Das 'heilige Eigentum'

WARUM ist WELCHES Eigentum WO heilig?

Was ist Eigentum, wie ist es (als solches) entstanden, und warum hat es in vielen menschlichen Kulturen der Geschichte den Charakter eines „heiligen“?
Und was bedeutet eigentlich `heilig´ (im ursprünglichen Sinne)?
Fragen, LIEBE GEMEINDE, die genauso in ein Ökonomie- und das Philosophie- und/oder Geschichte[n]brett gehören, aber i.m.i.o. doch in erster Linie, wegen der „Heiligkeit“, im ReliEthikbrett zuhause sind.

Hat jemand eine Idee, wieso in sovielen menschlichen (und auch tierischen?) Kulturen das (Kollektiv- und insvesondere das Privat-)Eigentum einen solcherart „heiligen“ Charakter (gehabt) hat, und was eigentlich „heilig“ in diesem Zusammenhang und allgemein bedeutet?
Aus meiner rrrevolutionären Studentenzeit kann ich mich erinnern, wie Marx und Engels eiligst gegen philosophische „Vertreter des heiligen Eigentums“ zu Felde gezogen sind (Stirner? Kraus? weiß nicht mehr)
Hatte glaubich auch was mit der „Deutschen Ideologie“ zu tun.
Die Frage kam mir in Erinnerung an Gunmar Heinsohns Theorie zur Entstehung des Zinses der Schuld[en] und des Geldes als Medium deren Abtragung (als Resultat bzw. Ausgleich einer beim Verleih/Verpacht verloren gehenden „Liquiditätsprämie“ - die ich leider noch nie ganz verstanden habe), die ja das sogenannte „Tauschparadigma“ als Erklärung für die Entstehung einer "universellen Ware als Tauschmittel: das Gold/Geld zumindest „arg infrage stellt“. Was ist nun an privatem produktiven oder auch unproduktivem Eigentum
„tatsächlich“ heilig, über die Maxime „unser Handwerk ist uns heilig“ und die innungsmäßigen Werte hinaus?
(Es ist doch ein Unterschied, ob etwas „von Natur“ heiligen Charakter hat -klar, FÜR UNS (Menschen), aber FÜR wen sonst?- oder ob es (aus Standesehre) hoch(heilig) gehalten wird. Tatsächlich ergänzt sich ja beides.
Persönlich möchte ich gerne hinzufügen, daß die Tatsache, daß ich kein Christ (und auch nix anderes, außer manchmal etwas abergläubisch) bin, nicht bedeutet, daß mir nichts mehr heilig ist. Im Gegenteil!
Allerdings habe ich etwas Angst davor, daß „heilig sein“ in Bälde wieder in/modern sei.
Zum Abschluß noch einmal meine Frage:
Worin besteht (wenn er besteht) der „heilige Chartakter von Eigentum“?
Ich bitte zunächst einmal um zahlreiche Beteiligung (auch und gerade von eher `profanen´ Zeitgenossen), vielerlei einfache Erzählungen/Berichte, nicht so sehr viel fertige (philosophische) Konzepte, im Vordergrund mehr: „mein Eigentum und ich, eine Erzählung“ und bin dankbar für möglichst viel „Erzählungen“.
Lieber Krüsse, Moinmoin, Manni

Das Recht auf Eigentum, kann nur von einer Gesellschaft garantiert werden, um eine gewisse Ordnung aufrechtzuerhalten. Sonst würde es schnell Mord und Totschlag geben, - nämlich das Recht des Stärkeren.

Philosophisch gesehen, ist alles Eigentum eine Leihgabe und sollte als solches gesehen werden.

Eine Synthese zwischen den Beiden zu finden, ist halt die Kunst über die Philosophen und sonstige kluge Köpfe sich den Kopf zerbrochen haben.

gruß
rolf

Mein Gott: Eigentum und ‚Recht auf‘
Lieber Rolf, danke für die Billigung und Antwort auf meine Frage. Ich fargte allerdings nicht nach „dem Recht auf Eigentum“, sondern nach dem „Eigentum“ selber, was sich natürlich vom sozialen Hauptgesichtspunkt nicht unterscheidet, oder noch weniger.
„Verfügungs-“ ist es doch IMMER nur „-mitgewalt“.
Meine Frage zielt (glaube ich!) in 2 „Richtungen“:

  1. was ist „heilig“, eben aber mehr als daß wir ALLE oder nur ICH ALLeine etwas sehr wertschätze[n].
  2. Was ist eigen´ am Eigentum. Aber eben auch mehr´ als daß es nicht ANDEREN (mir/uns Fremden) EIGEN ist.
    Ich will damit meiner Vermutung (und eigenen Erfahrung) Ausdruck geben, daß Eigentum´ auch immer etwas Magisches´, Zauberhaftes an sich hat und mehr zu sein scheint als bloße Zugehörigkeit.
    Ganz banal deutlich wird das ja, wemman von seinem „eigenen Fleisch und Blut“ spricht, oder in meinen, Dildas Worten, von meinem „eigenen Blei und Flutsch“.
    Natürlich war und ist „heiliges Eigentum“ auch immer ein Anspruch, eine Proklamation, der/die gesellschaftlich garantiert werden kann.
    Aber, „mein Gott“: inwiedern ist es „MEINER“.
    Und „mein Fußballclub“ (okay, als Rucksachbremer neige ich auch auf Werder)
    Und was ist zum Bleistift mit Robinson (mit fehlenden 9):
    War Freitag sein „Eigentum“? Und er Freitag seines?
    Okay, eine nicht sehr tiefe Frage, philosophisch und aktuell. Aber zB doch ein sehr praktischer im Irak"konflikt", und was die Welt-Ölvorräte betrifft.
    Natürlich ganz besonders „hohl“ klingt die Frage, ob Robinsons selbstgebauter Herd sein „Eigentum“ ist.
    Und wie sich das ändern TUT, hat er sich erstmal ehegelicht. Bevor da ein Schiff ankommt mit „Laaaaand in Sicht!“.
    Aber: mir kommt es eigentlich hauptsächlich auf Erzählungen an, von mir zum Beispiel über mein Verhältnis zu meiner Micky-Maus-Hefte Sammlung als Junge. Und das zu meinen Gedichten und „spots“, die sich im Laufe der Jahre angehoift haben. Und das (auch als Junge) zu `meinen´ beiden Katzen. Briefmarkensammlung habe ich keine, aber eine kleine Münzensammlung.
    Sind doch auch „Eigentum“, oder? NUR formaler Besitz-Eigentum?
    Die MM-Hefte Sammlung war mir SEHR Heilig! Nur zu Nikolaus waren wir es immer sehr eilig habend…
    Habe ich mich etwas verständlich gemacht?
    Ich erbitte „Eigentumsberichte“.
    Über so eine Art „Wachsen“ (bzw. Schrumpfen) mit dem „Eigenen Tum“.
    Zum Bleistift auch in Bezug auf
    „du Mein Engel, ich liebe dir!“
    (will sagen: AkkuDatief!)
    Selbstverständlich gehört „Mundraub“ einer ganz anderen Kategorie an.
    Denn alleine schon: was habe ich von dem Fraß, wenns erstmal verdaut ist?!
    Pst: sind Küsse eigentlich Mundraub? In welchem Falle?
    Serien wir doch ehrlich: oft ersehnen wir uns diese Art „Vergewaltigung“. Aber von der/m RICHTIGEN!
    Pardon, nochen letzter Aspeckt:
    „Mein Bauch gehört mir!“ war (?) eine hauptparole der Emmas.
    Ich bestreite das (habs aber mangels Potenz) nie eingeklagt.
    Aber hier wird umsomehr deutlich, wie Eigentum mit Verantwortung (und deren hoifier -losigkeit) verbunden ist.
    Rabäääää!!! wann kriege ich endlich meinen Kinderwhisky!
    Lieber Krüsse, Moin, Manni

WARUM ist WELCHES Eigentum WO heilig?

Schalom Kurt

> h e i l i g >> abgesondert als/zum EIGENTUM GOTTES

> h e i l i g >> abgesondert als/zum EIGENTUM GOTTES

Hallo Rolf(2)

Heilig leitet sich von Heil ab und kann somit nur ein
ur-germanisches Wort sein. Ich weiß nicht, wie Du auf den
hebräischen Ursprung kommst.
gruß
rolf (1)

Schalom Rolf(1)

Ich denke, dass kurt uns nicht aneinander vorbeireden lassen wollte.
(denn er fragt mich öfters über hebräische Wurzeln)
also:
Das hebräische Wort (HEILIG) ist schon etwas älter als das germanische.

Aber egal: wenn man das hebräische Wort ins Deutsche übersetzen will,
was nun mal seit Jahrhunderten passiert, muss man das Wort HEILIG, ob man will oder nicht dazu benutzen. (egal in welcher Abwandlung)

Es mag zwar sein, dass,(wie auch bei anderen Übersetzungen) das deutsche Wort nicht ganz den Sinn des hebräischen Sinnes trifft.
Deshalb schrieb ich die tiefere Bedeutung:
>>> abgesondert zum EIGENTUM GOTTES

(Es ist doch ein Unterschied, ob etwas „von Natur“ heiligen
Charakter hat -klar, FÜR UNS (Menschen), aber FÜR wen sonst?-
oder ob es (aus Standesehre) hoch(heilig) gehalten wird.

Ich sehe da keinen wirklichen Unterschied, Manni. Freud hat ja damals schin zu bedenken gegeben, dass ein wesentliches Intrument des menschlichen Aggressionstriebes sich im BESITZ von Dingen manifestiert. Man könnte es wahrscheinlich auch über die „libidinöse Besetzung von Dingen“ erklären. Ob etwas davon als „heilig“ empfunden wird, entscheidet die Kultur und die Zeit.
Gruß, Branden

Meine Frage zielt (glaube ich!) in 2 „Richtungen“:

  1. was ist „heilig“, eben aber mehr als daß wir ALLE oder nur
    ICH ALLeine etwas sehr wertschätze[n].

Das hängt von der Art der Beziehung ab, die wir gegenüber einem Objekt haben, individuell sowie auch kollektiv.

  1. Was ist eigen´ am Eigentum. Aber eben auch mehr´ als daß
    es nicht ANDEREN (mir/uns Fremden) EIGEN ist.
    Ich will damit meiner Vermutung (und eigenen Erfahrung)
    Ausdruck geben, daß Eigentum´ auch immer etwas Magisches´,
    Zauberhaftes an sich hat und mehr zu sein scheint als bloße
    Zugehörigkeit.

Natürlich. Aus spiritueller Sicht liegt in jedem Gegenstand, ob belebt oder unbelebt, die Göttliche Gegenwart. Wenn die persönliche Erfahrung sich darauf bezieht, kann sich durchaus so etwas wie eine mystisch-magische Beziehung zu einem Objekt aufbauen.

gruß
rolf

Was ist Eigentum, wie ist es (als solches) entstanden, und
warum hat es in vielen menschlichen Kulturen der Geschichte
den Charakter eines „heiligen“?

Und was bedeutet eigentlich `heilig´ (im ursprünglichen
Sinne)?

Hat jemand eine Idee, wieso in sovielen menschlichen (und auch
tierischen?) Kulturen das (Kollektiv- und insvesondere das
Privat-)Eigentum einen solcherart „heiligen“ Charakter
(gehabt) hat, und was eigentlich „heilig“ in diesem
Zusammenhang und allgemein bedeutet?

Shalom Rolf (1) und Rolf (2),

tja, ich bin offensichtlich wie der Flaschengeist - kaum gerufen, ist er schon da!

Über den jüdischen Ursprung des K-D-Sch hat ja Rolf (ist er jetzt 1 oder 2? - schon Auskunft gegeben. Die christliche Sicht - mindestens die neutestamentliche - unterscheidet sich davon nicht wesentlich. Die „Heiligen“ sind nicht besonders gute, moralisch unanfechtbare oder sündlose Menschen, sondern solche, sie sich zum HERRN bekennen und sein Eigentum sind. Das hat sich im Lauf der Geschichte, der jüdischen wie der christlichen, auch auf Gegenstände und Grundstücke ausgedehnt: Rolf Schroth kann bestimmt über das „Korban“ Auskunft geben; der Tempel in Jerusalem war derart heilig, daß es genau abgegrenzte Bezirke unterschiedlicher Qualität gab: Heidenvorhof, Männerhof, Priestervorhof und das Allerheiligste, das der Hohepriester nur einmal im Jahr betrat.

Aber nun zum Eigentum: wenn mich meine Erinnerung und meine Litarturkenntnis nicht täuschen, entstand das individuelle Eigentum - und über das reden wir jetzt mal, ja? - erst im Lauf der jüngeren Steinzeit, so gegen 7000 bis 6000 v. Chr (Ich bleibe jetzt mal bei dieser Schreibweise, trotz Deiner Anfrage im Geschichtsforum), und zwar wohl im Zuge des Übergangs von der matriarchalischen zur patriarchalischen Gesellschaftsform. Selbstverständlich war jeder Mann darauf versessen, SEIN Eigentum zu behalten; das fängt ja schon bei den Kindern an (Auch da kann Rolf sicher noch Auskunft geben: ein Jude gilt als Jude, wenn seine Mutter Jüdin war; der Vater ist egal.) Und wie kann man ein Eigentum besser sichern als dadurch, daß man ihm die Qualität des Heiligen gibt?

Die Heiligkeit des Eigentums ist jetzt allerdings eine uneigentliche geworden, denn was einem gehört, gehört ja ihm und nicht Gott. Ich vermute da soziokulturelle Atavismen, aber das möchte ich jetzt nicht vertiefen.

Eine „schöne“ Verbindung von patriarchalem Denken und Qualifizierung zum Heiligen findest Du in Johannes 10, und da besonders in den vv 27f: „Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir. Und ich gebe ihnen das ewige Leben, und sie werden in Ewigkeit nicht umkommen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen.“

By the way: Deine Artikel würden an Lesbarkeit gewinnen und die Antwort auf darin verborgene Fragen wäre leichter, wenn Du nicht sämtliche Assoziationen, die Dir durchs Hirn schießen, auch gleich niederschreiben würdest. Zu dem Behufe haben uns unsere Deutschlehrer - was für einen hattest Du eigentlich? - beigebracht, erst einmal Gedanken und Stoff zu sammeln, dann eine Gliederung zu machen und endlich den Aufsatz zu schreiben. Bei Schritt 1 und spätestens bei Schritt 2 haben wir - wenigstens wir - untaugliche Gedanken gestrichen. Sowas übt unheimlich!

Shalom Kurt - Rolf (3)

Das Freudsche ‚Wier‘ in uns. Und’Sie’(…he unten)
Hallo, cara Rolfería *g*, ich möchte, anläßlich des Stichwortes „abgesondert“ in Zshang mit heilig´ nur einen kleinen Bezug zu Paradies´anfügen. Das Paradies, als Garten Eden´ hatte ich mir (als nicht christliche bewandernder) "immer als Garten für alle" vorgestellt, wo nur Adam und Eve raus vertrieben worden sind (und damit dann erst ALLE). Aber zum Partikel par/per-´fand ich gerade erst, was ich in einem anderen thread gleiuch an die Glocke gehängt habe:

Titel: perforierte Wasser
Brett: Geschichte
Autor/-in: kurt
Datum: 3.1.2005 01:49 Uhr

Ihr liebe Gemeinde, lieber Rolf, "Paradies~-„Persepolis“: so kann einem und auch mir aim das passieren: Irgendwo in meiner gegenwärtig mal wieder trifältigen Literatur (davon 2 zur griech. Mythologie, ein mathematisches) hatte ich auch für mich erstaunliches über einstmals fruchtbares, gut bewässertes Land im alten Persien gelesen, mit Hinweis auf Persepolis als eines der Zentren.
Ich hatte es mir aber leider nicht angestrichen (UND VOR
Anführung hier nicht überprüft, leider, Pardon, Riesenfehler!) und finde das jetzt nicht, aber es hatte sich in meinem Kopf festgefressen (obwohl ich eigentlich selber einen etymolog. Zusammenhang zw. Paradies´ und Perse…´ „überhaupt nicht billigen“ würde!).

„erstaunlich erwägenswert“ finde ich aber selbst gerade:
a) im Altgriech. Langenscheidt:
paradeisos HRBR. Tiergarten, Park, Paradies
aber Garten = kä[p]poß
Bei E. Wasserzieher „Woher“, dt. Etymologie):
Paradies…"z. pers. awestl. pairidaeza = Umwallung)
T.J.Hoad („Engl. Etymol.“) dazu noch: pairi (avest.) = around.
Also ist `PER´ nicht nur DURCH, sondern zunächst gerade
UNDURCH?!

Das eigentümliche des „Edengarten Paradies“ - ist es denn tatsäschlich EIGENTLICH DAS Separ(rat)ee?
Sind wir also in Wahrheit nicht aus dem Paradies Natur´ sondern aus dem Séparée vertrieben? Und das als der wilde Yosef ZUSAMMN mit dr iffet ("keuschen") Marya? Und wo haben wir heuer unsere Äpfel her? Von Plus? Oder von Extra? Oder von Walmarya? Wir sind durch die Hölle gegangen! Pst: heil´ genauso wie engl. holy´, ähnlich sie roman. sakro-sankt´ = heil unverletzt/bar. Unkaputt(bar).
`Sankt´dazu noch mit der heiligen Kraft des BLUTES, nicht nur bei Sanguinickern. BlutsBRÜDERschaft mit Gott?
Was tun, sprach Zeus, die Götter sind be…

Proapo: ich habe leider immer schon Mühe gehabt, mein Gedankliches (Gewirr) zu vermitteln.
Leider: entweder „resonnieren“ die/einige meiner Asoziationen (tscha, für die meisten isses eben nur mit dem einen [fehlenden] s!) bei oiche oder eben bei euch nicht! Merkwürdigerweise beschweren sich aber gerade diejenigen (wenigstens am meisten), die vorher oder nachher erstmal meinen Gedanken ausführlich zu wiederlegen versuchen. WELCHE Gedanken???

Lieber Krüßße (soll heißen: Grüße UND Küsse!),
Moimmoim, Manni

Pst: lieber Branden, ich „glaube“ nicht so sehr an Freud und „seine“ Triebe. Unser „es“, ist das nicht „mit Jesus“ ÜBER_wunden?
Es ist immer gut für Entschuldigungen un d ASusreden, okay, zugestanden.
Und eigentlich: warum spricht C.G.Jung „zur KompletTIERung“ nicht DEUTLICH von unsereM „Sie“ und unsaereR „ER“?
LiebER Krüßße, Moin, Manni

Hallo Kurt!

Nachdem du ausdrücklich nach der Meinung von eher „profanen Zeitgenossen“ gebeten hast, hier bin ich (ich weiß: das ist eine Vorlage für eher simple Gemüter)!
‚Heiliges Eigentum‘ ist für mich eine Phrase die widersprüchlich ist.
Heilig ist spirituell, Eigentum irdisch (oder auch profan). In Kombination soll es potenzielle Diebe abhalten, weil er ja mit seiner Handlung etwas entweihen würde.
Erinnert mich auch an das Wort des Jahres und seine Definition:

http://www.deutscher-sprachrat.de/dsdw/index.html

Grüße Emina

‚Eigene‘ Paradiese´ Ihr Lieben, die Idee, nach der "Heiligkeit" von (kollektivem ODER privatem!) Eigentum zu fragen, war mir überhaupt erst im Verlaufe der Diskussion zum thread "v.o.Z." im Geschichtsbrett gekommen, und ich möchte daher nun gerne die dortige Fragestellung hier im Relibrett "zuspitzen" auf diejenige nach dem Wesen "des Paradieses" in den verschiedenen Religionen und ÜBERHAUPT. (wer möchte, lese sich bitte in das "v.o.Z.-Ding" dazu ein. Hatte ich nämlich bisher den Eindruck vom einem (ursprünglichen) Paradies´ als dem (gesamten) „Paradies Erde“, also einem für die GANZE ursprüngliche Menschheit, also den (vor dem Sündenfall´ noch) "offenen Garten Erde", so scheint sich etymologisch allmählich herauszustellen, daß das Paradies´ von anfang an, also schon in der („praktischen“ und mythologischen) Anlage „der abgegrenzte Bereich“ (für Auserwählte´) war, also gewisserweise das "verbotene Land" (würde man in Peking sagen), ein "separates Paradies" (aus dessenApartheit´ vielleicht sogar NUR Paryas´ raugewiesen worden waren?) Wäre da aber dann nicht die Verheißung´, die Lockung
mit der „Möglichkeit desd WIEDEReintritts ins Paradies“ für ALLE („Rechtgläubigen“) ein reiner Propagandatrick??

Vor allem aber nun meine Bitte hier an ALLE:
Was ist für euch und oich `Paradies´?
Wie stellt Ihr es vor, und wie stellt Ihr uns vor, wie es „sein müßtew“/„nur sein kann“?
(Gibt es auch ein „Paradies für Philosophen“? Ich meine nicht, wie sie es FÜR uns definieren, sondern wie sie es für SICH vostellen, als (separater) „Garten der Erkenntnisse“.
Ich bedanke mich für das Geles, und bitte um Vegrbeung, daßß icxh mit meinen dicken Fingern und schlechten Augen nicht immer die rechte Grammatik und Orthohographie finde.
Liebe Krüßße, Moin, Manni(Dilda)

Pst: lieber Branden, ich „glaube“ nicht so sehr an Freud und
„seine“ Triebe. Unser „es“, ist das nicht „mit Jesus“
ÜBER_wunden?
Es ist immer gut für Entschuldigungen un d ASusreden, okay,
zugestanden.
Und eigentlich: warum spricht C.G.Jung „zur KompletTIERung“
nicht DEUTLICH von unsereM „Sie“ und unsaereR „ER“?
LiebER Krüßße, Moin, Manni

Pst…lieber Manni:
Ich will mich nicht lange mit der Chronologie aufhalten, also in dem Sinne, dass FREUD ja fast 2000 Jahre nach JESUS kam,aber grundsätzlich denjke ich, dass auch Jesus unser ES nicht überwunden hat - das wollte er sicherlich auch garnicht. Höchstens zeitweise bei sich selber. Aber er hat ja auch nicht immer nur die andere Backe hingehalten :wink:. Konnte ja auc mal im Tempel wüten wie weiland Klaus Kinski, der ihn auf der Bühne nachmachte.
C.G. Jung maG ICH AUS VERSCHIENEN gRÜNDEN DEUTLICH WENIGER ALS fREUD. Jungs Begeisterung für den beginnenden Nationalsozialismus konnte ich nie recht verdrängen. Das mag meine nachtragende politische Seite sein.
Es grüßt Dich
Branden

Hallo Kurt,

Deine Frage zum Paradies? Ich versuches mal, dabei kommt Eigentum und heilig auch gleich dazu.
Das Paradies ist käuflich oder praktisch. Es ist ja nicht hier. Wir können also leben wie die Schw…, denn danach ommen wir ins Paradies.
Die Begriffe Eigentum begannen meines Wissens in der Zeit von Nimrod, dem Jäger. Als die Menschen nicht mehr alles selbst machen mußten sondern sich spezialisierten.
Heilig ist meines Erachtens auch so eine tolle Erfindung. Fast wie die Bibel. Etwas ist heilig, lso fallt auf die Knie und huldigt ihm. Unter Adolf gab es heilige Panzer, oder wurden die nur geweiht? Die Kreuzzüge waren auch Heilig oder so. Vermutlich weil das Eigentum der Andersgläubigen in die richtigen Hände mußte.
Ich denke eine Wiedergeburt ist sinnvoller und älter als die christliche Religionen. Wenn jemand wiedergeboren wird, er weiß nicht wie, Arm oder Reich, Mann oder Frau, usw. wie würde er wohl leben?
Mit Aktien für Atomkraftwerke? Mit einem Geschäft das sich mit Umweltverschmutzung eine goldene Nase verdient? Als gewalttätiger Patriarch? -Der Glaube an ein Paradies ermöglicht doch erst all die feinen Sachen die heute gang und gäbe sind-
„Mit den Pfaffen und Herrschern ist es wie mit Darmbakterien. Der Organismus braucht ein paar davon um zu leben, werden es zu viele stirbt er daran.“

Mit Vorfreude auf das Zeitalter des Wassermannes.
Gruß Norbert

>>> abgesondert zum EIGENTUM GOTTES

erkläre mir bitte noch mal Profanillité, ich habe mit Google nichts gefunden, oder ist das deine Création?

Das All „hat“ Mensch.
(aber kein Mensch hats[e] All[e])
Oder nicht? Gehören wir NICHT zu dieser schnöden Profanität?

Nachdem die Definition von Profanität und Heiligtum menschengemacht ist, kann er sich nach Belieben und nach Mode rein- und rausnehmen, oder? Das All macht sich um sowas hoffentlich keine Gedanken.

Okay, wenn aber „Geschichte“ (weil sie i.w. ja menschliche,
also Geistesgeschichte, ist) zu den „Geisteswissenschaften“
gehört, ziehen diese dann nicht, mitsamt der Geschichte
(der Menschheit) auch die „Geisteswissenschaften“
in das „Naturwissenschaften“ `rein´?

Ich finde das könnte man schon so sehen, schließlich ist der Mensch derjenige der das alles so und nicht anders wahrnimmt, definiert und kategorisiert. Er ist das Maß. Ob es eine andere Wahrnehmung gibt und wie sie aussieht wissen wir nicht (ich auf alle Fälle nicht).
Und deswegen gibt es auch ‚heiliges Eigentum‘: ich habe etwas für wertvoll befunden, also ist es das. Es repräsentiert mich und meine Einzigartigkeit.

Ähm, liebste Emina, bitte vergebe mir, daß ich sowas
wie nen „deutschen Sprachrat“ mir nicht (mehr) antun möchte
und garnicht erst öffne. Garnich Gar Nicht garnicht

Ohohoo, Entschuldigung! Ich habe es schon geahnt das meine profane Antwort nicht gefragt ist! Da wäre der Link aber noch besser als mein Versuch (schon wieder eine Vorlage)!

emina