ich habe eine ‚Einladung‘ zu einer Darmspiegelung bekommen. Ich habe mich darüber informiert und sehe dem eigentlich gelassen entgegen.
Eine Frage hätte ich aber doch: Ist das als so eine Art ‚all inklusive Untersuchung‘ zu betrachten? Kann ich mir damit einen Besuch beim Proktologen sparen?
wie definierst du „All inklusiv“? Gibt es Gründe für die Unterscuhung oder Auffälligkeiten?
In der Regel muss man sagen das eine Kontrolle niemals schaden kann. Es ist auf alle Fälle nicht „das schönste Ferienerlebnis“ wenn man es so sagen darf.
Du bekommst einen Tag zuvor 2x 1 Liter mixtur Getränke die du zu dir nehmen muss innerhalb 1-2 Stunden und die den Darm komplett leeren. Es ist widerlich, das kann ich dir schon vorraussagen.
Dann bekommst du vor der Untersuchung nochmals einen Einlauf - auch nicht wirklich angenehm. Aber wenn du die Darmspiegelung unter Vollnarkose machen lässt ist damit schon das Schlimmste überstanden, örtlich ist es natürlich noch etwas unangenehm.
Im Nachhinein empfndet man die ganze Prozedur nur noch als halb so shclimm, aht aber einen genauen Übernlick ob im Bereich des Dickdarms alles ok ist oder nicht.
Darmkrebs, Risse/ Fissuren und Entzündungen muss man z.B. nicht imemr direkt bemerken, kann man dadurch aber gut aufdecken. Grade im Alter steigt die Gefahr dazu ja an.
Hallo Peter,
es gibt ja hinreichend „Werbung“ für eine solche Vorsorge-Untersuchung. Auch ich habe mich vor ein par Jahren einer solchen unterzogen. Ambulant, ohne Narkose. War zwar insgesamt (mit den Vorbereitungen) nicht „angenehm“, aber es gibt im Patientenleben wesentlich unangenehmeres. Verlief auch ohne Komplikationen, Befund negativ. So weit, so gut.
Ob ich aus heutiger Sicht und nach Lektüre der Titelgeschichte (Sinn bzw Unsinn von Vorsorgeuntersuchungen/Screening) aus dem SPIEGEL voriger Woche das hätte machen lassen, das weiss ich nicht. Der kritische Artikel ist sehr informativ. Tenor : wissenschaftlich ist es überhaupt nicht (signifikant) erhärtet, ob sich für den Patienten eine solche Untersuchung „lohnt“ (was langfristig höhere Überlebenschancen betrifft). Für den Arzt lohnt die sich schon als Umsatzträger. Und wenn man die dort zitierten Komplikationsraten der Spiegelung liest, macht das einen auch nicht gerade fröhlich.
Gruß
Karl
liegt denn irgendein grund vor, diese untersuchung für sinnvoll zu erachten? hast du beschwerden, gibt es verdachtsmomente?
nein?
dann lass es. dann dient die untersuchung - die nebenbei nicht so ganz risikolos ist, wie immer getan wird - nur dazu, die praxis des proktologen zu finanzieren.
Ich muß mein Problem etwas spezifizieren:
Ich lebe zur Zeit im Ausland und soll die Darmspiegelung aufgrund von einem, nennen wir es mal ‚Blähdarm‘ in Verbindung mit ‚Sodbrenngefühl‘ unterhalb den Bauchnabels, durchführen lassen. Gleichzeitig habe ich aufgrund meines Radsports hin und wieder ein leichtes Juckgefühl am After.
Da meine Sprachkenntnisse nicht 100%tig sind, kann ich mit dem Doc nicht darüber diskutieren, ob ich zwei Untersuchungen (Darmspiegelung und Enddarmuntersuchung) machen lassen muß, oder ob in diesem Fall mit einer Darmspiegelung beides erledigt wird.
Ist das als so eine Art ‚all
inklusive Untersuchung‘ zu betrachten? Kann ich mir damit
einen Besuch beim Proktologen sparen?
Eine proktologische Untersuchung ist etwas anderes als die Dickdarmspiegelung. Der Proktologe benutzt das Anoskop (Proktoskop), das Spreizspekulum und Sonden, um einen exakten Befund zu erheben. Der koloskopierende Arzt beschränkt sich in der Regel auf eine grobe Betrachtung mittels des Koloskops und allenfalls die Austastung des Afterkanals.
Wenn Verdacht auf eine Erkrankung des Afters, z.B. ein chronisches Afterjucken besteht, sollte ein Proktologe zusätzlich konsultiert werden, auch weil dieser mehr Erfahrung mit dieser Körpergegend hat.