Darlehenszinsberechnung Wie geht das?

Hallo zusammen,

ich bin kurz vorm Verzweifeln, vielleicht kann mir hier im Forum jemand Nachhilfe in der Berechnung von Darlehens- und Bereitstellungszinsen geben:

Ich habe ein Darlehen in Höhe von 40.000€ aufgenommen. Ab dem 12.03.04 werden mir darauf Bereitstellungszinsen in Höhe von 0,25% pro Monat berechnet. Darlehenszins ist 4,75% pro Jahr. Mein Darlehen habe ich in 3 Auszahlungsschritten abgerufen:
1.) Am 12.03.04: 16.767,92
2.) Am 16.03.04: 17.767,92
3.) Am 01.04.04: 5.464,16

Nun hat mir die Bank folgende Rechnung für die Kosten geschickt:
Darlehenszinsen: 82,73€
Bereitstellungszinsen: 7,74€

Ich habe es leider nicht geschafft, diese Zahlen nachzurechnen (Setzen 6!). Hier meine Rechnungsschritte (die leider falsch sind):

Darlehen:
12.3 – 31.03 -> 16.767,92 € x 4,75/100 /360 x 20Tage = 44,25€
16.3 – 31.03 -> 17.767,92 € x 4,75/100 /360 x 15Tage = 35,17€
31.3 – 31.03 -> 5.464,16 € x 4,75/100 /360 x 1Tag = 0,72€
Summe: 80,14€

Bereitstellung:
12.3 – 12.3: 40000,- € x 0,25/100 /360 x 1Tag = 0,28€
12.3 – 16.3: 23232,08 € x 0,25/100 /360 x 4Tage = 0,65€
16.3 – 1.4: 5464,16 € x 0,25/100 /360 x 15Tage = 0,57€
Summe: 1,50€

Das haut leider überhaupt nicht hin mit den Ergebnissen, was mache ich falsch? Wie rechnet man sowas? Liegt es daran, dass die Bereitstellungszinsen pro Monat berechnet werden?
Kann mir jemand auf die Sprünge helfen?

Hi!

Hab leider eije Zeit, alles durchzurechnen. Du solltest aber nicht jeden Auszahlungsbetrag bis zum 31.3. rechnen.
Rechne mal folgenden Ansatz durch:
vom 12.-16.3. 16.767,92
vom 16.3. an dann diese vorgenannten 16.767,92 zzgl die 17.767,92 unsw.

Dann muesste es passen.

Gruss,

Martin

Darlehen:
12.3 – 31.03 -> 16.767,92 € x 4,75/100 /360 x 20Tage =
44,25€
16.3 – 31.03 -> 17.767,92 € x 4,75/100 /360 x 15Tage =
35,17€
31.3 – 31.03 -> 5.464,16 € x 4,75/100 /360 x 1Tag =
0,72€
Summe: 80,14€

Bereitstellung:
12.3 – 12.3: 40000,- € x 0,25/100 /360 x 1Tag = 0,28€
12.3 – 16.3: 23232,08 € x 0,25/100 /360 x 4Tage = 0,65€
16.3 – 1.4: 5464,16 € x 0,25/100 /360 x 15Tage = 0,57€
Summe: 1,50€

Das haut leider überhaupt nicht hin mit den Ergebnissen, was
mache ich falsch? Wie rechnet man sowas? Liegt es daran, dass
die Bereitstellungszinsen pro Monat berechnet werden?
Kann mir jemand auf die Sprünge helfen?

Naja, bei den Bereitstellungszinsen mach ich das ja so, aber bei den Darlehenszinsen muss ich als Enddatum den 31.3 nehmen, sonst wird es noch falscher. Der Unterschied ist, dass es bei der Berechnung der Bereitstellungszinsen um Zinsen auf ein abnehmendes Kapital geht während die Berechnung der Darlehenszinsen sich auf zunehmendes Kapital bezieht.

Also der Rechenweg ist aber grundsätzlich richtig?

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi,

nach langem hin und her rechnen komme ich zu dem Ergebnis, dass die Rechnung nur stimmen kann, wenn am 16.3. nicht nur der von Dir angegebene Betrag, sondern das komplette Restdarlehen ausgezahlt wurde, und die Bank, anders als sonst bei Hypothekendarlehen üblich, den Auszahlungstag nicht berechnet. Danach sieht die Rechnung wie folgt aus (ein Monat hat übrigens immer 30 Zinstage, daher entfällt der 31.3.!):

12.3 – 31.03 -> 16.767,92 € x 4,75/100 /360 x 18 Tage = 39,82
16.3 – 31.03 -> 23.232,08 € x 4,75/100 /360 x 14 Tage = 42,91

Kann es vielleicht auch sein, dass Du die Buchungsdaten angegeben hast, die Wertstellungstage aber davon abweichen?

Die Bereitstellungszinsen werden dann wie folgt berechnet:

(40.000 - 16.767,92)*3%/360*4= 7,74 €

Am besten lässt Du Dir die Rechnung von der Bank direkt erläutern.

Freundiche Grüße

wolle

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Kümmere dich um dein Unternehmen

Hallo zusammen,

ich bin kurz vorm Verzweifeln, vielleicht kann mir hier im
Forum jemand Nachhilfe in der Berechnung von Darlehens- und
Bereitstellungszinsen geben:

mein Gott, was hast du denn für Sorgen!!!

Andere Gründer bekommen keinen Kredit, wenn überhaupt nur das StartGeld.

Dein Kredit hat so einen günstigen Zinssatz und du willst auf heller und pfennig nachrechnen?

kümmere dich um dein Unternehmen, damit du den kredit zurückzahlen kannst.

ist der Zinssatz von 4,75 überhaupt der effektive Zinssatz?

überlege mal, welchen Aufwand du schon für das Nachberechen der paar euros betrieben hast. Schon mal was von Opportunitätskosten gehört?

Andere Leuten sind am verzweifeln, weil Sie keinen Kredit bekommen und du willst wie ein Buchhalter wegen ein paar Cent dir Bank verklagen.

Alles, was der Unternehmer nicht kann, muss er zum Marktpreis einkaufen.

Und, ist es das wert?

Gruss, Markus

Was redest du den da? Als Unternemhmer muss ich alles nachkontrolieren. Gerade alles was Geld und Zinsen anbelangt muss 100% stimmen. Ich glaube wirklich das du nicht weist was eien Bilanz und BHB ist. Hier muss jede angabe auf den letzten Cent richtig sein.
Wie du bestimmt bei vielen Krediten gesehen hast ist ein fachlicher Nachweis über kaufmännische Fähigkeiten notwendig.
Gerade das verlangt auch das du Kredite nachprüfst.

Du kannst es dir sicher nicht vorstellen, aber ich rechne und kalkuliere schon über 2 Monate und habe noch nicht einmal das Gewerbe angemeldet. Dafür kann ich alles bekommen was ich brauche und mein Risiko, was gleich den Risiko des Gläubigers, ist sehr gering.
Du magst bestimmt denken die Meister, Techniker un Betriebswirte sind alles Deppen, gehen Jahrelang zur Schule und könen deswegen das was du machst auch nicht schlechter oder besser. Nur ausser das sie sich fachlich qualifiziert haben haben sie ihren Willen gezeigt, sie sind auch jahrelang zur Schule gegangen mit den Willen später einen Betrieb zu führen. Die haben gezeigt das sie es drauf haben und wirklich wollen, denen kann ich eien Kredit zu guten Konditionen geben, da weis ich das ich das Geld wieder bekomme.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Bilanzen auf den letzten Cent

Was redest du den da? Als Unternemhmer muss ich alles
nachkontrolieren. Gerade alles was Geld und Zinsen anbelangt
muss 100% stimmen. Ich glaube wirklich das du nicht weist was
eien Bilanz und BHB ist. Hier muss jede angabe auf den letzten
Cent richtig sein.

Hast Du schon einmal einen Wirtschaftsprüferbericht gelesen? Da vergeht kaum eine Seite, auf der man nicht schon als externer Leser offensichtliche Fehler findet. Im übrigen wäre ich schon überrascht, wenn im Geschäftsbericht meines Arbeitgebers die Bilanzsumme auf 100 Mio. Euro richtig wäre.

Also: Immer locker bleiben.

Gruß,
Christian

Was redest du den da? Als Unternemhmer muss ich alles
nachkontrolieren. Gerade alles was Geld und Zinsen anbelangt
muss 100% stimmen. Ich glaube wirklich das du nicht weist was
eien Bilanz und BHB ist. Hier muss jede angabe auf den letzten
Cent richtig sein.

Das bestreitet doch keiner. Aber wie schon gesagt, wenn der Unternehmer keine Bilanz erstellen kann (wer kann das?), dann sollte das ein Fachmann tun.

Und wer die Zinsrechnung aus der 9. Klase nicht beherrscht, erst recht!!!

Wie du bestimmt bei vielen Krediten gesehen hast ist ein
fachlicher Nachweis über kaufmännische Fähigkeiten notwendig.
Gerade das verlangt auch das du Kredite nachprüfst.

Jaja, aber wie du siehst, scheitert das an den Grundrechenarten.

Du kannst es dir sicher nicht vorstellen, aber ich rechne und
kalkuliere schon über 2 Monate und habe noch nicht einmal das
Gewerbe angemeldet. Dafür kann ich alles bekommen was ich
brauche und mein Risiko, was gleich den Risiko des Gläubigers,
ist sehr gering.

das ist auch richtig so. Aber das habe ich auch nicht bestritten, das man das nicht machen sollte, oder?

Du magst bestimmt denken die Meister, Techniker un
Betriebswirte sind alles Deppen, gehen Jahrelang zur Schule
und könen deswegen das was du machst auch nicht schlechter
oder besser.

wenn sie die Zinsrechnung nicht beherrschen, dann sind das, um mit deinen worten zu sprechen, deppen.

Nur ausser das sie sich fachlich qualifiziert
haben haben sie ihren Willen gezeigt, sie sind auch jahrelang
zur Schule gegangen mit den Willen später einen Betrieb zu
führen. Die haben gezeigt das sie es drauf haben und wirklich
wollen, denen kann ich eien Kredit zu guten Konditionen geben,
da weis ich das ich das Geld wieder bekomme.

hey, warum fühlst du dich nun angegriffen? Du bist noch nicht der Fragende gewesen und ich habe nicht behauptet, dass DU das nicht kannst???

BTW, ich bin Unternehmensberater, Dipl.-Kfm.,und muss mir so manchen Unsinn in Businessplänen,insbesondere in den Finanzplänen durchlesen.

Gruss, Markus

Hi,

@Wolle: Vielen Dank für Deine Hilfe! Es war tatsächlich so, dass ich mit den Buchungsdaten, anstatt den Wertstellungstagen gerechnet habe. Mir ist zwar immer noch nicht klar, warum Du bei der Berechnung der Darlehenszinsen im 2.Schritt nicht mit 16.767,92 und 17.767,92 = € 34.535,84, sondern mit 23.232,08 € rechnest (am 16.3. wurde nur der angegebene Betrag und nicht das komplette Restdarlehen ausgezahlt), aber das Ergebnis stimmt.

Um die hitzige Diskussion über die „Pfennigfuchserei“ zu beenden:
1.) Ich gehöre nicht zu denjenigen, die jede Abbuchung so einfach hinnehmen, nach dem Motto „eine Bank verrechnet sich nicht“. Das Gegenteil ist der Fall!
2.) @markus hübner: Wer lesen kann ist klar von Vorteil, es geht hier nicht um einen Gründungskredit, sondern um ein Immobiliendarlehen. Bei 40Tsd und der Tatsache, dass hier Bereitstellungszinsen anfallen, hätte Dir als Unternehmensberater und Dipl.-Kfm das auffallen müssen. Wenn ich ein Unternehmen gründe und dafür lächerliche 40Tsd aufnehme, dann rufe ich diese auf einmal ab und lasse sie nicht monatelang auf dem Konto schmoren. Aber lassen wir das.
Ausserdem will ich niemanden verklagen, sondern lediglich nachvollziehen, was mir da so abgebucht wird.
3.) Zu verstehen, welche Kosten entstehen ist die eine Sache, mein Hauptmotiv ist allerdings jetzt schon zu wissen, welche Kosten während der weiteren Bauphase entstehen, womit wir wieder bei der Kostenkalkulation sind.

Danke an alle (speziell an Wolle).

BTW: Ich bin mir sicher, dass diese „Grundrechenarten“ der 9.Klasse von so einigen nicht beherrscht werden. Dass eine Bank mit 360 Tagen und 30 Zinstagen rechnet lernt man nämlich nicht in der Schule.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Peter,

Wertstellungstagen gerechnet habe. Mir ist zwar immer noch
nicht klar, warum Du bei der Berechnung der Darlehenszinsen im
2.Schritt nicht mit 16.767,92 und 17.767,92 = € 34.535,84,
sondern mit 23.232,08 € rechnest (am 16.3. wurde nur der
angegebene Betrag und nicht das komplette Restdarlehen
ausgezahlt), aber das Ergebnis stimmt.

Im ersten Schritt hast Du die Zinsen für den ausgezahlten Betrag bereits bis zum 31.3. berechnest, also musst Du im zweiten Schritt nur noch die Zinsen für den am 16.3. ausgezahlten Betrag rechnen, und das waren (oder müssten gewesen sein) 23.232,08 €.

Sollten zu diesem Termin aber tatsächlich nur 17.767,92 € ausgezahlt worden sein, stimmt die Rechnung, wie Du auch selbst festgestellt hast, nicht mehr. Da Du dann für den verbleibenden Betrag von 5.464,16 € Bereitstellungszinsen von 3% statt des Zinses von 4,75% hättest zahlen müssen, hättest Du knapp 4,-- € zuviel gezahlt. Klär das mit der Bank und von der Gutschrift lädst Du Deine Frau zu einem Kaffee ein.

Freundliche Grüße

wolle

2.) @markus hübner: Wer lesen kann ist klar von Vorteil, es
geht hier nicht um einen Gründungskredit, sondern um ein
Immobiliendarlehen.

Das hast du aber im Posting nicht erwähnt:smile:

Bei 40Tsd und der Tatsache, dass hier

Bereitstellungszinsen anfallen, hätte Dir als
Unternehmensberater und Dipl.-Kfm das auffallen müssen.

Wieder mal zu schnell. Bei dieser Kapitalhöhe hätte u.a. der Kredit StartGeld gepasst und da gibt es Bereitstellungszinsen:smile:

Wenn
ich ein Unternehmen gründe und dafür lächerliche 40Tsd
aufnehme, dann rufe ich diese auf einmal ab und lasse sie
nicht monatelang auf dem Konto schmoren.

Gründungskredite kannst du 1 Jahr liegen lassen. Aber wir kommen vom Thema ab.

BTW: Ich bin mir sicher, dass diese „Grundrechenarten“ der
9.Klasse von so einigen nicht beherrscht werden.

Das hast du Recht. Das können viele nicht.

Dass eine
Bank mit 360 Tagen und 30 Zinstagen rechnet lernt man nämlich
nicht in der Schule.

oh doch. Steht in jedem Mathebuch. Aber die Schulzeit ist lange her.

Gruss, Markus