Noch 'ne Ansicht…
Hallo Undine und Jonas,
Darf man sich noch einmischen? 
Mag ja sein, daß bei mir eine
Bildungslücke klafft,sowas! ich bin doch hier derjenige mit
den ständigen fragen
[ich benutze die zeichenfolgegerade
im übermaß - ist das schlecht?]
Nö, warum
. Und wer viel fragt, zeigt damit doch, daß er viel wissen will, also ist das ein positives Zeichen…
aber ich bleibe dabei: Es gibt
keine allgemeingültige Definition für DAS
GUTE.
M.E. scheitert die Allgemeingültigkeit
schon an den unterschiedlichen
Wertvorstellungen der einzelnen
Religionen und / oder Kulturkreise.
Ich denke, der Begriff des Guten an sich ist schon bei allen Menschen verankert, nur in einer sehr abstrakten Art und Weise. Und in dem Moment, wo es konkreter wird, wo diese Maßstäbe nämlich an das Handeln angelegt werden müssen, legt sich die unterschiedliche Kultur, Erfahrung, Ererbung und was weiß ich sonst noch in Lagen über den abstrakten Kern und verstümmelt ihn soweit, daß man auf keine gemeinsame Basis mehr kommt. Aber die Grundlage ist nichtsdestotrotz da, denn wie sonst läßt sich erklären, daß z. B. Kindermörder in allen Kulturen und von allen Schichten geächtet werden?
Für mich wäre das 6. (?) Gebot „Du sollst
nicht ehebrechen“ so ein Punkt, den ich
niemals allgemein gelten lassen könnte,
da es sehrwohl „gute“ Gründe gibt, den
Ehepartner zum Teufel zu jagen.
Ach so, und ich dachte schon an „Du sollst nicht ehe brechen, als bis der Eimer da ist“ (nichts für ungut)…
damit bist du wieder in dem bereich,
gründe für oder gegen etwas zu haben.
wenn das thema prinzipiell für
begründungen nciht geeignet ist, weil es
keine allgemeingültigen fixpunkte, wozu
dann die argumente?
Müssen Begründungen sich an allgemeinen Fixpunkten festmachen?
selber punkt: vor gericht wird über
totschlag, notwehr, mord etc
argumentiert, und fundamentalisten
rechtfertigen ihr tun. wieso, wenn das
argumentativ ohnehin nicht erfassbar ist?
Vor Gericht wird in einem völlig anderen Sinne argumentiert: es geht dort weder um Moral noch um Ethik noch um Gerechtigkeit (keine Polemik, sondern schlichter Fakt), sondern einzig und allein um die juristische Bewertung einer Tat. Alle anderen Punkte müssen woanders diskutiert werden (z.B. in der Gesetzgebung). Also hat diese Argumentation nichts mit ethischen Wertungen zu tun.
Und die Rechtfertigung der Fanatiker ist auch sehr viel grundsätzlicher: jeder, der etwas tut, findet das richtig (in der Regel, ich meine jetzt nicht Fehler, die man bereut oder so, sondern bewußt und bei klarem Bewußtsein vollzogene Taten). Und da kein Mensch vor anderen als jemand dastehen möchte, der eine Tat einfach nur so, ohne Grund, gemacht hat, rechtfertigt man sich halt, wenn die eigenen Motive angezweifelt werden. Schließlich ist jeder davon überzeugt, richtig zu handeln (im Wesentlichen).
bloß, um die eigene position in den
status das absoluten zu erheben? ein
argument ist entweder richtig oder
falsch,
Nein. Argumente sind weder richtig noch falsch. Sie können sinnvoll oder sinnlos sein, angemessen oder unangemessen, hinreichend oder nicht hinreichend. Aber nicht richtig oder falsch, denn in der Regel sind sie nicht verifizierbar oder falsifizierbar (klingt jetzt abgehoben, aber die deutschen Ausdrücke sind immer länger).
logisch heißt aber doch: unabhängig von
allen voraussetzungen.
Es gibt immer irgendwelche Voraussetzungen. Ich würde logisch hier mit „nachvollziehbar“ oder „einleuchtend“ umschreiben. Korrigiere mich, wenn Du das nicht meintest, Undine…
oder meinst du:
logisch im rahmen der begrenzten logik
eines kulturellen rahmens, der wichtiger
als die logische begründbarkeit ist?
Trifft die Sache wohl eher, aber ich hab’s in der noch engeren Bedeutung verstanden, die ich oben geschrieben habe.
machs gut
machs besser
)
*nachsteigerungsmöglichkeitensuch*
mit den besten wünschen! (hihi, jetzt
kommst du in die bredouille!
Na dann: Mit den allerbesten Grüßen,
Kubi
)