Hallo Carlos,
1.) Es keine absoluten allgemein anerkannten Beweise für die
Existenz oder Nichtexistenz eines Schöpfergottes. Jede Seite
mag Indizien haben um ihre Meinung zu rechtfertigen.
Also wenn ich mir, als naturwissenschaftlich geprägter Mensch, die Indizien für oder gegen eine Existenz eines Gottes anschaue, so sprechen für mich mehr Indizien für eine Nichtexistenz.
Wenn du davon ausgehst, dass es keinen Gott gibt, ist es dein
Glauben.
Im Moment gehe ich davon aus, dass es keinen Gott gibt. Es ist aber nicht mein Glauben. Das hat definitiv nichts mit einem Glauben zu tun.
(Ich persönlich gehe davon aus, dass spätestens dann, wenn
Gott in den „letzten Tagen“ hier auf der Erde eingreift, dies
als allgemein anerkannter Beweis gewertet wird
)
Sollte die Apokalypse, laut deiner Glaubensrichtung, nicht schon 1999 oder 2000 stattfinden? Hab ich was verpasst?
Wieso sollte „er“ eigentlich noch eingreifen, wenn es sowieso schon zu spät ist?
2.) Mich persönlich hat kein schwerer Schicksalschlag zum
Glauben gebracht sondern ein längeres Befassen mit der Bibel.
Die Bibel bewirkt bei mir eher das Gegenteil.
Es stimmt, dass Schicksalschläge häufig bei Änderung der
religiösen Einstellung eine Rolle spielten. Anderseits ist es
völlig normal, dass Menschen einen Schubser brauchen um über
bestimmte Themen nachzudenken.
Dem kann ich zustimmen.
Die Stabilität von Deichen interessiert beispielsweise die
Bevölkerung nach einer Flutkatastrophe deutlich mehr als
davor.
Ja, das liegt wohl daran, dass die Bevölkerung eher in der Vergangenheit lebt als in der Zukunft und kein Auge für Notwendigkeiten hat.
3.) Welche Potentiale gehen eigentlich verloren, wenn die
Menschen nicht an einen Gott glauben? Welchen Weg
verbauen wir uns dann?
Welche Potentiale gehen denn verloren? Das würde ich auch mal gerne wissen. Mir fallen nämlich beim besten Willen keine Potentiale ein, die wir durch einen Glauben an Gott haben und ohne einen Gott nicht auch haben.
Gruß,
Jules