Hallo liebe Tierliebende,
ich gehöre bald nicht mehr dazu… Nein, das war ein Witz.
Aber ich verzweifle langsam wirklich. Unser Kater Dickie (1,5 J.) und seine Mitwohnerin, Miss Vornehm (2,5 J.), haben uns recht gut im Griff.
Das ist aber noch nicht das Problem, das war nur eine Feststellung 
Noch zum Hintergrund: Beide sind Wohnungskatzen, stammen aus ganzen Dynastien von Wohnungskatzen und können bei uns (Innenstadt, Millionenstadt) auch beim besten Willen nicht raus, ohne vermutlich innerhalb von 3 Minuten überfahren zu werden. Die Wohnung iat groß, bietet mehrere Ebenen für Katzen (also viele Schränke, auf denen man rumturnen kann, Fenster sind dank Katzennetzen viel offen, tagsüber ist eigentlich immer jemand zum Spielen zu Hause).
Und Dicki, der in allem ein „Klischee-Kater“ ist (verspielt, verschmust, verfressen), hat eine neue Mission: Er ist jetzt Schrank-Spion. Steht eine Schranktür offen, dann ist ihm kein Hindernis zu groß: Er zwängt sich in Schubladen, er lässt sich in Körbe fallen, er bleibt dem Plan treu: Alles muss raus. Eine Zeitlang habe ich mich bei meiner alten Kommode, die mir als Kleiderschrank diente, gewundert, warum morgens immer die ganze Wäsche davor lag - jetzt weiß ich es.
Weil ich aber keine Lust habe, nach einem 12h-Arbeitstag wieder alle Schränke einzuräumen und auch sonst zu Hause eine allumfassende Open-Door-Policy zu fahren, mache ich die Schränke immer alle zu. Einige dieser Schränke und Kommoden sind Originalstücke aus den 50ern, die ich gerne noch eine Weile unzerstört weiterhätte. Dass mit Katzen immer mal irgendwo ein Kratzer reinkommt ist klar, das ist auch nicht so schlimm.
Schlimm ist: tiefe Kratzspuren an den Türen mit einem Radius von etwa 20 cm, hingebungsvoll über Tage und Wochen eingearbeitet.
Schlimm ist: Seit Wochen ein Schlafdefizit, weil der Kater ab halb 5, 5 anfängt, am Schlafzimmerschrank und dem Sideboard zu kratzen. Laut, verzweifelt, hartnäckig. (Tipp „rauswerfen“ ändert nichts, außer dass dann Tür + Türrahmen dran sind und die möchte ich beim Auszug nicht ersetzen müssen.)
Schlimm ist: doppeltes Klebeband. Aus mehreren Gründen. Erstens ist es eine ästhetische Katastrophe. Trotzdem klebt es mittlerweile an vielen unserer Möbel. Dickie übt daran sein Langzeitgedächtnis. Seit Wochen sitzt er jeden Tag davor und probiert alle 2 Minuten, ob das wirklich immer noch klebt. Er findet das aber irgendwie mehr nett als abschreckend. Kann sich damit stundenlang beschäftigen. Jeden Tag. Und manchmal knabbert er dran.
Trotzdem: Das ist leiser.
Das Problem ist: Erstens dürfen wir es anscheinend nie wieder entfernen, denn das Interesse am Schrank ebbt ja nicht ab, und zweitens: Ich traue mich nicht, es auf alle Möbel zu kleben und an den Türrahmen - das macht doch bestimmt auch Holz kaputt, oder? Wenn ich es wieder runtermache?
Hat jemand also einen anderen Tipp für mich?
Laut rufen, klatschen, neben ihm aufstampfen - rührt ihn nicht.
Ihn wegschubsen - superlustiges Spiel!
Wasserpistole? Unser Parkett ist über 100 Jahre alt - das kann ich nicht bezahlen.
Ich will doch nur mal wieder schlafen, mich in meinem Job konzentrieren können, und keine völlig kaputten Möbel - und nicht mit 3 Millionen offenen Schranktüren in der Wohnung leben müssen.
Ist das so unmöglich?
Hilft so Katzenabwehrspray? Die Schränke mit Teebaumöl einreiben? Den Kater an ein einsames Leben im Badezimmer gewöhnen…?
Bitte helft uns!
Die Schlaflosen
Alles für die Katz
Hallo, Norah
Meine Katze schläft auch ab und zu in einem Schrank. Schränke sind für Katzen ideale Möglichkeiten, sich
zu verkriechen. Man kann auch solche Möglichkeiten schaffen – mit Kisten, Körben und Schachteln auf
jeder Höhe der Räume.
Nicht vergessen: Du wohnst nicht mit DEINEN Möbeln in DEINER Wohnung sondern in der Höhle deiner
Katzen. Sei froh, dass sie dich dort dulden!
Gruss
Adam
Hallo,
Katzen lieben Holz, am besten unbehandelt. Wenn Du Ihnen einen Kratzbaum aus unbehandeltem Holz spendierst…mit Höhlen drin vielleicht sogar? Den könntest Du dann zusätzlich mit Pheromonen interessant machen.
Katzen lieben Höhlen, je kuscheliger und kleiner desto interessanter. Vielleicht könntest Du einen Schrank opfern, oder einen dazustellen?
Vielleicht ist in dem Schrank den Du ihm anbietest dann auch etwas drin, was er ausräumen darf…
Was sie nicht mögen, sind zitronige Düfte, Lavendel hingegen mögen die meisten Miezen.
Mach die Schränke immer alle zu, in die er nicht hinein darf und wenn Du ihn dabei erwischst wie er es gerade versucht, hindere ihn konsequent daran und setze ihn dort hin, wo er hinein darf.
Waschmaschinen werden für solche Katzen dann auch mal zur Todesfalle.
Die Lösungsmittel in dem Klebeband könnten in der Tat den Möbellack angreifen.
Anstelle durch Rufen oder Klatschen zu versuchen ihn abzuhalten könntest Du eine Trillerpfeife oder auch eine Kinderfaschingspistole benutzen, die sind heute nicht mehr so laut wie früher…vielleicht…aber nur vielleicht funktioniert das.
Langfristig wirst Du wahrscheinlich besser mit Deinen Katzen fahren, wenn Du ihnen Alternativen anbietest und schmackhaft machst, als dass Du versuchst ihnen das zu verleiden. Zumindest der Kater scheint recht hartnäckig zu sein.
Gruß
Maja
PS. Wandecken oder Türrahmen lassen sich durch Eckenschoner schützen
Hallo Adam,
Du hast recht, Katzen mögen Höhlen und Verstecke. Davon haben sie ganz viele.
Ich sehe trotz meiner Duldung nicht ein, mit permanent geöffneten Schranktüren zu leben 
LG,
NOrah
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Hallo,
danke für Deine antwort!
Aber e gibt ganz viele Höhlen, es gibt einen Schrank, der keine Tür hat aber Schubladen, die kann er ausräumen, da sind ganz viele Schals und Bettwäsche drin --> Kuscheln + rumpeln + räumen, alles geht. Es gibt noch dazu im Kammerl einen Schrank, da ist das Schloß kaputt, da kann er immer rein.
Der Kratzbaum ist groß, mit Naturholzstämmen, und ganz vielen Höhlen (und völlig, VÖLLIG uninteressant natürlich). Wir haben kleine Katzenhäuschen aus Kuschelstoff, da liegen sie oft drin.
Der Tipp mit Zitrone, das werd ich mal mit Duftöl probieren (nix giftiges natürlich!).
Trillerpfeife oder auch eine
Kinderfaschingspistole
-)))
Da werden sich die Nachbarn aber freuen um 4:30h morgens!!
Es geht mir ja auch drum, dass ich gern mal wieder schlafen würde…
LG,
NOrah
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Verkloppen.
Hi Norah,
ich weiß wie’s dir geht - für einige Zeit weckte mich jeden Morgen um halbfünf unser Kater. Er kratzt an Schränken, an Spiegeln, an Türen, an Matratzen, an Sesseln… alles, um mich aus dem Bett zu kriegen.
Dabei hat er eigentlich seine Schwester zum spielen da, und ruhig ist’s bei uns aufgrund unserer 2 jährigen Tochter auch nicht. Super Kratzbaum, Höhlen, tägliche Bespielung, alles da.
Hab’s mit Füttern in aller Frühe versucht, um ihn ruhig zu stellen, mit dem Resultat dass am nächsten Morgen seine Schwester auch mit Rabatz gemacht hat, und die Zeiten wurden immer früher. Klar.
Wasser, Anbrüllen, Anfauchen, brachte fünf Minuten Ruhe. Einsperren? Haben wir probiert, dann aber mit Rücksicht auf die Türen wieder gelassen.
Ich trau’s mich hier kaum zu sagen, aber: beim ersten Anzeichen von Streß aufstehen, am Nacken packen, und verkloppen. Das hat als einziges geholfen. Zum Glück ist er bisher nicht nachtragend.
Jetzt werd ich erst um sechs geweckt. Ich hoffe ja dass das Viech mit seinen mittlerweile 4 Jahren irgendwann gesetzter wird.
(Verkloppen = mit der flachen Hand in Gesicht ditschen. Wahrscheinlich zähl ich jetzt nich mehr als tierlieb.)
Grüße,
uwe
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schrecklich
Hallo,
es klingt zwar schrecklich, aber ich kann mir durchaus vorstellen, dass es klappt.
In der freien Natur ist es ja auch nicht anders, durch Kämpfe zeigen sich die Katzen (Löwen / Tiger) auch wer das sagen hat. Insofern würde ich behaupten, man sollte es mal versuchen.
Natürlich nicht zu extrem zuschlagen, iss klar, aber eben ein leichter Hieb, um zu zeigen wer der Boss ist.
Machen Katzen untereinander ja auch und es klappt.
grüße
Jasmin
Hallo!
Noch zum Hintergrund: Beide sind Wohnungskatzen, stammen aus
ganzen Dynastien von Wohnungskatzen und können bei uns
(Innenstadt, Millionenstadt) auch beim besten Willen nicht
raus, ohne vermutlich innerhalb von 3 Minuten überfahren zu
werden.
Ihr habt ja schon Tipps bekommen, was man tun könnte, mehr weiß ich auch nicht, nur aus meiner Erfahrung:
Es gibt Katzen, auch wenn sie aus Generationen von Wohnungskatzen stammen, die wollen raus. Egal wie groß und spannend die Wohnung, sie langweilen sich, es ist nicht das echte. Unsere Beiden sind mit der Hand aufgezogen, kannten nur die Wohnung - mit Balkon, allem Drum & Dran plus Papiertragetaschen, großen Kartons etc. - je älter und fitter sie wurden, desto unbefriedigender wurde alles. Wenn ich ins Bett ging, wurden sie erst richtig munter. Abends versteckte ich Leckerlis überall, damit sie beschäftigt waren, aber so viele Versteckmöglichkeiten fielen mir gar nicht ein, wie sie ausbaldowerten. Schrecklich. Alle halbe Stunde saß mir eine Katze auf dem Gesicht oder der Brust, es wurde gemaunzt, gekratzt, hohl geheult, und alles im Duett.
Zufällig ergab es sich grade noch rechtzeitig, dass wir in eine ruhige Straße umzogen, in ein kleines Haus mit großem Garten und großen Gärten drumherum - Katzen sind glücklich. Schlafen tags - auch manchmal in den Schränken - und stromern nachts herum. Ich schlafe immer noch unruhig, wegen der mannigfachen draußen lauernden Gefahren, aber ich schlafe wenigstens wieder.
Wenn’s bei euch gar nicht besser wird, hilft vielleicht auch nur, die oder den Unruhestifter in die Hände netter Leute zu geben, die ihm Freigang bieten können, auch wenn’s euch weh tut.
Viel Glück,
Eva mit Toby und Linchen
Hallöchen,
„verkloppen“ ist aber auch ein wenig gemein ausgedrückt (also ich habs so verstanden, dass Du nicht wirklich das meinst, was ich unter „verkloppen“ verstehe).
Ich weiß nun nicht, ob ich mit meiner Beobachtung richtig liege, bei uns zumindest hat es geholfen: Ich meine, Katzen tapsen dem anderen, wenn er was lassen soll, mit der Pfote vorne an die Stirn. Nicht feste, nur so ein leichtes wegschubsen. Das scheint mir so eine Art Drohgebärde zu sein „bis hier und nicht weiter und wenn du das nicht lässt, gibts einen auf den Latz“.
Ich habe das also übernommen und unserem Kater mit dem Zeigefinger auf die Stirn gestupst. Er wich daraufhin immer zurück. Dabei sah ich ihn stets gerade an. Anstarren unter Katzen heißt ja in etwa so viel wie „ich trau Dir nicht, ich lass Dich nicht aus den Augen“.
Natürlich hat er dann trotzdem wieder versucht unsere Küchenarbeitsplatte zu maltretieren. Und dann kam die Einwegspritze mit Wasser zum Einsatz. Es reichen wirklich 2-5ml und die Katze ist schneller weg, als Du gucken kannst. Davon geht kein hundert Jahre alter Parkett kaputt.
Nach einigen Malen Wasserspritzen reichte dann nur noch das Tippsen auf die Stirn und der Strenge Blick - nu wusste er ja, was passiert, wenn er sich nicht verdrückt.
Ich stelle mir das bei so vielen Baustellen im Haus nicht einfach vor, aber zumindest bei den wichtigsten Möbelstücken könnte es helfen.
M ücke
Hi
Bei meinem Kater hat’s geholfen Gegenstände nach ihm zu werfen.
Wobei ich da auch verschiedene Dinge ausprobiert habe, von mit Kugeln gefüllte Filmdöschen (die waren eher interessant als abschreckend -.-), über PET Flaschen, bis Kissen, Löffel und anderen Dingen die vom Bett aus erreichbar waren ohne das Holz der Tür zu kampunieren.
„Verkloppen“ hab ich noch nicht versucht… erstens trau ich mich das nicht und zweitens muss ich dazu ja auch noch aufstehen da die Schlafzimmertür geschlossen bleibt XD
(kann es nicht ab wenn ne Katze auf mir liegt… und die Katze lag immer halb auf meiner Schulter und der Kater auf meinen Füßen und früh fühlte ich mich dann wie vom Stein erschlagen)
PET Flaschen (z.B. die großen Wasserflaschen von Aldi) mit ein bisschen Wasser drin (für’s Gewicht) funktionierten am besten. Beim ersten Anzeichen fix gegen die Tür geschmissen und ein Pscht oder Ruhe hinterhergerufen.
Am Anfang hatte ich 3-5 Flaschen an meinem Bett stehen.
Inzwischen klappt es so gut das ich keine mehr brauch. Beim ersten Miauen oder Kratzen an meiner Tür kommt ein lautes PSCHT und Ruhe is… mindestens bis halb 7 (und da steht eh einer auf).
Und meine Katze… die kratzt zum Glück nie und miaut so leise das ich es nicht höre wenn ich im Schlaf bin. ^^
Aber ne Katze davon abbringen keinen Blödsinn zu machen wenn Frauchen abwesend ist, das klappt wohl nicht. Da muss man wirklich Alternativen bereit stellen und diese interessanter machen als die alten Objekte.
MfG
Lilly
OT: Bitte kein Teebaumöl in der Nähe von Katzen
Hilft so Katzenabwehrspray? Die Schränke mit Teebaumöl
einreiben? Den Kater an ein einsames Leben im Badezimmer
gewöhnen…?
Hallo Norah,
du hast ja schon einige gute Ratschläge bezüglich deiner Terroristenkatzen bekommen, daher wende ich
mich jetzt nur OT an dich:
Bitte KEIN Teebaumöl in der Nähe von Katzen verwenden. Es ist für Katzen sehr giftig!!!
Gruß, Maja