Das haben wir jetzt davon

Waldbrände: Lage in Frankreich und Spanien verschärft sich weiter Waldbrände: Lage in Frankreich und Spanien verschärft sich weiter

…aber das ist ja noch in ferner Zukunft und weit weg.:innocent: Achja, die Insekten sterben auch neuerdings

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Ja, die jährlichen Waldbrände, die immer überraschend auftauchen, Griechenland, Portugal und Kalifornien waren noch nicht dran.

Seit Jahrzehnten jedes Jahr dasselbe und immer sind alle überrascht.

Mit der Bodenversiegelung ist es ebenso: Alle wissen, dass man damit längst aufhören sollte und trotzdem wird munter weiter umgewidmet und ein Wohnblock neben dem nächsten aufgestellt, weil die Kapitalträger ja ihr Geld irgendwo gewinnbringend parken müssen.

Die Ölindustrie hat die Politik fest im Griff, wie sagte der ehemalige österreichische Bundeskanzler Kurz einmal: “Umweltschutz ja, aber er muss wirtschaftlich verträglich sein”, ergo verzichten wir auf Umweltschutz, wenn die Wirtschaft darunter leiden würde.

Ich glaube, wenn die Menschen aussterben, wird der Erde nichts fehlen.

Grüße

Gollum

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Wisst ihr noch, wie früher unsere Autos nach einer Fahrt auf der Autobahn ausgesehen haben…

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Ich glaube, ich habe letztens während einer 700 km Fahrt den letzten Brummer erlegt. Was anderes klebte nicht auf der Frontscheibe.

Ja, die Dinger werden nur zum Zwecke der Bodenversiegelung gebaut.

Vielleicht liegt’s an der Gegend. Ich bin gestern Mittag 230 km von Berlin gen Norden gefahren und nach Sonnenuntergang wieder zurück. Nach der Ankunft war erstmal ein Reinigung angesagt. Auf der Rücktour überlegte ich, eine Pause zu machen, um die Scheiben zu reinigen. Die Überreste getöteter Insekten nahmen inzwischen einen beängstigenden Platz auf der Scheibe ein. Es scheint so, als wäre im Nordosten der Republik noch einiges mehr in Ordnung als im Rest.

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Ja, war noch nachdem ich den FS gemacht hatte öfters im Weinviertel. Zweimal zur Tankstelle Scheiben waschen war die normale Routine. Heute ist da garnix mehr.

Nicht nur, aber dass dieser Effekt auch eintritt, ist wohl unbestreitbar. Und dass dies nicht selten fruchtbares Ackerland war, ist auch eine Tatsache. Wir vernichten immer mehr CO2-Vernichter und Flächen, die Wasser aufnehmen könnten und wundern uns über Treibhauseffekt und Hochwasser.

War das, bevor die bösen Windräder alle Insekten getötet haben?

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Ich dachte das wären die chemtrails…?

Treffen sich zwei Planeten. Fragt der eine: „Wie geht’s dir?“
Der andere antwortet: „Schlecht, ich habe Mensch.“
„Das tut mir leid - aber mach dir keine Sorgen, das erledigt sich selbst.“

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Der Witz ist schon zwei oder drei Jahrzehnte alt - hat aber leider nichts von seiner Aktualität verloren.

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Wobei da die berühmten „versiegelten Flächen“ ungefähr die Rolle vom Dreck unterm Daumennagel spielen. Vergleiche schlicht mal ein Neubaugebiet mit zehn Hektar Fläche mit einem landwirtschaftlichen Betrieb mit achtzig Hektar und zähle die landwirtschaftlichen Betriebe und die Neubaugebiete in Deiner Umgebung.

Der schnelle und häufig zerstörerische Abfluss von Starkregen kommt keineswegs von Neubaugebieten und geteerten Straßen, sondern vom systematischen Umbau aller Gewässer einschließlich Vorfluter seit knapp zweihundert Jahren nach dem Prinzip, jeden Tropfen Niederschlagswasser nach Art einer Wasserspülung so zügig wie möglich ins Meer zu bringen. Das einzige Nützliche, was bei dieser Maxime im Wasserbau herausgekommen ist, war die Tulla-Begradigung des Oberrheins, alles andere hat nur geschadet.

Um hier zu einer vernünftigen Struktur der Gewässer zu kommen - soweit das überhaupt noch möglich ist - genügen ein paar „wiedervernässte“ Vorzeige-Moore nicht. Da muss man Leute ranlassen und keine Abziehbilder.

Aber vorerst nottelt man halt weiter wie gehabt. Für den Wiederaufbau zerstörter oder beschädigter Gebäude im Ahrtal gab es Zuschüsse der öffentlichen Hand nur dann, wenn das Gebäude exakt an dem Ort wieder aufgebaut wurde, an dem es gestanden hatte. Merkste was?

MM

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Hallo!

Ich kenne mich zu wenig aus, so dass ich über die Größenordnung wenig sagen kann. Wenn Du meinst, dass wir weiter bauen sollten, was das Zeug hält und bloß unsere Gewässer rückregulieren müssen, kommt mir das aber sehr unwahrscheinlich vor.

Grüße

Gollum

Wo genau, meinst Du, hat @Aprilfisch das geschrieben?

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Genaugenommen schrieb Aprilfrisch, dass die Bodenversiegelungen Peanuts seien im Vergleich zur Gewässerregulierung.

Genau genommen, ist diese Aussage

daher auch frei erfunden. Flächenversiegelungen ist nicht gut, aber eben auch nicht das große Problem. Hier treten mit schöner Regelmäßigkeit Überflutungen nicht wegen, sondern in den Neubaugebieten auf, weil man die in einen Hang unterhalb großer Ackerflächen gebaut hat. Wenn der Boden schön ausgetrocknet ist, läuft das Wasser bei Unwetterlagen direkt in die Wohnhäuser. Da ist dann aber nicht die Bodenversiegelung die Ursache, sondern die schiere Existenz des Wohngebietes bzw. dessen bescheuerte Anlage.

Auch an der Ahr und den zeitgleich stattfindenden (aber in den Medien weitgehend untergegangenen) Überflutungen in Düsseldorf, im Bergischen Land, in Westfalen und an der Erft war nicht die Versiegelung das Thema, sondern der Umstand, dass das Vorhandensein von Siedlungen mit der Topografie und der Niederschlagsmenge nicht in Einklang zu bringen war.

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Interessant finde ich in diesem Zusammenhang, was man da von unserer allerneuesten „Task Force“ hört:

Ganz einfach - Du musst nur den Rhein an einigen Stellen tiefer ausbaggern bzw. freisprengen, dann geht das alles wieder ganz prima.

Zu Deutsch:

Am besten, wir machen weiter wie die letzten dreihundert Jahre, dann brauchen wir keine Einfälle. Dass dadurch der Rhein noch schneller in die Nordsee fließt und damit noch viel anfälliger für Niedrigwasser wird, spielt keine Rolle. Hauptsache, wir machen irgendwas - ob es nützt oder schadet, spielt keine Rolle…

Und diese Hirnis wundern sich noch, dass die Leute aus purer Verzweiflung den noch viel größeren Scheißhaufen wählen.

Glück auf!

MM

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Dazu braucht man drei Dinge: Fläche, Fläche, Fläche. Das kann schwer werden. Ist was für Profis.

Wir werden uns IMHO ohnehin nur retten können, wenn wir an verschiedenen Hebeln ansetzen, die Gewässerrückregulierung ist wahrscheinlich eine davon, diese alleine bringt nichts oder nur sehr wenig.

Aber wer will schon auf sein Auto verzichten? Das Haus im Grünen? Die Flugreise in die DomRep? Die tägliche Fleischration? Und die Avocados aus Brasilien müssen schon auch sein. Zuerst müssen einmal die anderen……

Und dann gibt es noch einen ganz wichtigen Aspekt: An der Umweltzerstörung verdienen viele Leute sehr viel Geld und die finanzieren die Wahlkämpfe unserer Politiker. Es will sich mir nicht erschließen, worin der Unterschied zwischen Parteienfinanzierung und Bestechung liegt.

Und jede Zäsur hat zur Folge, dass irgendjemand nicht (mehr) davon profitiert und diejenigen machen dann Reklame für die eigenen Ideen.

Ein Wirtschaftssystem, das nur funktioniert, wenn man mehr als im Vorjahr “geleistet” hat, oder ein Sozialsystem das darauf beruht, dass immer mehr Menschen geboren werden, muss irgendwann kollabieren.

Und selbst wenn sich ganz Europa an die Vorgaben halten würde, wäre das für die Erde noch lange nicht genug. Und auch wenn sich jetzt alle Menschen daran halten würden, weiß man nicht wie lange es dauern würde bis sich alles wieder “normalisiert”. Die, die das ohnehin nicht mehr erleben werden und vielleicht keine Kinder haben, sehen Einschränkungen anders als die, die noch eine Zukunft vor sich haben.

Liebe Grüße

Gollum

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