Darmentzündung/ Darmdurchbruch

Hallo zusammen,

ich hoffe ich bin im richtigen Bereich gelandet… da es mit Medizin und Ernährung zu tun hat.

Kurz zu meiner Geschichte…

Ich war Anfang des Monats für 9 Tage im Krankenhaus, da bei mir eine Darmentzündung festgestellt wurde… eine der Divertikel hatte sich entzündet. Behandelt wurde ich mit Antibiotikum.

Nach 9 Tagen wurde ich entlassen, obwohl ich immer noch schmerzen im Bauch hatte. Die Entzündung sei angeblich abgeglungen gewesen.

Nach 5 Tagen fand ich mich wieder in der Notaufnahme ein, da ich wieder extreme Schmerzen hatte. Diesmal war es ein Druchbruch. Da aber der Durchbruch durch eine Fettschicht abgefangen wurde, tratt nichts in den Bauchraum ein…

Wieder wurde ich mit Antibiotikum behandelt… Diesmal wurde ich nach 7 Tagen entlassen…

Die Ärzte wollen nun in 3 Wochen ein Teil des Darms rausnehmen… Was mich nun wundert ist der Vorgang… war es richtig mich nach dem ersten Aufenthalt schon nach 9 Tagen und nun nach 7 Tagen zu entlassen…

Und meine wichtigste Frage… Die Ernährung ist doch da besonders wichtig oder? In den letzten Tagen meiner Aufenthalte wurde mir wieder normales Essen im Krankenhaus serviert… u.a. Fette Würstchen und Speck… Das kann doch nicht richtig sein!!!

Wer kann mir da infos geben? Welches Krankenhaus würdet ihr im Norden Bayerns empfehlen wenn so eine Operation ansteht ?

Grüße ThomasRene

ThomasRene

Hallo,

man kann es auf die Ferne nicht entscheiden, ob die Entlasstermine korrekt waren oder nicht. Letztlich ist so ein Durchbruch wie ein Herzinfarkt: Am Tag vorher kann noch alles gut gewesen sein. Da kann man nicht von zu früher Entlassung o.ä. sprechen.

Die Ernährung bei Divertikeln ist in soweit wichtig, als dass Du möglichst keinen harten Stuhlgang haben solltest (der dann u.U. einen Durchbruch begünstigen kann), sprich viel Trinken und viele Ballaststoffe, fettige Sachen, wie WürstCHEN sind sicherlich in _dieser_ Hinsicht auch nicht verkehrt.

Eine Sigmaresektion (das ist es, was Dir vermutlich bevorsteht) macht man eigentlich auch in den meisten Kreiskrankenhäusern gut. Wichtig wäre, das die Abteilung dort ein sog. „Fast-Track-Konzept“ verfolgt, dass u.a. beeinhaltet: Kurze Nüchternheit vor der OP, minimale Darmvorbereitung (also keinen hohen Einlauf o.ä.), ggf. laparoskopisch assistierte Operation, Verzicht auf Drainagen und zentrale Venenkatheter, thorakaler Periduralkatheter , Lungentrainig vor und nach OP, Aufstehen wenige Stunden nach OP, ebenso wie Trinken. Und ganz wichtig Aufklärung des Pat. über die Maßnahmen des Konzepts und deren Wichtigkeit für den Heilungsprozess.

Viel Glück!

Gruß,

Manticor