Ich sah unlaengst eine Debatte in diesem Forum ueber deutsches
Deutsch u. oesterr. bzw. bayrisches Deutsch. Die allgemeine
Gesinnung kam durch, wie ich es schon so oft gesehen habe,
dass Deutsche ihr deutsch fuer das einzig richtige halten.
Gibt es dafuer eine sprachgeschichtliche Berechtigung oder
beruht diese Ansicht nur aufgrund der Notwendikeit das eigene
Selbstwertgefuehl zu steigern (auf Kosten der anderen)?
Gibt es einen Sprachexperten (Etymologe?) der das beantworten
koennte?
Gruesse Elisa
Gibt es einen Sprachexperten (Etymologe?) der das beantworten
koennte?
Hallo, Elisa,
vielleicht dieser Text? http://www.lrz-muenchen.de/~hr/lang/dt-hist.html leider in Englisch.
Schönen Gruß
Eckard
Vielleicht als Quintessenz der letzte Abschnitt des oben angegebenen Textes:
„To sum up: today’s standard German is the language of the Southerners in the pronunciation of the Northerners - in principle a reasonably fair compromise. […] and we observe a tendency that Northern regionalisms are often regarded as „more standard“ than Southern ones. © Helmut Richter“
„Zusammenfassend: Das heutige Standard-Deutsch ist die Sprache des Südens in der Aussprache des Nordens - prinzipiell ein recht fairer Kompromiß. […] und wir beobachten eine Tendenz, dass nördliche Regionalismen of als „dem Standard näher“ betrachtet werden als die südlichen. © Helmut Richter“
Eckard.
Hi,
mir geht es andauernd so, wenn ich mit meinen Argentinismen komme und von Spaniern verwundert angeschaut werde; die finden aber nix dabei, übelste „Spanierismen“ als normal anzusehen…
Dabei sind sie rein zahlenmäßig uns Südamerikanern weit unterlegen 
Schönen Gruß
J.
Hola José,
wenn ich spanisches Spanisch spreche, erzaehlen mir meine Mexikaner auch immer, dass sei kein Spanisch … Es ist also umgekehrt genauso 
Gruss
Ilka
…ist aber auch ein Gebrabbel
wer „vos“ und „podes“ als spanisch bezeichnet, muß damit leben, verwundert angeschaut zu werden 
…und überhaupt, was sind denn übelste „Spanierismen“?
Etwa das allseits beliebte „joder“?
Dabei sind sie rein zahlenmäßig uns Südamerikanern weit
unterlegen
Wenn man aber bedenkt, daß es für fast jedes südamerikanische Land ein eigenes Wörterbuch mit Annormalismen gibt und ihr Euch deshalb nicht gegen „Spanierismen“ verbünden könnt, stehen wir Spanier wieder ganz gut da, bätsch 
Von „Espanenglishismen“ brauchen wir ja erst gar nicht anzufangen. Also, ¡Puerto Rico, fuera! Würde mich nicht wundern, wenn man in Argentinien auch in die „grocería“ geht, um Gemüse einzukaufen
.
E viva España,
Raulito
http://www.kukurukuku.de
wer „vos“ und „podes“ als spanisch bezeichnet, muß damit
leben, verwundert angeschaut zu werden
Pará, flaquito, lo que pasa es que vos no entendés nada 
…und überhaupt, was sind denn übelste „Spanierismen“?
Spontan fallen mir ein:
rollo (allgemeines Füllwort für Durcheinander, Problem, Angelegenheit, Anliegen, usw.)
tío, joder… was weiß ich…
Wenn man aber bedenkt, daß es für fast jedes südamerikanische
Land ein eigenes Wörterbuch mit Annormalismen gibt und ihr
Euch deshalb nicht gegen „Spanierismen“ verbünden könnt,
stehen wir Spanier wieder ganz gut da, bätsch
Ja, das stimmt wohl - Schade eigentlich…
Von „Espanenglishismen“ brauchen wir ja erst gar nicht
anzufangen. Also, ¡Puerto Rico, fuera! Würde mich nicht
wundern, wenn man in Argentinien auch in die „grocería“ geht,
um Gemüse einzukaufen.
Nee nee, da sind wir viel zu weit weg von den Gringos.
Und tschüß!
José