Liebe Leute,
ich wollte das schon lange mal posten, gestern kam mir die Frage wieder unter, wohlan also:
Als der Vulkan Tambora auf der indonesischen Insel Sumbawa 1815 ausbrach, warf er etwa 100 Kubikkilometer Asche in die Atmosphäre. Es ereigneten sich Verdunkelungserscheinungen und in Europa so etwas wie der „nukleare Winter“; die Wärmestrahlung der Sonne kam nur noch abgeschwächt durch die Staubschichten in der oberen Atmosphäre hindurch. Die Folge war das „Jahr ohne Sommer“ 1816.
Was ich gern wissen möchte:
Wer hat wann erstmals den Zusammenhang zwischen dem Ausbruch des Tambora und dem „Jahr ohne Sommer“ bemerkt?
Hallo, Django,
als man am Abend des 15.4.1815 laute In Batavia (heute Jakarta) laute Explosionsgeräusche hörte, dachte man zunächst an ein Schiffsunglück und Notsignale. Der Gouverneur von Java, Sir Stamford Raffles beorderte zwei Schiffe von Batavia( Jakarta) aus in die Javanische See. Es stellte sich heraus, dass die Explosionen von dem Ausbruch des Vulkans Tambora herrührten, dessen ursprüngliche 4500m Höhe durch den Ausbruch am 10.April (also fast fünf Tage früher) auf 1850m reduziert. Über 1500km weit waren die lautesten Explosionen zu hören, ehe sich der Vulkan nach 30 Tagen beruhigte.
Rund 10 000 Menschen wurden unmittelbar durch den Ausbruch, weitere 82 000 durch die davon ausgelösten Seuchen getötet. Bis zu 1,5m hoch bedeckte Asche die Inseln und auf dem Wasser schwammen in weitem Umkreis Tuffsteinbrocken.
Neuere Berechnungen gehen von ca 1,7 Mio Tonnen von Gestein aus, das weggesprengt und größtenteils pulverisiert bis in die Stratosphäre gewirbelt wurde, wo es als dunkle Wolke den Weg um die Erde nahm. Es kam zu dem bekannten „Jahr ohne Sommer“ mit um 3° geringeren Temperaturen als normal.
Erst 30 Jahre später, 1847, machte sich die erste wissenschaftliche Expedition, geführt von dem Schweizer Forscher Zollinger auf den Weg um Tabora zu studieren.
(Diese Informationen habe ich entnommen aus: http://library.thinkquest.org/17457/volcanoes/effect… )
Grüße
Eckard.