Meine Frauenärztin hat mir zu einer Darmspiegelung geraten, meine Hausärztin sieht keinen Grund.
Ich habe eine ganz normale, problemlose Verdauung, Stuhluntersuchung war ohne Befund. Eine Blutuntersuchung wurde aus anderem Grund ebenfalls ohne Befund durchgeführt. Allerdings war meine Mutter (75) vor zwei Jahren an Darmkrebs erkrankt (und konnte rechtzeitig operiert werden).
Soweit ich weiß, ist eine Darmspiegelung als Kassenleistung alle 10 Jahre vorgesehen.
ab dem 55. Lebensjahr spendieren die Kassen eine Darmspiegelung.
Die Untersuchung empfand ich so harmlos und wenig belastend, dass mich eine Diskussion über das Für und Wider erstaunt. Vor allem, wenn Darmkrebs in der Familie auftrat, wäre die Darmspiegelung für mich ein Untersuchungsgrund um sicher zu sein, dass man nichts Böses geerbt hat…! Aber auch ohne familiäre Belastung würde ich auf die Untersuchung nicht verzichten, denn die Darmspiegelung selber ist, wie gesagt: Pipifax!
die Frauenärztin hat diese Empfehlung vor! der körperlichen Untersuchung kund getan, die dann keinerlei Bedenken gab.
Somit gehe ich davon aus, dass die Empfehlung nur auf Grund der Krebserkrankung meiner Mutter begründet war.
„Das kolorektale Karzinom ist bei Männern nach Lungenkrebs und bei Frauen
nach Brustkrebs die zweithäufigste Todesursache durch Krebs (Statistisches Jahrbuch 1999).
In der gesamten westlichen Welt ist das kolorektale Karzinom die dritthäufigste Todesursache
an Krebs. Männer sind etwas häufiger betroffen als Frauen. Die Erkrankung tritt gehäuft
zwischen dem 60. und 75. Lebensjahr auf (Tumorzentrum München, 1997). In Deutschland
erkranken jedes Jahr etwa 53 000 Menschen an kolorektalen Karzinomen (Boese-Landgraf,
1998).“
Eine persönliche? Als jemand, der in seinem unmittelbaren Umfeld 2 Menschen mit Darmkrebs verloren hat, darunter einen relativ jungen Familienvater von 3 Kindern, und einen weiteren Menschen kennt, dem es nur gerade so und mit viel Glück gelungen ist, dem Tod gleich mehrfach von der Schippe zu springen, fällt mir kein einziger Grund ein, der gegen eine solche Vorsorgemaßnahme spricht!
Zwei von den oben genannten hatten auch familiäre Disposition. Ihnen wurde daher vom Arzt dringend angeraten, schon weit vor dem Alter von 50 mit Vorsorge anzufangen. „Man“ fand das nicht erforderlich. Wie fest gestellt: Einer hat es nicht überlebt, die andere mit Ach und Krach. Beide waren +/- 40 und damit weit vor den 55 bzw. 50.
Darmkrebs gehört zu den Krebsarten, die prima und wirklich heilbar sind, voraus gesetzt, man findet sie rechtzeitig. Sind erst die Symptome da, ist es zu spät. Und es gibt wirklich schönere Arten zu sterben!
die Frauenärztin hat diese Empfehlung vor! der körperlichen
Untersuchung kund getan, die dann keinerlei Bedenken gab.
Somit gehe ich davon aus, dass die Empfehlung nur auf Grund
der Krebserkrankung meiner Mutter begründet war.
Die Vorsorge heißt Vorsorge, weil man vorsorglich guckt. Eine Darmspiegelung wird dabei für erforderlich gehalten, eben weil man mit einer „körperlichen Untersuchung“ normaler Art eben nichts feststellen kann! Wenn man was „außen“ merkt, ist es bei Darmkrebs in der Regel schon viel zu spät.