Hallo,
nachdem es dem guten alten Herrn wieder so schlecht geht (letzte Auftritte sehr kurz)frage ich mich, kann man von diesem Amt zurücktreten oder ist man Papst bis man keinen Pieps mehr von sich geben kann?
Danke und Gruß
Maja
Hallo,
nachdem es dem guten alten Herrn wieder so schlecht geht (letzte Auftritte sehr kurz)frage ich mich, kann man von diesem Amt zurücktreten oder ist man Papst bis man keinen Pieps mehr von sich geben kann?
Danke und Gruß
Maja
Hallo Maja,
nachdem es dem guten alten Herrn wieder so schlecht geht
(letzte Auftritte sehr kurz)frage ich mich, kann man von
diesem Amt zurücktreten oder ist man Papst bis man keinen
Pieps mehr von sich geben kann?
Ja, man kann zurücktreten.
Zitat aus der ORF-Homepage:
>>>
Ein Papst wird auf Lebenszeit gewählt, doch nach dem Kirchenrecht ist auch ein Rücktritt möglich. Hierfür muss das Kirchenoberhaupt nicht einmal Gründe nennen. Auch muss niemand den Rücktritt eigens annehmen. Entscheidend ist allerdings, dass die Entscheidung zum Rückzug völlig freiwillig ist.
In dem 1983 von Johannes Paul II. reformierten Kanonischen Recht (Can. 332. § 2) heißt es: „Falls der Papst auf sein Amt verzichten sollte, ist zur Gültigkeit verlangt, dass der Verzicht frei geschieht und hinreichend kundgemacht, nicht jedoch, dass er von irgendwem angenommen wird.“
Hallo, Maja,
es gibt zwei oder drei Päpste, die in der Tat zurückgetretenn sind, meist gezwungen. Ich erinnere mich nicht mehr recht.
Von einem ist hier:
http://www.altbasel.ch/fussnoten/konzil.html
die Rede.
Gruß Fritz
ganz aktuell
Hallo Maja,
http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/19/0,3672,201928…
Herzliche Grüße
Thomas Miller
Hallo
ich verstehe einfach nicht, warum er nicht zurücktritt.
Ich meine, was ist das für ein Bild , das der Anführer der kath. Kirche und Gottes Stellvertreter auf Erden ein zitternder, alter, schwacher Mann ist, der nicht einmal mehr verständlich reden kann?
Ist das märtyrerischer Stolz? Oder traut er es keinem anderen zu?
Oder warum sonst wird die kath. Kirche von einem schwerkranken Mann geleitet?
fragende Grüße
Julia
Hallo Julia,
ich verstehe einfach nicht, warum er nicht zurücktritt.
nach eigener Aussage ist der Grund, dass er wie Jesus bis zum Ende die Qualen erleiden will, also dem Vorbild entsprechen möchte. Dazu gehört für ihn nicht nur das Leiden selbst, sondern auch das Ertragen der Verantwortung.
Herzliche Grüße
Thomas Miller
Hi Thomas
ist das nicht ein bisschen absurd? Das Vorbild hat immerhin durch sein Leiden alle erlöst, aber der Papst? Schön und gut das er Leiden will, aber sollte er nicht ein bisschen daran denken, was er der Kirche damit antut? Ausserdem kann er ja auch als Expapst weiterleiden. So kann er doch keine Verantwortung mehr tragen, wenn er nicht mal mehr sprechen kann. Mein Opa hat auch Parkinson, der ist aus nachvollziehbaren Gründen auch nicht mehr bei der freiwilligen Feuerwehr.
Ich finde er sollte seine Verantwortung in so weit nehmen, endlich abzudanken und einen gesunden Papst weitermachen lassen.
Lg Julia
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hallo Julia,
ist das nicht ein bisschen absurd?
ich will das nicht beurteilen, aber so argumentiert er (anscheinend). Solche Argumentationen haben in der katholischen Kirche eine lange Tradition, und ich könnte mir vorstellen, dass er dabei bleibt.
Herzliche Grüße
Thomas Miller
ich finde das gut
Hallo Maja et allii,
dass er zurücktreten kann, ist ja nun geklärt. Aber warum die Kritik am Bleiben? Mich beeindruckt dieser Mensch, weil er deutlich zeigt, dass Körper und Geist zwei verschiedene Dinge sind. Und weil er der Scheinwelt der Jungen und Schönen ein Gegenbild entgegensetzt. Auch ein schwacher Körper ist noch da, hat etwas zu sagen und erreicht offensichtlich eine Menge Menschen.
Laut Biograph Andreas Englisch hat der Papst gerade durch seine Schwäche schon nicht für möglich gehaltene Verbindungen geschaffen. Gerade dort, wo noch eine historische Angst vor der machtvollen, kriegerischen Kirche bestand, kommt er gut an.
Andreas
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hi Thomas,
ist es nicht vermessen oder hochmütig sich selbst mit Jesus gleichsetzen zu wollen?
Wenn der Papst sagt, Jesus hat auch bis zum Tode gelitten…hm…*verwirrtbin*
Gruß
Maja
Hallo Andreas,
ich fragte deshalb, weill ich wissen wollte, ob der Papst weiterhin diese Kraftanstrengungen auf sich nehmen will oder muß , weil mich sein Anblick kürzlich (wie ein Häufchen Elend) sehr gedauert hat und ich ihm gewünscht hätte, dass er seinen Lebensabend in Ruhe verbringen darf. Wenn er das natürlich nicht will…tja dann…wobei ich mir nicht sicher bin, ob er so genau sagen kann wann Schluss ist…in diesem Alter.
Gruß
Maja
Hallo, Maja.
Wenn er
das natürlich nicht will…tja dann…wobei ich mir nicht sicher
bin, ob er so genau sagen kann wann Schluss ist…in diesem
Alter.
Bei Deinem Beitrag kommt mir die Diskussion um die Unterstützung? beim Sterben in den Sinn.
Welcher Außenstehende kann wirklich den wahren Willen eines schwer kranken Menschen ermitteln, der seinen Willen nicht mehr äußern kann?
Allerdings beim Papst: Insider sagen ja immer, daß er geistig noch ganz fit sei. Es ist ja nur sein körperlicher Verfall, der ihn so schwach wirken läßt.
Jochen
Allerdings beim Papst: Insider sagen ja immer, daß er geistig
noch ganz fit sei. Es ist ja nur sein körperlicher
Verfall, der ihn so schwach wirken läßt.
Jochen
Hi
der Papst ist geistig sicher noch ganz fitt, aber wegen der körperlichen Gebrechen kann er seine aufgabe nicht mehr ausführen, wie ich finde. Zum ersten mal, seit 26 Jahren ( glaub ich) wurde die Aschermittwochsmesse nicht vom Papst gelesen, und davor konnte er ja auch schon kaum mehr reden.
Wie gesagt, wenn er das Leiden Christi nachempfinden will, bitte, aber als Oberhaupt der Kirche finde ich ihn fehl am Platz wenn er nicht einmal mehr Urbi et Orbi sagen kann.
LG
Julia
Hi Jochen,
Bei Deinem Beitrag kommt mir die Diskussion um die
Unterstützung? beim Sterben in den Sinn.
Welcher Außenstehende kann wirklich den wahren Willen
eines schwer kranken Menschen ermitteln, der seinen Willen
nicht mehr äußern kann?
Naja so heftig habe ich das auch gar nicht gemeint…
Allerdings beim Papst: Insider sagen ja immer, daß er geistig
noch ganz fit sei. Es ist ja nur sein körperlicher
Verfall, der ihn so schwach wirken läßt.
Jochen
Der Papst leidet nun ja schon lange an div. Erkrankungen unter anderem Parkinson.
Parkinson ist eine ekelhafte Erkrankung, das steht ausser Frage:
http://www.parkinson24.de/patienten/parkinson/diagno…
„Hinzu kommen in späteren Stadien so genannte vegetative Störungen wie z.B. Funktionsstörungen von Blase und Darm, vermehrter Speichel- und Tränenfluss, gestörte Wärmeregulation und erniedrigter Blutdruck, sowie psychische Störungen wie Vergesslichkeit, Antriebslosigkeit, Entschlußschwäche und Depressionen.“
Ich will den Papst jetzt auf keinen Fall mit meine Oma gleichsetzen, aber ich sehe doch gewisse Parallelen.
Der Papst hat öfter verlauten lassen, dass er aufhören würde, wenn er nicht mehr könnte, zum. seine Sprecher schätzen ihn so ein.
Meine gute Omma, die auch schon sehr betagt ist, ist eigentlich körperlich nicht mehr in der Lage ihre Geschäfte geregelt zu kriegen. Sie ist, obwohl sie geistig noch fit ist, eigentlich überladen mit den Pflichten die immernoch hat. Auch sie lässt sich das Zepter nicht aus der Hand nehmen, obwohl wir sehen, wie sie sich abrackert. Sie ist Vermieter von ca 20. Wohnungen, hat zus. eine Autovermietung und prozessiert nebenher noch mit zahlungsunwilligen Mietern. Eine Putzfrau hat sie auch nicht und die Buchhaltung macht sie auch noch selbst…weil sie glaubt dass nur sie das alles richtig machen kann…verstehst Du, was ich meine? Wir können ihr natürlich zur Seite stehen, aber ist das ein wünschenswerter Lebensabend?
Deshalb hatte ich so leise Zweifel, ob er das tatsächlich selbst entscheiden kann…wenn er es überhaupt kann.
Gruß
Maja