05.09.2003 18:45 Uhr
„Neuer Ordner“: User bietet leeres Verzeichnis an - Stand bei 56 Euro
Ein Mac-User hat im Online-Auktionshaus ebay ein neues Verzeichnis, das er vor kurzem auf seiner Festplatte erstellt hat, zur Auktion bereitgestellt. Es ist leer.
Diese Auktion hat bereits 22.000 Einsichten zu verzeichnen, über 30 User haben sogar mitgeboten. Zur Zeit der Recherche durch Spiegel.de lag das Gebot am Freitag um ca. 17.20 Uhr bei 56 Euro.
Der Auktionator preist den leeren Ordner als vielseitig verwendbar und weltweit verfügbar an. Seiner Aussage zufolge wisse er nicht, was er damit anfangen soll. Fünf Tage lang kann man noch mitbieten.
„Neuer Ordner“: User bietet leeres Verzeichnis an - Stand bei
56 Euro
Den Artikel habe ich bei eBay auch schon gesehen aber nicht mitgeboten
Ist schon erstaunlich, was man so alles verkaufen kann. Wahrscheinlicher ist wohl, dass der Anbieter das als Marketinggag (mit immerhin großem Erfolg) durchgezogen hat. Die Bieter werden wohl Bekannte sein, die das Gebot abgesprochen haben. Die Gebühren, die für den 56 Euro-Verkauf fällig werden, wären ja für einen PR-Auftritt im Spiegel zu vernachlässigen
Dient nur einer besseren Bewertung
Solche „Auktionen“ bewirken nur, das einer mit einer Mogelkennung bei sich selber bieten kann um seine Bewertung hochzutreiben. Das ist in eBay geläufig und normal.
Hallo Winni,
ne Zweitanmeldung kann nach hinten losgehen.
Ein paar Bekannte von meinem Sohn haben versucht, Ebay auszutricksen.
Sie haben Münzen versteigert, und z.B. ne 10 Euro-Münze für einen Euro eingestellt. Dann haben sie gegenseitig über Kreuz die Gebote bis zum Nominalwert hoch getrieben. Danach haben die wirklichen Interessenten geboten und waren mit den Auktionen auch zufrieden und haben positiv bewertet.
Der Effekt dabei war, daß die Auktionen ohne zusatzkosten unter ‚sehr begehrt‘ an auffälliger Stelle zu sehen waren, was die erlöse etwa um 10% erhöht hat.
Nach zwei Wochen wurden alle Accounts durch Ebay gelöscht!
Dann hat einer versucht, den Namen und die Adresse seiner Oma zu verwenden, hat aber die selbe Kontonummer angegeben. … Ebay hat ihm bei Wiederholung mit dem Anwalt gedroht.
So einfach ist das mit ner Zweitanmeldung also nicht.
Mit dem selben Namen und der selben Adresse wird’s nix und mit nem anderen Namen haftet dann auch der andre. Wer läßt sich darauf schon ein.