Hallo Carlos,
In deinem ersten Artikel klang es so, als ob die Nichtexistenz
Gottes eine feststehende Tatsache sei. Wenn sie deiner Meinung
nach so etwas wie eine Arbeitshypothese ist, ist das was
anderes. 
Ganz ausschließen kann ich die Existenz Gottes nicht, auch wenn ich die Nichtexistenz für wahrscheinlicher halte. Also könnte man es ohne weiteres als Arbeitshypothese betrachten. Etwas als feststehende Tatsache zu betrachten halte ich für dumm und gefährlich.
Sollte die Apokalypse, laut deiner Glaubensrichtung, nicht
schon 1999 oder 2000 stattfinden?
Definitiv NEIN,… aber wen interessieren schon Details.
Ok, vielleicht habe ich mich da verhört. Mich würde schon interessieren, wann es denn soweit sein soll.
Wer sagt denn, dass es schon zu spät ist (2.Petrus 3:9).
Ich, in meinem offensichtlichen Unwissen. 
Meinst du diesen Satz?:
„3,9 Der Herr verzögert nicht die Verheißung, wie es einige für eine Verzögerung halten, sondern er ist langmütig euch gegenüber, da er nicht will, daß irgendwelche verloren gehen, sondern daß alle zur Buße kommen.“
A) Die Grundlage für moralisch-ethisches Handeln ist dann eine
Andere.
Ja, aber ich bezweifele, dass die Grundlage schlechter wäre. Moral, Ethik, Nächstenliebe, Gerechtigkeit hat für mich nichts mit Religion zu tun. Sie sind ureigene Bedürfnisse des Menschen, die uns Menschen niemand ans Herz legen musste.
B) Das menschlische Leben wird ziemlich sinnlos (meiner
Meinung nach).
Ein Leben ohne Gott/Religion ist meines Erachtens überhaupt nicht sinnlos. Der Sinn unseres Daseins besteht u.a. darin herauszufinden, woher wir kommen, uns weiter zu entwickeln, den Dingen auf den Grund zu gehen.
In diesem Sinne:
„Unser Wissen ist ein Tropfen.
Was wir nicht wissen, ist ein Ozean.
In meinem Leben war ich wie ein Kind,
das am Strand gespielt hat und Vergnügen daran fand,
hie und da einen glatteren Kiesel oder eine hübschere Muschel als üblich zu finden,
während der große Ozean der Wahrheit völlig unentdeckt vor mir lag.“
Isaac Newton
C) Es fehlt eine sichere Grundlage für Hoffnung.
Das sehe ich anders. Es gibt so viel, was uns Hoffnung geben kann, z.B. ein positives Ereignis, eine Perspektive, Freunde, Familie,…
Dazu braucht es keinen Gott.
Gruß,
Jules