wie wird es 2030 sein ?
Hi, Ihr beiden !
Die Frage der Verfassungsmäßigkeit stellt sich für mich weniger, da die Verfassungsrichter wahrscheinlich nicht das gesamte System in Frage stellen wollen.
Eher stellt sich für mich die Frage nach der blanken Durchsetzbarkeit der Rentenansprüche.
Wenn nichts mehr da ist, gibt es eben nichts mehr.
Und wenn man die Kurve bzgl. des Steueraufkommens in Abhängigkeit von den Steuersätzen betrachtet, ist die Maximalbelastung, ab der die Einnahmen wieder abnehmen, bald erreicht.
Es wäre also günstiger, sich gleich etwas einfallen zu lassen, bevor eine bestimmte Generation dann richtig übel bluten muß.
ich denke aehnlich und antworte mal in
deinen text hinein.
Hi Ihr Diskutier-freudigen
Mal ne Frage
wenn unsere Politiker ( egal welcher
Farbe)
uns keine Rentengarantie geben können
das koennen und wollen sie nicht, das das
system ein system auf gegenseitigkeit der
belasteten und der beglueckten ist. es
misst sich also nicht in dm ob dein
rentenbeitrag zu hoch oder die rente
deines vaters zu niedrig ist, sondern nur
in solidarischen bewertungen ob geben und
nehmen aktuell gerecht verteilt sind. der
nachteil des systems (demographie /
wirtschaftslagenabhängig) erschwert die
beantwortung der frage was aktuell gerecht
ist.
Es geht schon seit einigen jahren nicht mehr um Gerechtigkeit, sondern um die Abdeckung völlig unrealistischer Forderungen einerseits und um die Begleichung der m.E. unrechtmäßigen Zugriffe durch die Regierungen auf den Rententopf für zweckfremde Maßnahmen andererseits.
,sind
dann die Rentenabzüge nicht eine
Zwangsenteignung ?
hier waere ich frecher: wir zahlen den
kredit zurueck, welcher bei einfuehrung
des systems (brd: 194x/5x) aufgenommen
wurde. seinerzeit wurden hieraus z.b. der
lastenausgleich (fuer personen aus dem
osten, fuer zwangsenteignete etc., fuer
‚fliegerbombengeschaedigte‘) finanziert.
Für mich ist es unstrittig, daß diese Dinge schon mehr als bezahlt sein könnten, würde der Fonds nicht zweckentfremdet.
Um welche Summen hatte es sich gedreht ? Ein paar Milliarden. Bei anständigem Wirtschaften könnten wir da heute locker drüberstehen.
noch ueberspitzter: wenn wir einzahler
jetzt einzahlen und nichts erwarten
duerfen, zahlen wir die kriegsschulden,
teil 2.
das dieses bewusst so konstruiert ist,
kannst du von einem konstrukteur des
systems in
ehrhard, ludwig: kriegsfinanzierung und
schuldenkonsolidierung. denkschrift
1943/44
nachlesen. es handelt sich um eine
auftragsarbeit fuer den reichsverband der
industrie. das buch ist als nachdruck der
ludwig-ehrhardt stiftung, bonn eigentlich
in jeder wissenschaftlichen bibliothek
vorhanden oder bestellbar.
bzw. Wir bekommen warscheinlich nicht
mehr
die Leistungen ausbezahlt die wir
einbezahlt haben (im Jahr 2030 ist das
Verhältniss Beitragszahler -
Beitragsbezieher ca. 1/1)
Ist diese Zahl belegt ? Ich habe auch schon etwas in der Richtung gelesen irgendwann.
Und ich schwöre Euch: das geht nicht gut.
das spielt bei der konstruktion des
solidarischen umlageverfahren auch keine
rolle, weil nur der aktuelle moment der
einnahmen und der ausgaben betrachtet
werden (: gerechtigkeit / solidarität).
Das ist der Fehler, da kurzsichtige Entscheidungen meist fehlerhaft sind.
rein theoretisch könnte der staat auch
(statt wie z.b. zur zeit bis zu 30 %
versicherungsfremder leistungen lfd. zu
entnehmen) auch seinen bundeszuschuss
erhoehen und mit diesen mit speziellen
steuern finanzieren (z.B. durch
abschoepfen der gewinne extrem grosser
kapitalvermoegen,
durch abschoepfen von gewinnen von
auslandsproduktionen etc.) um das
verhaeltnis von ein- und ausnahmen zu
verbessern. er koennte auch auf
ruestungsprojekte verzichten und den
bundeszuschuss erhoehen.
Wie wäre es mit der Senkung von Beamten- und Politikerrenten ?
In ein paar Jahren sind die zu erwartenden Ausgaben für Beamtenpensionen nicht mehr tragbar. Gerade in Bundesländern wie Berlin oder Thüringen (bekanntlich das Armenhaus der Republik) gibt es mehr Beamte als in Bayern. Das kann wohl nicht gutgehen.
(ich weiss: das bringt nicht soviel weil
es dann ja eine staatsausgabe fuer konsum
und nicht fuer produktion ist; war ja nur
so eine anregung).
Ohne Ideen wärst Du schließlich auch besser Politiker geworden. Man sollte diesen Punkt durchaus andenken.
Meint Ihr ob unser Rentensystem vor dem
Verfassungsgericht bestehen würde ?
Gruß
Lukas
da bin ich sicher, die frage ist
allerdings - ob die bewusste entnahme von
geldern verfassungskonform ist,
- ob die ueberbelastung unserer jetzigen
generation (die ja offensichtlich von
beiden grossen und der kleinen gelben
parteien gewollt ist) dem solidarischen
grundgedanken des umlageverfahrens
entspricht.
Nein, da es sich hier lediglich um einseitige Solidarität handelt.
Mir geht das Messer in der Hose auf, wenn ich diese fetten, feisten Typen sehe, die mit 60 in Rente gegangen sind und sich nun auf Kosten der Allgemeinheit ein schönes Leben machen und sogar noch Freitag mittag die Autobahn blockieren.
Unter 65 darf es überhaupt keine Diskussion geben über Rente oder, noch besser, den sog. Vorruhestand.
Wer vor 65 aufhören WILL zu arbeiten, soll sehen, wo er bis zu seinem 65ten Lebensjahr bleibt. Seine Rente wir natürlich um die Differenzjahre gekürzt.
Und das ist nur ein erster zarter Schritt zu einem bezahlbaren System.
Wenn Deutschland nicht pleite gehen will, wird es vermutlich sogar Beamte, die nicht in der Exekutive beschäftigt sind, abschaffen müssen.
Denn ich, der mit 26 noch alles offen hat, werde unter solche Bedingungen nicht in diesem Land bleiben. Mein Geld ist mir zu schade für Frührentner, Arbeitsunwillige und chronisch kranke Simulanten.
Gruß,
Mathias
P.S.: bevor Ihr mich auseinandernehmt: die wirklich bedürftigen Menschen könnten es in einem straffer kontrollierten Sozialsystem viel besser haben als jetzt und dagegen hätte ich absolut nichts.