Hallo ihr Wissenden,
ich bechäftige mich derzeit mit dem Geld/den Einkünften der
Staufer bzw. ich versuche es. Mein Referat behandelt die
Frage, wie das Königs- und Kaisergeschlecht der Staufer aus
dem Mittelalter zu ihrem Geld kam.
Hallo!
Zu den (sizilischen) Münzen: http://mitglied.lycos.de/wpeter/hmuenz/tafel9a.htm
Zum Rest deiner Frage:
Ich hab mir mal eine alte Vorlesung von Prof.Peter Schmid (Bayer.Landesgeschichte) aus Regensburg vorgenommen und die Literaturliste durchgeschaut:
http://www.uni-regensburg.de/Fakultaeten/phil_Fak_II…
Engels, Odilo, Die Staufer, 7., verb. und erg. Aufl. (Urban-Taschenbücher 154) 1998.
Bärmann, Johannes, Die Städtegründungen Heinrichs des Löwen und die Stadtverfassung des 12. Jahrhunderts, 1961
Boshof, Egon, Königtum und Königsherrschaft im 10 und 11. Jahrhundert (Enzyklopädie deutscher Geschichte 27) 1993
Decker-Hauff, Hansmartin, Das Staufische Haus, in: Die Zeit der Staufer, Bd. 3, 1977, S. 339-374 (Übersichtstafeln in Bd. 4).
Die Zeit der Staufer. Geschichte - Kunst - Kultur (Katalog der Ausstellung Stuttgart) Bd. 3, 1977 (Aufsätze u.a. von K. Schreiner über die Staufer als Herzöge von Schwaben, H. Löwe über die Staufer als Könige und Kaiser, H. Patze über Herrschaft und Territorium der Staufer).
Fehn, Klaus, Die zentralörtlichen Funktionen früher Zentren in Altbayern. Raumbindende Umlandbeziehungen im bayerisch-österreichischen Altsiedelland von der Spätlatènezeit bis zum Ende des Hochmittelalters, 1970.
Flohrschütz, Günther, Machtgrundlagen und Herrschaftspolitik der ersten Pfalzgrafen aus dem Haus Wittelsbach, in: Wittelsbach und Bayern, Bd. I/1, 1980, S. 42-110; vgl. auch ZBLG 34 (1971) S. 85-164, 462 - 511 und Oberbayerisches Archiv 97 (1973) S. 32-339.
Bührlen, Reinhold, König Heinrich von Hohenstaufen (VII.), in: Jb. für schwäb.-fränk. Geschichte 228 (1976) S. 29-40.
Hauser, Sigrid, Staufische Lehnspolitik am Ende des 12. Jahrhunderts 1180-1197 (Europäische Hochschulschriften 3; 770) 1998.
Damit solltest Du schon mal was anfangen können…
Generell glaube ich sagen zu können - da Sizilien ja erst mit Heinrich VI. für die Staufer wichtig wird - dass die Staufer einen Großteil ihres Geld über ihre Lehen (sprich von den Ministerialen) und aus ihren Städten erwirtschafteten. Natürlich darf v.a. für die späten Staufer Friedrich II., Konrad IV. und vor allem Konradin und Manfred Sizilien nicht vernachlässigt werden, für die dürfte es tatsächlich die wichtigsten Einnahmequelle dargestellt haben. Aber auch für die waren die Besitzungen und Rechte nördlich der Alpen nicht unwichtig!
Die Städte - darauf sind in dieser Zeit fast alle Geschlechter gekommen, die heute als „die großen Geschlechter“ gelten, alle anderen haben nur als historischen Marginalien überlebt, wenn überhaupt - waren „die“ Geldmaschinen des hohen Mittelalters, neben dem Bergbau. Nicht zuletzt deshalb gründeten neben den Staufern auch die Welfen, Zähringer usw. wie die Weltmeister eine Stadt nach der anderen. Schau dir nur mal die vielen späteren Reichsstädte im Süden des Alten Reichs an: Fast alles ehemalige Stauferstädte, die die Staufer seit Barbarossa v.a. im Gebiet ihres Herzogtums Schwaben gründeten und die sich nach dem Aussterben der Staufer im sozusagen „herrenlosen“ Htm.Schwaben verselbständigen konnten, indem sie die Rolle der Staufer als Herzöge vernachlässigten und sich auf die Staufer als Könige/Kaiser beriefen - sie stellten sich selber unter die Herrschaft des Reichs.
Viel Spass beim Forschen!
Christian