Bei meinem Vater 70 Jahre wurde vor 10 Monaten Darmkrebs festgestellt- bösartig- OP wurde gemacht künstlicher Darmausgang wurde zurückverlegt, anschließend halbes jahr Chemo mit anschließender REHA Bei der Nachuntersuchung wurde Karzinom - bösartig - an der Leber festgestellt.
Jetzt wieder OP , Karzinom wurde hierbei entfernt.
Jetzt mal wieder Chemo und bin verzeifelt , ist dass der richtige Weg, wie sind die Chancen ??
Guten Morgen!
Erst einmal fühle ich mit dir, dass du dir Sorgen machst um deinen Vater, das ist sicherlich nicht leicht!
Wie die Chancen stehen können wohl nur die Ärzte deines Vaters beurteilen, denn es gibt so viele verschiedene Karzinomarten, dass hier keiner beurteilen kann, wie die Prognose bei deinem Vater ist.
Sicher werden die Ärzte auch abwägen, welcher Weg gegangen werden soll, denn es ist ja sicher nicht ihr Interesse, deinem Vater nicht zu helfen. Du solltest Vertrauen haben, aber auch genau nachfragen, damit die Lage selbst mitbeurteilen kannst.
Möglicherweise solltest du auch in Betracht ziehen, dass er über kurz oder lang nicht geheilt werden kann und daran sterben könnte. Das ist hart und das wünsche ich euch nicht, aber dein Vater ist 70 und hat zum zweiten Mal Krebs, und das könnte bedeuten, dass er es vielleicht nicht überlebt. Auch darüber solltest du offen mit den Ärzten reden und ein klare Aussage verlangen. In diesem Falle solltest du dann nicht die Augen vor dieser traurigen Wahrheit verschließen, sondern die Zeit, die euch noch bleibt, nutzen.
Meine Freundin ist vor einem halben Jahr an Krebs gestorben - eine Woche vor ihrem 29. Geburtstag. Sie hat immer der Wahrheit ins Gesicht gesehen und mit ihrem Mann die letzten Jahre (Sie hatte 9 Jahre lang Krebs!) genutzt und genossen. Das wäre nicht möglich gewesen, wenn sie so getan hätten, als wenn sie nicht daran sterben könnte.
Ich drücke euch sehr die Daumen, aber ziehe beide Möglichkeiten in Betracht, befrage die Ärzte und nutze die Zeit, die euch bleibt!
Alles Gute
wünscht
noi
Mit allem Respekt vor der Situation der Fragestellerin, die keine leicht ist.
Die Auffassung teile ich grundsätzlich:
Wie die Chancen stehen können wohl nur die Ärzte deines Vaters
beurteilen, denn es gibt so viele verschiedene Karzinomarten,
dass hier keiner beurteilen kann, wie die Prognose bei deinem
Vater ist.
Sicher werden die Ärzte auch abwägen, welcher Weg gegangen
werden soll, denn es ist ja sicher nicht ihr Interesse, deinem
Vater nicht zu helfen.
Und deine vorsichtigen, aber klaren Worte auch berücksichtigt:
Möglicherweise solltest du auch in Betracht ziehen, dass er
über kurz oder lang nicht geheilt werden kann und daran
sterben könnte. Das ist hart und das wünsche ich euch nicht,
aber dein Vater ist 70 und hat zum zweiten Mal Krebs, und das
könnte bedeuten, dass er es vielleicht nicht überlebt.
Aber an einem entscheidenden Punkt Einspruch:
Auch
darüber solltest du offen mit den Ärzten reden und ein klare
Aussage verlangen.
Souverän in dieser Situation ist der Vater! ER ist der Betroffene. Ob die Kinder (oder Partnerin) in welchem Umfang mit den Ärzten reden, entscheidet grundsätzlich der Patient selbst.
Bei allem Verständnis für die schwierige Situation der Angehörigen sollte nicht vergessen werden, daran zu appellieren, dass sie das Interesse des Betroffenen an erste Stelle setzen. Dazu gehört auch, dass man den Betroffenen nicht bevormundet / entmündigt.
Worauf es ankommt, beschreibst du ja durchaus selber:
Meine Freundin ist vor einem halben Jahr an Krebs gestorben -
eine Woche vor ihrem 29. Geburtstag. Sie hat immer der
Wahrheit ins Gesicht gesehen und mit ihrem Mann die letzten
Jahre (Sie hatte 9 Jahre lang Krebs!) genutzt und genossen.
Das wäre nicht möglich gewesen, wenn sie so getan hätten, als
wenn sie nicht daran sterben könnte.
Das wäre nicht möglich gewesen, wenn deine Freundin von ihren Angehörigen bevormundet worden wäre.
Therapien, die bei Krebs in Frage kommen, insbesondere Chemotherapie, sind kein Zuckerschlecken. Es muss Entscheidung des Patienten sein, ob er das auf sich nehmen will. Es muss Respekt der Angehörigen sein, hier auf Druck zu verzichten.
Hallo
Ich glaube, Dein Vater hat Chancen und es ist der richtige Weg, und
das ganze ist davon abhängig, wie sorgfältig die Ärzte arbeiten(können).
Du kannst auch nur schlecht Einfluss nehmen, denke ich, Du kannst Deinen Vater fragen, wie es ihm geht und was Du für ihn tun kannst.
MfG
Matthias
Zustimmung
Aber an einem entscheidenden Punkt Einspruch:
Auch
darüber solltest du offen mit den Ärzten reden und ein klare
Aussage verlangen.Souverän in dieser Situation ist der Vater! ER ist der
Betroffene. Ob die Kinder (oder Partnerin) in welchem Umfang
mit den Ärzten reden, entscheidet grundsätzlich der Patient
selbst.
Ich stimme dir 100%ig zu und sehe keinen Widerspruch zu meinen Aussagen.
Ich gehe allerdings davon aus, dass zwischen Vater und Tochter Vertrauen herrscht, über die Krankheit gesprochen wird und die Tochter auch die Erlaubnis hat, mit dem Arzt zu sprechen. Das muss nicht hinter dem Rücken des Vater geschehen. Aber die Angehörigen machen sich auch Sorgen und da hilft es imhO, wenn man genau Bescheid weiß.
Bei allem Verständnis für die schwierige Situation der
Angehörigen sollte nicht vergessen werden, daran zu
appellieren, dass sie das Interesse des Betroffenen an erste
Stelle setzen. Dazu gehört auch, dass man den Betroffenen
nicht bevormundet / entmündigt.
Absolut d’accord!
Therapien, die bei Krebs in Frage kommen, insbesondere
Chemotherapie, sind kein Zuckerschlecken. Es muss Entscheidung
des Patienten sein, ob er das auf sich nehmen will. Es muss
Respekt der Angehörigen sein, hier auf Druck zu verzichten.
Davon hab auch ich nichts gesagt und gemeint.
Gruß, noi
Hallo sabsa,
Lebermetastasen sind eine häufige Folge von Darmkrebs und wenn sie noch operabel waren dann sieht die Prognose nicht grundsätzlich schlecht aus. Auch, dass es sich bei Deinem Vater um einen 70jährigen Mann handelt, ist eher „vorteilhaft“, da sich im Alter Zellen („gute“ wie „böse“) nicht mehr so schnell teilen und vermehren wie in jüngeren Jahren.
Inwieweit Dein Vater die Chemo verträgt, das ist so individuell verschieden, dass man darüber keine klare Aussage tätigen kann. Manche stecken sie gut weg, manche leiden fürchterlich. Umso besser die Grundkonstitution ist, umso besser wird sie „vertragen“. Aber auch wenn es ihm ganz gut damit geht, heißt das noch lange nicht, dass die Blutwerte entsprechend sind. Die sind nämlich entscheidend für die Fortführung, Unterbrechung oder den Abbruch der Chemotherapie.
Mein persönlicher Tipp (bin in gleicher Situation): Er sollte versuchen, die oft auftretende Appetitlosigkeit zu überwinden und regelmässig essen. Denn je schneller der Körper abmagert, desto weniger hat er der Chemobelastung entgegenzusetzen. Ich esse z.Zt. Sahnepudding mit Bourbon-Vanille *g
Alles Gute
Anja