WARUM ist WELCHES Eigentum WO heilig?
Was ist Eigentum, wie ist es (als solches) entstanden, und warum hat es in vielen menschlichen Kulturen der Geschichte den Charakter eines „heiligen“?
Und was bedeutet eigentlich `heilig´ (im ursprünglichen Sinne)?
Fragen, LIEBE GEMEINDE, die genauso in ein Ökonomie- und das Philosophie- und/oder Geschichte[n]brett gehören, aber i.m.i.o. doch in erster Linie, wegen der „Heiligkeit“, im ReliEthikbrett zuhause sind.
Hat jemand eine Idee, wieso in sovielen menschlichen (und auch tierischen?) Kulturen das (Kollektiv- und insvesondere das Privat-)Eigentum einen solcherart „heiligen“ Charakter (gehabt) hat, und was eigentlich „heilig“ in diesem Zusammenhang und allgemein bedeutet?
Aus meiner rrrevolutionären Studentenzeit kann ich mich erinnern, wie Marx und Engels eiligst gegen philosophische „Vertreter des heiligen Eigentums“ zu Felde gezogen sind (Stirner? Kraus? weiß nicht mehr)
Hatte glaubich auch was mit der „Deutschen Ideologie“ zu tun.
Die Frage kam mir in Erinnerung an Gunmar Heinsohns Theorie zur Entstehung des Zinses der Schuld[en] und des Geldes als Medium deren Abtragung (als Resultat bzw. Ausgleich einer beim Verleih/Verpacht verloren gehenden „Liquiditätsprämie“ - die ich leider noch nie ganz verstanden habe), die ja das sogenannte „Tauschparadigma“ als Erklärung für die Entstehung einer "universellen Ware als Tauschmittel: das Gold/Geld zumindest „arg infrage stellt“. Was ist nun an privatem produktiven oder auch unproduktivem Eigentum
„tatsächlich“ heilig, über die Maxime „unser Handwerk ist uns heilig“ und die innungsmäßigen Werte hinaus?
(Es ist doch ein Unterschied, ob etwas „von Natur“ heiligen Charakter hat -klar, FÜR UNS (Menschen), aber FÜR wen sonst?- oder ob es (aus Standesehre) hoch(heilig) gehalten wird. Tatsächlich ergänzt sich ja beides.
Persönlich möchte ich gerne hinzufügen, daß die Tatsache, daß ich kein Christ (und auch nix anderes, außer manchmal etwas abergläubisch) bin, nicht bedeutet, daß mir nichts mehr heilig ist. Im Gegenteil!
Allerdings habe ich etwas Angst davor, daß „heilig sein“ in Bälde wieder in/modern sei.
Zum Abschluß noch einmal meine Frage:
Worin besteht (wenn er besteht) der „heilige Chartakter von Eigentum“?
Ich bitte zunächst einmal um zahlreiche Beteiligung (auch und gerade von eher `profanen´ Zeitgenossen), vielerlei einfache Erzählungen/Berichte, nicht so sehr viel fertige (philosophische) Konzepte, im Vordergrund mehr: „mein Eigentum und ich, eine Erzählung“ und bin dankbar für möglichst viel „Erzählungen“.
Lieber Krüsse, Moinmoin, Manni
. Konnte ja auc mal im Tempel wüten wie weiland Klaus Kinski, der ihn auf der Bühne nachmachte.