem Arbeitsleben und der Aufgabe nicht gewachsen und man hätte deswegen gekündigt/gekündigt worden. Denn Probleme wird es in jeder Firma geben, man sollte sie nur zu lösen wissen.
Davon abgesehen steht es natürlich beiden Seiten frei, jederzeit das Gespräch mit einem netten Händedruck zu beenden. Wenn man das Gefühl hat, es paßt nicht, dann paßt es eben nicht.
Meine Freundin ist arbeitslos, hatte ein Vorstellungsgespräch
und der Firmenchef meinte nach 1/2 Stunden Gespräch, in
welcher er trotz Sekretärin auch nebenbei Geschäfte erledigte,
dass der oftmalige Firmenwechsel nur darauf zustandekam, dass
sie zu schnell angerührt sei oder mit Konfliktsituationen
nicht umgehen kann.
Geschäfte nebenher erledigen: Macht einen sehr schlechten Eindruck, egal wie gross/klein die Firma ist. Ich würde erwägen, das Gespräch bereits zu Beginn abzubrechen.
Der Rest: Standardsituation.
Dabei kennt er meine Freundin gar nicht und meint nur, weil er
älter ist muss er zu ihr ekelhaft sein.
Dieser Schluss ist bei den Haaren herbeigezogen! Wenn deine Freundin da ein Problem hat, dann ist sie nicht reif für den Arbeitsmarkt.
Meine Frage: Darf man
ein Vorstellungsgespräch vorzeitig beenden.
Jederzeit.
Ich meine dem Firmenchef steht es eigentlich nicht wirklich zu
Vorurteile zu treffen. Überhaupt kann man einen Menschen doch
erst dann wirklich beurteilen, ob er gut oder schlecht
arbeitet, belastbar ist und dergleichen, wenn man ihn arbeiten
sieht bzw. ihn auch bei Kunden erlebt.
Das mit dem „nicht zustehen“ solltest du nach deiner Kopfwäsche hier vor wenigen Wochen eigentlich abgelegt haben.
Dass der Chef keine grosse Leuchte war, hab ich ja schon geschrieben, aber deine letzten 5 Zeilen sind -so leid es mir tut- wieder einmal weltfremder Blödsinn. Schlag dir das doch endgültig aus dem Kopf und versuch dich doch mal in die Situation eines Personalen hineinzudenken.
(…)
Danke für Eure Hilfe. Ich möchte der Freundin nämlich helfen.
Hilf ihr, indem du ihr gegenüber deine hier geäusserten Ansichten NICHT zuteil werden lässt.
Danke für die Antwort. Die Wahrheit kann man nur dann kennen, wenn man den gesamten Inhalt einer Sache kennt oder anders ausgedrückt man kann einen Menschen nur dann beurteilen, wenn man ihn arbeiten sieht. Das war hier nicht der Fall also hat der Vorgesetzte subjektiv beurteilt. Da ich selbst in der Personalabteilung tätig war, kann ich das sehr genau beurteilen. Ich hab ihr geraten das nächste Mal aufzustehen, sich freundlich zu verabschieden und zu gehen.
Er war nicht ekelhaft, er war ehrlich. Das muß man als
Bewerber aushalten.
Gruss
Petra Herbst
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Meine Freundin hat beruflich und privat einiges geleistet und es sich verdient mit Würde behandelt zu werden. Unabhängig davon ist der Lebenslauf nichts anderes als Vergangenheit und daher ein abgeschlossenes Kapitel.
Ich habe selbst in der Personalabteilung mitgearbeitet und Mitarbeiter betreut. Ich weiß also, wovon ich rede. Man kann nur dann einen Bewerber beurteilen, wenn man ihn beim Arbeiten gesehen hat. Nur dann hat man ein Bild davon, ob ein Mitarbeiter geeignet ist oder nicht. Alles andere ist subjektiv und entspricht sicher nicht der Wahrheit sondern ist lediglich eine Mutmaßung die dem Bewerber gegenüber nicht höflich sondern eine Zumutung ist. Belastbarkeit kann man nur daran erkennen, wenn man den Mitarbeiter arbeiten sieht und dies nicht nur einen Tag sondern wesentlich länger.
Ob ein Mitarbeiter ins Team passt, mit den Leuten auskommt oder nicht kann man auch nur prüfen, wenn der Mitarbeiter mit den Kollegen zusammenarbeiten muss. Erst dann zeigt sich, ob er loyal, kameradschaftlich, hilfsbereit und teamfähig ist. Und niemand muss etwas aushalten können. Von einem Vorgesetzten sollte man erwarten können, dass er Durchsetzungsvermögen besitzt, über selbstbewusstes Auftreten verfügt und ein gutes Urteilungsvermögen hat, das nicht auf Subjektivität sondern Objektivität beruht. Alles andere ist nur ein Möchtegernchef, der nichts anderes zutun hat, als sich hochmütig hervorzuheben, um seine eigenen Fehler zu kaschieren.
Gruss
Petra
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Danke für die Antwort.
Der Personalist scheint mir bei solchen Fragen dringend professionelle Hilfe zu benötigen, weil er sich so für sexuelle Neigungen zu interessiert.
Offensichtlich hat er noch nie etwas davon gehört, dass Fragen sexueller Natur in einem Vorstellungsgespräch nichts zu suchen haben.
Man muss sich als Bewerber wirklich fragen, was für ein komisches Unternehmen das wohl ist und sich überlegen, ob man in so einer Firma wirklich arbeiten möchte und welche Folgen da langfristig auf einem zukommen werden, wenn schon der Personalist nicht das nötige Mass an Anstand mitbringt.
Ob es da vielleicht innerhalb des Unternehmens zu sexuellen Ausschreitungen kommen kann? Ist vielleicht ein bisschen übertrieben aber heute kommt so etwas oft genug vor, auch bei Firmen, bei welchen man meint, sie seien serös.
Ein Studienkollege wurde mal gefragt, wann er das letzte mal
onaniert habe (wirklich wahr!). Damit wollte der Herr
angeblich testen, wie er mit unerwarteten Sitautionen umgeht.
Krank!
Gruss
Petra
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Danke für die Rückantwort. Ich finde diese Spielchen beim Vorstellungsgespräch sowieso unnötig. Was kann man in so kurzer Zeit schon über einen Bewerber rausfinden? Außerdem sagen diese ganzen Tests nicht wirklich etwas über einen Menschen aus und können auch sehr leicht vom Bewerber selbst manipuliert werden. Danke für die Wünsche an meine Freundin.
Gruss
Petra
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Danke für die Antwort. Die Wahrheit kann man nur dann kennen,
wenn man den gesamten Inhalt einer Sache kennt oder anders
Klar.
ausgedrückt man kann einen Menschen nur dann beurteilen, wenn
man ihn arbeiten sieht.
Deswegen werden heute immer mehr Bewerber erst einmal zur Probe (z.B. Praktikum) eingestellt.
Das war hier nicht der Fall also hat
der Vorgesetzte subjektiv beurteilt.
Jede Beurteilung ist subjektiv.
beurteilen. Ich hab ihr geraten das nächste Mal aufzustehen,
sich freundlich zu verabschieden und zu gehen.
Das war ein guter Rat. Viele Bewerber treten nicht selbstbewußt genug auf. Wenn ich in dem Gespräch gesessen hätte und der Chef hätte andere Dinge nebenbei gemacht, hätte ich ihn gefragt, ob wir das Gespräch vertagen wollten, da er ja offenbar keine Zeit für mich hat.