Darlehen bei Hausbau

Hallihallo Fachleute!

Ich bin gerade dabei, für ein Haus das ich kaufen will die Finanzierung zu klären.

Wer kann mir Ratschläge zu dem Thema geben, leider gibt die Linkliste nichts her, auch die Archivsuche hat nichts gebracht…

Ratschläge werden gewünscht zum Thema:

-wie finde ich die Optimalen Konditionen?
-wen spreche ich als Bank an?
-worauf ist zu achten bei Konditionen, Klauseln,…

Eigentlich alles um das Thema…

Für entsprechende Antworten bin ich dankbar.

Gruss

Zaphod Hausbau

Hallo zaphod beeblebrox,

Ich bin gerade dabei, für ein Haus das ich kaufen will die
Finanzierung zu klären.
Wer kann mir Ratschläge zu dem Thema geben, leider gibt die
Linkliste nichts her, auch die Archivsuche hat nichts
gebracht…
Ratschläge werden gewünscht zum Thema:

-wie finde ich die Optimalen Konditionen?

in dem Du dir vorher einen Plan machst, was Du als Eigenkapital zur Finanzierung verwenden möchtest. Mit diesem Plan gehst du zu den Banken Deines Vertrauens (sollten mindestens 7 Stück sein)und läßt Dir Angebote geben.

In der zweiten Runde verhandelst Du die 3 besten so weit nach unten wie es geht.

Das beste Angebot stellst Du Deiner Hausbank vor (natürlich nochmals um mindestens 0,2 % Zins nach unten manipuliert) und bittest um einen Kredit auf dieser Basis, weil Du „so ungern Deine Hausbank in dieser Angelegenheit nicht nehmen“ würdest.

Oder im Klartext: die besten Konditionen gibt es nur durch handeln, handeln, handeln!

-wen spreche ich als Bank an?

Alle Banken, denen Du vertraust. Bei kleinen Banken wirst Du allerdings gleich mit den kompetenten Leuten reden können, die einen Verhandlungsspielraum haben.

Eine „Deutsche Bank“ hat meist keinen Verhandlungsspielraum, oder erst ab 7 -stellig (glaub ich jedenfalls, weil ich dort noch nie was bekommen habe)

-worauf ist zu achten bei Konditionen, Klauseln,…

Laß Dir keine Gebühren für Schätzungen, Auszahlungen, Bearbeitungsgebühren etc. aufhängen. Mach Deinem Gegenüber klar Du zahlst nur Zins und Tilgung - sonst nichts. Der Einfallsreichtum der Banken bei „versteckten Provisionen“ ist nobelpreisverdächtig.

Eigentlich alles um das Thema…

Ob Finanzierungsvermittler eine Alternative bieten können hängt von der Höhe Deines Kredites ab. Ich würde mal sagen ab 250.000 Euro wird es da erst für die Profis interessant.

Gruß Klaus

Hallo,

diesen Satz von Klaus wiederhole ich, weil sich viele Banker nicht zu schade sind, wie die Huren zu kobern: Laß Dir keine Gebühren für Schätzungen, Auszahlungen, Bearbeitungsgebühren etc. aufhängen. Mach Deinem Gegenüber klar, Du zahlst nur Zins und Tilgung - sonst nichts. Die Banker sind Meister darin, bevor alles in trockenen Tüchern ist, noch irgendwelche Kosten kurz vor der Schmerzgrenze zu präsentieren. Ich habe es selbst erlebt, daß so ein Mensch plötzlich noch 500 DM Gutachterkosten haben wollte. Ein Gutachten gab es nicht und deshalb behauptete der Filialleiter, selbst am Objekt vorbeigefahren zu sein. Solche Leute verstehen nur eine klare Abfuhr ohne jede Debatte, also ein klares „Nein“. Keine Sorge, Du gefährdest die Finanzierung damit nicht. Im Gegenteil, der Banker wird sich mehr um Dein Anliegen bemühen, als wenn er merkt, daß Du leichte Beute zum Abzocken bist.

Natürlich, möglichst niedrige Zinsen sind wichtig. Jedes Zehntelprozent hilft. Wir befinden uns gerade in einer Niedrigzinsphase. Lege also Wert auf möglichst lange Zinsbindung, z. B. 10 Jahre. Zahle lieber einen geringfügig höheren Zins, der aber langfristig fest ist.

Auch nützlich: Lasse Dir ein Sondertilgungsrecht einräumen.

Außerdem wichtig: Je mehr Eigenkapital, desto besser. Und wenn Du es irgend leisten kannst, wähle eine höhere Tilgung, als das übliche eine einzige Prozentchen. Dann beißt Du an der Finanzierung nicht 30 lange Jahre herum. So lange Zeiträume kann kein Mensch überschauen. Je schneller Du damit durch bist, desto kleiner wird die Gefahr, daß das Haus durch Krankheit, Scheidung, Arbeitslosigkeit etc unter die Räder kommt.

Gruß
Wolfgang

Ergänzung…

Hallo zaphod beeblebrox,

Ich bin gerade dabei, für ein Haus das ich kaufen will die
Finanzierung zu klären.
Wer kann mir Ratschläge zu dem Thema geben, leider gibt die
Linkliste nichts her, auch die Archivsuche hat nichts
gebracht…
Ratschläge werden gewünscht zum Thema:

-wie finde ich die Optimalen Konditionen?

in dem Du dir vorher einen Plan machst, was Du als
Eigenkapital zur Finanzierung verwenden möchtest.

Das solltest du net alleine machen, sondern am Anfang mit Deiner Hausbank besprechen, was bei deinem einkommen überhaupt möglich ist bei welchen Belastungen - so bekommst du ne ungefähre Vorstellung der Möglichkeiten…

Mit diesem
Plan gehst du zu den Banken Deines Vertrauens (sollten
mindestens 7 Stück sein)und läßt Dir Angebote geben.

Übers Internet findest du reichlich Banken und denen kannst du dann allen deine Vorstellungen schikcen und auf Angebote warten…

In der zweiten Runde verhandelst Du die 3 besten so weit nach
unten wie es geht.

Das beste Angebot stellst Du Deiner Hausbank vor (natürlich
nochmals um mindestens 0,2 % Zins nach unten manipuliert) und
bittest um einen Kredit auf dieser Basis, weil Du „so ungern
Deine Hausbank in dieser Angelegenheit nicht nehmen“ würdest.

Oder im Klartext: die besten Konditionen gibt es nur durch
handeln, handeln, handeln!

-wen spreche ich als Bank an?

Alle Banken, denen Du vertraust. Bei kleinen Banken wirst Du
allerdings gleich mit den kompetenten Leuten reden können, die
einen Verhandlungsspielraum haben.

Eine „Deutsche Bank“ hat meist keinen Verhandlungsspielraum,
oder erst ab 7 -stellig (glaub ich jedenfalls, weil ich dort
noch nie was bekommen habe)

-worauf ist zu achten bei Konditionen, Klauseln,…

Laß Dir keine Gebühren für Schätzungen, Auszahlungen,
Bearbeitungsgebühren etc. aufhängen. Mach Deinem Gegenüber
klar Du zahlst nur Zins und Tilgung - sonst nichts. Der
Einfallsreichtum der Banken bei „versteckten Provisionen“ ist
nobelpreisverdächtig.

Eigentlich alles um das Thema…

Ob Finanzierungsvermittler eine Alternative bieten können
hängt von der Höhe Deines Kredites ab. Ich würde mal sagen ab
250.000 Euro wird es da erst für die Profis interessant.

Gruß Klaus

Vegessen solltest du nicht, dir ein Recht auf Sondertilgung einzuräumen, d. h. wenn du mal etwas mehr Geld überhast kannst du die schulden zwischendurch tilgen (normaler Weise so bis 3 - 3,5 % der Darlehenssumme)

Bernd

Hi Zap,

einiges wichtige ist schon gesagt worden, aber noch ein paar Ergänzungen.

In einigen Zeitschriften (z.B. Finanztest) werden Listen mit den gegenwärtig!!! günstigsten Konditionen veröffentlicht. So was ändert sich aber manchmal von Tag zu Tag. Die Werte kannst Du als Richtschnur für Verhandlungen nehmen, auch wenn der Banker anfangs fast in Tränen ausbricht. Die Leute sind brutal zu Gläubigern und genauso brutal solltest Du mit denen verhandeln (grober Klotz --> grober Keil).

Noch ein Tip:

Du solltst in der Lage sein, ca. 10 % der Darlehenssumme als jährliche Belastung vertragen zu können, damit Du bei Zinsbindungsablauf in einer Hochzinsphase nicht die gesamte Finanzierung gefährdest. Wenn Du in einer Niedrigzinsphase einen Kredit aufnimmst, solltest Du so hoch tilgen wie es irgend geht.
Beispiel:

Wenn Du bei ca. 7 % Zinsen mit einem Prozent tilgst, läuft der Kredit ca. 27 Jahre, wenn Du mit 4 % tilgst knappe 14 Jahre, also knapp die Hälfte der Zeit. Du zahlst für den Kredit weniger als die Hälfte, weil Du von Anfang an (bzw. ab dem 2. Monat) weniger Zinsen zahlst!!!

Gandalf

Hi Zaphod,

ein Link dazu: http://www.immoportal.de/infocenter/ (dort die Abteilung ‚Informationen rund ums Finanzieren‘). Außerdem gibt es von der Verbraucherzentrale eine Broschüre zum Thema, leider fällt mir allerdings der Titel im Moment nicht ein.

Beste Grüße

Tessa

Hallo Wolfgang

Hallo,

diesen Satz von Klaus wiederhole ich, weil sich viele Banker
nicht zu schade sind, wie die Huren zu kobern: Laß Dir keine
Gebühren für Schätzungen, Auszahlungen, Bearbeitungsgebühren
etc. aufhängen. Mach Deinem Gegenüber klar, Du zahlst nur Zins
und Tilgung - sonst nichts. Die Banker sind Meister darin,
bevor alles in trockenen Tüchern ist, noch irgendwelche Kosten
kurz vor der Schmerzgrenze zu präsentieren. Keine Sorge,
Du gefährdest die Finanzierung damit nicht. Im Gegenteil, der
Banker wird sich mehr um Dein Anliegen bemühen, als wenn er
merkt, daß Du leichte Beute zum Abzocken bist.

Das kann ich 100%ig bestätigen.

Natürlich, möglichst niedrige Zinsen sind wichtig. Jedes
Zehntelprozent hilft. Wir befinden uns gerade in einer
Niedrigzinsphase. Lege also Wert auf möglichst lange
Zinsbindung, z. B. 10 Jahre. Zahle lieber einen geringfügig
höheren Zins, der aber langfristig fest ist.

Niemand, außer der Bauparkasse, wird langfristig fixe Zinssätze garantieren, und diese ist extrem hoch!

Auch nützlich: Lasse Dir ein Sondertilgungsrecht einräumen.

Auf jeden Fall!

Außerdem wichtig: Je mehr Eigenkapital, desto besser. Und wenn
Du es irgend leisten kannst, wähle eine höhere Tilgung, als
das übliche eine einzige Prozentchen. Dann beißt Du an der
Finanzierung nicht 30 lange Jahre herum. So lange Zeiträume
kann kein Mensch überschauen. Je schneller Du damit durch
bist, desto kleiner wird die Gefahr, daß das Haus durch
Krankheit, Scheidung, Arbeitslosigkeit etc unter die Räder

Jein!! Du wählst eine sehr konservative Variante die durchaus Ihre Berechtigung hat aber meiner Meinung nicht sinnvoll ist. Ich habe gerade eine Wohnung gekauft und tilge den Kredit gar nicht sondern spare selbst einen Fond an der an die Bank verpfändet ist. Dadurch mache ich mit der Kohle für mich Gewinn und nicht wie sonst für die Bank. Bzgl. der Laufzeit geb ich dir recht - sollte 20 Jahre nicht überschreiten.

Ich selbst würde im Moment (der Yen ist hoch, sinkt aber seit 1 Woche) Yen-Kredite empfehlen. Wichtig dabei: Jederzeit Kovertierbar und nicht mit Quartalsende!!! Gespannte Mitte beachten!!!

ciao Armin