Das haben wir jetzt davon

wobei die weltweit einzigen, die am zentralen Punkt der ganzen Problematik angesetzt haben, der darin besteht, dass wir mit demnächst zehn Milliarden Menschen eine Erde bevölkern, die für ungefähr eine Milliarde tauglich wäre (da ist die Fläche versteckt, die nicht nur für eine vernünftige Wasserwirtschaft nötig wäre), bzw. in Deutschland mit über 80 Mio in einem Land, das für ungefähr 20 geeignet wäre, damit bemerkenswert wenig Propaganda gemacht haben: Die VR China hat mit nur einer Generation staatlich verordneter Ein-Kind-Familien den Knackpunkt in den Griff gekriegt - inzwischen sorgt der bescheidene Wohlstand, der damit auch erreicht wurde, so wie überall (wo man das zulässt und nicht Kinderkriegen vaille que vaille propagiert und subventioniert) für einen Rückgang der Geburtenrate..

Gleichzeitig machen „wir“ in Europa auch in diesem Punkt weiter wie schon seit über hundert Jahren, obwohl es schon lange nicht mehr wichtig ist, Fabrikarbeiter und Infanteristen in Serie zu produzieren - allen voran Deutschland mit der Subventionierung des Kinderkriegens durch Kindergeld und vor allem Frankreich, wo diese Subventionierung absurde Ausmaße hat.

Schade drum - es hätte doch eigentlich so schön werden können auf der Erde…

Schöne Grüße

MM

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Du böser Linker, willst unseren schönen Kapitalismus kaputt reden.

(Wo steht eigentlich, dass das aktuelle System das allein seligmachende ist?)

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Der Keynesianismus ist zur Verfassung unserer Wirtschaftspolitiker der letzten Jahrzehnte geworden, obwohl jeder, der mit Exponentialfunktionen rechnen kann, kapieren müsste, dass das langfristig nicht funktionieren kann. Wenn dieses Wachstum auch noch durch Zerstörung der Umwelt, Quälen von Tieren (Massentierhaltung, Transporte usw.), Ausbeutung von anderen Ländern und wenn das alles nicht mehr fruchtet, Kriege führen, Zustande kommt, ist der Kapitalismus - zumindest in dieser Qualität - durchaus zu hinterfragen.

Wenn das schon links ist, dann ja

Grüße

Gollum

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Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland, Artikel 0:
In der Bundesrepublik Deutschland ist der Kapitalismus das immer und alleinige Wirtschaftssystem. Soziale oder gar sozialistische Gedanken sind verboten. Alle anderen Artikel dieses Grundgesetzes und darauf aufbauender Gesetze haben sich diesem Artikel 0 zu unterwerfen. Sollte ein anderer Artikel des Grundgesetzes, eines Gesetzes oder Teile davon gegen Artikel 0 verstoßen, ist er nicht zu beachten und in der Folge auszutauschen.

In der Online- und der Druckausgabe ist dieser Artikel nicht zu finden. Gerhard Müller vom Amtsblatt kann eine alleinstehende Null nicht ausstehen und hat ihn daher über ausgeblendet bzw. nicht mitdrucken lassen. Lediglich in der blauen, golgeschnittenen Sonderausgabe für Neubürgen von 1990 ist der aufgeführt, weil diese Ausgabe von Peter Maier in Leipzig verantwortet wurde, der davon keine Ahnung hatte.

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Das ist es ja. Der Mensch kann nicht mit Exponentielfunktionen umgehen. Rechnen schon, aber nicht begreifen. Deshalb vertun sich auch so viele bei Zins und Zinseszins. Der Mensch ist in seiner Evolution auf lineares Denken programmiert.
Bestes Beispiel, das Reiskorn auf dem Schachbrett.

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Nein, ist er nicht. Der Keyenesianismus sieht - genau wie das Wachstumsgesetz aus den 60ern - vor, dass der Staat in schlechten Zeiten Geld ausgibt, um Konsum und Investitionen zu fördern, und in schlechten Zeiten spart bzw. die zuvor verballerte Kohle bspw. über Steuern wieder reinholt.

Letzteres hat man in den 60ern mal versucht, aber seit den glorreichen 70ern irgendwie vergessen.

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und halbwegs konsequent durchgeführt wurde die Rückzahlung der zum Wiederankurbeln der lahmenden Wirtschaft aufgenommenen Schulden eigentlich nur ein einziges Mal, nach Roosevelt’s „New Deal“, der zwar „keynesianische“ Elemente enthielt, aber John Maynard Keynes nicht besonders gut gefiel.

Schöne Grüße

MM

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Hallo!

Ich glaube, da ist Dir ein Fehler unterlaufen, habe aber verstanden, was Du meintest.

Ich meinte den Aspekt des Wirtschaftswachstums - ich bin kein Volkswirt - von mindestens 2%. Und wenn wenn wir heuer nur 1% schaffen, dann müssen wir halt nächstes Jahr 4% schaffen, hat in den 70ern noch phasenweise funktioniert, aber dann kamen der Ausbau des Sozialsystems und die Tatsache, dass Rohstoffe nicht unendlich zur Verfügung stehen, dazu.

Geld arbeitet nicht.

Das hat mit Keynes nichts zu tun. Keynes meinte, dass der Staat Nachfragedellen durch Ausgaben abfedern soll und die daraus resultierenden Defizite in den folgenden Boomphasen wieder auszugleichen sollte.

Keynes Theorie hat gute Elemente, ist aber vor dem Hintergrund seiner Zeit zu sehen (Weltwirtschaftskrise) und hat erhebliche Schwächen/Fehler. Eine Schwäche ist, dass der Staat als Subjekt nicht existiert, sondern wir von Politikern regiert werden, die wiedergewählt werden wollen und da ist es nicht hilfreich, den Leuten etwas abzunehmen. Der zweite Fehler offenbarte sich in den 70ern, denn da passierte anlässlich der Ölkrise etwas, dass es im keyensianischen Modell nicht geben durfte: Stagnation und Inflation.

Kurz: der Keynesianiamus ist schon vor langer Zeit wissenschaftlich verworfen worden und noch viel länger ist es her, dass die Politik den zweiten Teil seines Ansatzes verworfen hat.

Ich meine, man hätte nach Verabschiedung des Wachstums- und Stabilitätsgesetzes ein paar Jahre in den 60ern ernsthaft keine Schulden gemacht, aber so ungefähr zeitgleich mit Schmidts dämlichster Aussage über Inflation und Arbeitslosigkeit hat sich der deutsche Staat für mal locker 10 Jahre von glaubwürdiger und zielführender Wirtschaftspolitik verabschiedet. Im Grunde ist es nur der Bundesbank zu verdanken, dass wir in den 70ern und frühen 80ern nicht in die nächste große Inflation abgerutscht sind.

Man fragt sich ja vereinzelt bis heute, wie Menschen damals bei Zinssätzen von rd. 10% überhaupt Immobilien erwerben konnten.

Grüße
Christian

dann hatte ich ja nicht unrecht, wenn ich das richtig verstehe?

Servus,

für die berühmten Einfamilienhäuslein spielte eine Kombination zweier hübsch kaschierter Subventionswege eine Rolle - einmal die Bausparverträge - ich weiß nicht, wie die Bausparkassen das machten, im Vergleich so magere Spar- und so günstige Darlehenszinsen anzubieten, aber es klingt schon stark nach öffentlicher Hand - und begleitend auch die „Förderung des Wohneigentums“ zuerst mit § 7b, später mit § 10e EStG.

Schöne Grüße

MM

Mir ist unklar, auf welcher Grundlage Du zu dieser Schlussfolgerung kommst. Tatsache ist, dass das letzte Mal vor ungefähr 60 Jahren in Deutschland eine Wirtschaftspolitik betrieben wurde, die mit Keynes Theorien in Einklang zu bringen ist und diese sich auch nicht darauf beschränken, dass ein Wirtschaftswachstum in einer gewissen Höhe zu erzielen ist.