Darlehen oder Privateinlage

Hallo,

was ist sinnvoller. Sich über ein Kreditinstitut ein Darlehen zu verschaffen (sagen wir Höhe EUR 5.000,00). Ich meine, die Ratenrückzahlung mindert nicht die Betriebsausgaben, bleibt neutral. Aber die Darlehenszinsen dürfen als Betriebsausgabe laufen.

Oder ist es besser eine Privateinlage von EUR 5.000,00 (angespartes Urlaubsgeld) zu schaffen, so daß am Ende des Wirtschaftsjahres diese vom Eigenkapital abgezogen wird und somit - meine ich - den Gewinn schmälert??

Viele Grüsse
Sigi

Hallo,

was ist sinnvoller. Sich über ein Kreditinstitut ein Darlehen
zu verschaffen (sagen wir Höhe EUR 5.000,00). Ich meine, die
Ratenrückzahlung mindert nicht die Betriebsausgaben, bleibt
neutral. Aber die Darlehenszinsen dürfen als Betriebsausgabe
laufen.

Oder ist es besser eine Privateinlage von EUR 5.000,00
(angespartes Urlaubsgeld) zu schaffen, so daß am Ende des
Wirtschaftsjahres diese vom Eigenkapital abgezogen wird und
somit - meine ich - den Gewinn schmälert??

Hi Sigi,

Privateinlagen und Privatentnahmen beeinflussen den steuerlichen Gewinn grundsätzlich nicht.

Sinnvoll kann Femdkapital anstatt Eigenkapital (unter rein steuerlichen Gesichtspunkten) nur sein, wenn das Fremdkapital nach Steuern weniger kostet als das ersparte Eigenkapital nach Steuern an Zinsen bringt. Im Regelfall kommt das nur vor, wenn der Sparerfreibetrag noch nicht ausgenutzt wird und sehr günstig finanziert wird.

Grüße
Chris

Hallo,

was ist sinnvoller. Sich über ein Kreditinstitut ein Darlehen
zu verschaffen (sagen wir Höhe EUR 5.000,00). Ich meine, die
Ratenrückzahlung mindert nicht die Betriebsausgaben, bleibt
neutral. Aber die Darlehenszinsen dürfen als Betriebsausgabe
laufen.

Hier stellt sich einfach nur die Frage, ob aus steuerlicher ODER aus betriebswirtschaftlicher Sicht gefragt wird: aus steuerlicher Sicht ist für die meisten natürlich eine geringere Steuerbelastung erstrebenswert (wieso auch immer?). Es wäre daher das Darlehen zu empfehlen. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht muss man allerdings sagen, dass die gezahlten Zinsen am Jahresende wirklich weg sind. Man hat also zusätzlich der Bank auch noch Geld (Zinsen, Gebühren,…) in den Rachen geschmissen.

Oder ist es besser eine Privateinlage von EUR 5.000,00
(angespartes Urlaubsgeld) zu schaffen, so daß am Ende des
Wirtschaftsjahres diese vom Eigenkapital abgezogen wird und
somit - meine ich - den Gewinn schmälert??

Diese Meinung ist nur zum Teil richtig. Wenn man deine Denkweise zu Grunde legt, ergibt es sich, dass nämlich im Zeitpunkt der Einlage das Betriebsvermögen um € 5.000 gemehrt wurde. Und ledigliche diese Betriebsvermögensmehrung wird am Jahresende korrigiert. Es wird also nicht der Gewinn geschmälert, sondern es wird der tatsächlich entstandene Gewinn durch die Korrektur des Betriebsvermögens ja erst ermittelt.

TIPP: Vielleicht läßt sich aber auch mit einer Dritten Person (Ehefrau, Großeltern, Geschwister,…) ein Darlehensvertrag über die € 5.000 aufsetzen. Man kann dann die zu zahlenden Zinsen als Betriebsausgaben absetzen und von den Zinsen (…,gut Essen gehen,…)
Es muss allerdings beachtet werden, dass die Zinseinnahmen bei der betreffenden Person, soweit sie im Privatvermögen anfallen, zu den „Einkünften aus Kapitalvermögen“ zählen. Da derzeit nur noch gute € 1.400 steuerfrei bleiben, sollte man diese Gestalltung also nicht mit jemandem machen, der eh schon viele Zinsen hat. Daneben ist die Frage nach einer möglichen Kapitalertrags-/Zinsabschlagsteuer bei Zahlung zu überprüfen. Diese Frage können wir dann sicherlich nachgehen, wenn die Lösung der Ausgangsfrage etwas fortgeschritten ist und auch schon ein paar Grundinformationen zu diesen Quellensteuern eingeholt worden sind.

BARUL76