Das Kind zur Sicherheit an die Leine nehmen?

Hallo zusammen,

ich habe eine sehr wilde und lebhafte Tochter (20 Monate).
Jedesmal, wenn ich sie aus der Kinderkrippe hole, habe ich Probleme, sie in den Kinderwagen zu setzen. Sie will lieber laufen.
Prinzipiell finde ich das gut, aber sie geht überhaupt nicht an der Hand, rennt gerne weg, hört nicht und kennt natürlich noch nicht die Gefahr der Strassen – wir fahren ja auch immer mit der Straßenbahn.

Nun überlege ich, so eine Lauflern-Leine zu besorgen, damit meine Kleine „gesichert“ laufen kann. Natürlich ist mir bewußt, dass man schnell den Vergleich ziehen könnte, ich würde mein Kind „wie ein Hund, mit dem man Gassi geht“ behandeln.
Deswegen wollte ich hier mal nachfragen, was Ihr so darüber denkt.

Immerhin hätte es auch die Vorteile…
… dass ich mit meinem schlechten Rücken nicht so verkrampft gebückt laufen müßte, wenn ich die Kleine festhalte,
… dass die Kleine frei laufen kann, ohne sich eingeengt zu fühlen und
… dass sie im Strassenverkehr und in anderen „Stress“-Situationen sicher ist.

MfG
stupsel :o)

Hallo Stupsnase,
so etwas fand ich damals sehr praktisch, vor allem, weil man diese Leine auch zum Anbinden in der Kinderkarre umbauen kann - damit das Kind nicht aufsteht, rausfällt und sich was bricht.
Gerade, wenn man an belebten Straßen geht mit viel Autoverkehr, kann man doch nicht vorsichtig genug sein mit den Zwergen…
Gruß, Susanne

Hi Stupsel,

ich habe eine sehr wilde und lebhafte Tochter (20 Monate).

dito, auch das Alter:wink:

Sie will lieber
laufen.

Kenn ich.

Prinzipiell finde ich das gut, aber sie geht überhaupt nicht
an der Hand, rennt gerne weg, hört nicht und kennt natürlich
noch nicht die Gefahr der Strassen – wir fahren ja auch immer
mit der Straßenbahn.

Dito.

Nun überlege ich, so eine Lauflern-Leine zu besorgen, damit
meine Kleine „gesichert“ laufen kann. Natürlich ist mir
bewußt, dass man schnell den Vergleich ziehen könnte, ich
würde mein Kind „wie ein Hund, mit dem man Gassi geht“
behandeln.
Deswegen wollte ich hier mal nachfragen, was Ihr so darüber
denkt.

Hm, Hund hin oder her, meinst Du denn das könnte funktionieren? Deine Kleine merkt sofort wie eingeengt sie ist und wird sich dies, wenn überhaupt, nur sehr bedingt gefallen lassen. Gerade wenn sie wild und lebhaft ist, wie Du schreibst.

Meine Vorschläge:

… dass ich mit meinem schlechten Rücken nicht so verkrampft
gebückt laufen müßte, wenn ich die Kleine festhalte,

Nimm sie auf den Arm, wenn es wirklich gefährlich wird (oder benutze für diese Situationen eine Tragehilfe, der Ergo Carrier ist für dieses Alter ganz gut geeignet);
wenn sie eh nicht in den KW möchte, laß den KW zu Hause, laß sie frei laufen und folge ihr bzw. laufe neben ihr auf der jeweils „gefährlichen“ Seite (Straße oder so)

… dass die Kleine frei laufen kann, ohne sich eingeengt zu
fühlen und

S. oben, m. E. kann sie ja nicht frei laufen, sondern spürt ständig die Leine.

… dass sie im Strassenverkehr und in anderen
„Stress“-Situationen sicher ist.

M. E. bewirkt dies das Gegenteil. Sofern sie die Leine überhaut akzeptiert, wird sie immer unsicherer werden. Denn sie wird merken, daß sie angeleint auf nichts achten muß, denn Du übernimmst ja die Führung. Das kann fatal werden, wenn sie dann wieder ohne Leine läuft.

Versuche möglichst „ungefährliche“ Wege zu nehmen, wenn Deine Kleine ein großes Lauf- und Tobebedürfnis hat. Erkläre ihr immer wieder, die wesentlichen Sachen (Straße überqueren nur mit der Mutter, Ampeln, Fahrradwege, wie sind sie gekennzeichnet, etc.) und laß ihr gleichzeitig möglichst viel Lauffreiheit. Thema Straßenbahnfahren, auch hier, laß sie selbst entdecken, daß sie umfällt, wenn die Straßenbahn bremst und sie sich nicht festhält, beim nächsten Mal wird sie daran denken.

Thema Abhauen, Du hast ja oben geschrieben „rennt gerne weg“: meine auch, aber sobald sie merkt ich komme nicht hinterher, kommt sie irgendwann wieder zurück. Es fällt schwer, aber sobald die Kinder merken, daß die Mama eh immer hinterher rennt, rennen sie weiter ohne sich umzuschauen und darauf zu achten wo sie überhaupt hinlaufen. Versuch mal stehenzubleiben und ihr zuzurufen, daß Du dort auf sie wartest. In der Fußgängerzone funktioniert das ganz gut, weniger an gut befahrenen Kreuzungen:wink: Du kannst ja heimlich sie verfolgen, aber laß Dich nicht sehen. Wenn Du das ein paar Mal machst, wirst Du sehen, daß sie nicht unendlich weit läuft (wie ich anfangs auch bei meiner dachte), sondern sich erstens den Weg fantastisch merkt und jederzeit zurückfindet und zweitens gar nicht so lange wegbleibt und sich immer wieder vergewissert, ob Du noch da bist, wo sie Dich das letzte Mal gesehen hat.

Auch im Kaufhaus funktioniert das. Laß ihr möglichst viel Freiheit, aber weise sie auf die wesentlichen Gefahren hin (z. B. Rolltreppe ist tabu alleine). Es ist unglaublich was für einen Orientierungssinn diese Kleinen haben, aber eben nur, wenn man ihnen auch die Freiheit läßt selbigen zu entwickeln.:wink:

Gutes Gelingen!

Liebe Grüße,
Christiane

Hi,

ich finde man löst das Problem damit nicht und ganz neben bei sieht es auch noch komisch aus. Die meisten Kinder die ich an so einer Leine gesehen habe, hatten soviel Spiel (Leine ca. 1,5 – 2 Meter lang), dass sie auch locker mit Leine auf die Strasse hätten rennen können.

Wichtiger ist es, finde ich, dass das Kind lernt auf Mutter und Vater zu hören, auf dem Bürgersteig lieber auf der Strassen abgewandten Seite geht und nicht allzu weit vorläuft.

Das es für manche Eltern schwieriger ist und für andere nicht liegt dabei in der natur der Dinge. Rein aus Sicherheitsbedenken halte ich die Leine aber für keine Garantie.

Viele Grüße
Me

Erfahrungsbericht
Auch Hallo,

ich oute mich jetzt mal: Ja ich war ein Leinen-Kind!

Und meine Eltern wussten genau warum! Bei meinen Schwestern haben die unten erwähnten Tricks, mit nicht nachlaufen und so prima geklappt, bei mir nicht! Gerade bei mehreren kleinen Kindern gleichzeitig kann das auch recht schwierig werden…

Bevor meine Eltern schauen konnten war ich schon im nächsten Tümpel, Bach, Straßengraben oder Brunnen abgetaucht *ggg* oder auf einem Stein, Denkmal, Baum oder sonstwo am rumklettern. Und dann kam ich eben an die Leine, aber ich denke es hat mir nicht geschadet. Wenn nichts gefährliches in der Nähe war wurde abeleint (Geschirr blieb um, weil man daran klein Babelchen auch prima aus dem Matsch oder Wasser ziehen konnte *gggggg*).

Heute lachen wir alle gemeinsam über die Fotos vom angeleintem-trockenen-Babel und noch mehr über abgeleintes-nasses-Babel

Ich weiß nicht ob dir das jetzt weiterhilft, aber ich denke ich fand das überhaupt nicht schlimm oder so (hab das laut meinen Eltern ohne murren angenommen, und die Fotos zeigen ein glückliches Babelchen mit Leine) und für meine Eltern war es eine große Hilfe.

Liebe Grüße
Babel

*dieKaulquappenimmerknuddelnwollteweildiesoooosüßsind*

Hallo Stubsnase! Hör auf dein „Bauchgefühl“. Die meisten Anmerkungen negativer Art bekommst Du von Leuten, die keine Kinder haben, und einen gesunden Rücken. Sicherheit kommt vor allem anderen!! Meine eigenwillige Tochter, eine von vieren, brauchte im Sportwagen nur einen Fuß unter den Po zu kriegen, und konnte so den Riemen durchreißen. Deshalb mußte ich sie so fürchterlich eng anbinden, was mir leid tat. Das war in der Stadt. Die Leine brachte Erleichterung und Frieden. Wir haben aber auch Spaziergänge gemacht, bei denen sich die Kinder „verteilen“ konnten. Mach`s gut!! Gruß Erika

Hallo,
also ich habe zwei Kinder und seit vielen Jahren Rückenprobleme, und die sind durch Kinder kriegen und tragen nicht besser geworden (den ersten Hexenschuß hatte ich mit 17). Mit meinem Sohn gab es keine Probleme, meine Tochter (2 J.) ist da auch sehr dickköpfig und eigenwillig, dennoch wären wir nie auf die Idee gekommen, sie an die Leine zu nehmen. Wir haben ihr mit einfachen Worten erklärt (dass geht bei knapp zwei Jährigen), dass sie an der Hand gehen muß, wenn es sein mußte, habe ich sie am Handgelenk festgehalten, und sie durfte laufen. Hat sie sich nicht an diese Spielregeln gehalten, mußte sie in den Buggy. Dabei gab es zwar auch anfangs Tränen, Wut und Durchbiegen, aber nach mehreren Anläufen hat sie verstanden was wir wollten. Wenn Du jetzt nicht mit dem „Spielregeln“ einführen anfangen willst, wann dann? Bei mir war es/ist häufig eher das Problem, dass sie mich durch ihr Verhalten gestresst hat (brüllen auf offener Straße oder im Supermarkt, wenn alle Leute gucken und ihren Senf dzu geben finde ich noch heute unheimlich peinlich) und ich dann nachgegeben habe. Ich bin mit Sicherheit keine super strenge Mutter, aber ich versuche, meinen Kindern Regeln/Grenzen aufzuzeigen, insbesondere dann, wenn es gefährlich wird. Die Sicherheit meines Kindes ist mir da wichtiger als sein Freiheitsdrang, den kann es auch woanders ausleben, das muß nicht auf dem Nachhauseweg sein, vorallem dann nicht, wenn es bereits die Gelegenheit hatte sich in der Kita auszutoben. Du kannst es ja auch mal mit dem Belohnungsprinzip versuche, so nach dem Motto „wenn du jetzt lieb im Buggy sitzen bleibst, gehen wir nachher noch auf den Spielplatz“. Schau doch mal in einer gut sortierten Buchhandlung, ob es da nicht etwas passendes gibt, was Du mit ihr anschauen und durchsprechen kannst. Mit 20 Monaten ist sie ja nicht mehr so klein, da versteht sie schon eine Menge.
Viel Glück,
Denise

Ich bin auch ein Leinenkind, ich habe so Skifahren gelernt. Zudem wurde ich im Kinderwagen angeschirrt, lt. Aussage meiner Eltern wäre ich ohne dieses Instrument nicht für 3 sec in dem Ding geblieben.

Probiers aus.

PP

Hallo,

auch bei uns in der Familie hat es diese Geschirre damals gegeben, und es hat uns nicht geschadet. Ist ja schließlich nicht so, dass man Kinder damit stundenlang irgendwo festbinden würde. Das Brustgeschirr gibt einfach zusätzliche Sicherheit und schafft Erleichterung in wenigen, ganz konkreten Situationen und würde ich daher nicht anders beurteilen als den Kindersitz mit Gurt im Auto oder den Hochstuhl. Als Erwachsene gurten wir und doch auch an, wenn wir ins Auto oder den Flieger steigen, oder uns bei Arbeiten in gefährlichen Höhe anseilen. Wenn ich mich an meine kleine Schwester erinnere, dann war das Geschirr für sie genauso selbstverständlich, wie der Gurt im Auto, und belastete sie überhaupt nicht.

Da unser Kleiner mit 11 Monaten anfing zu laufen, und seit dem den Kinderwagen vollkommen ablehnt und es auch schon mal geschafft hat, auszusteigen, wäre für uns grundsätzlich so ein Geschirr auch in Frage gekommen. Wir haben es nur deshalb bislang nicht gekauft, weil unsere Wohnlage glücklicherweise so ist, dass Sohnemann vollkommen problemlos hier frei rumlaufen kann, und wir uns Dank Au-Pair auch nicht den Streß antun müssen, ihn in der aktuellen Phase bei Erledigungen im Innenstadtbereich mitzunehmen. Würde wir nicht unter so glücklichen Umständen leben, hätten wir so ein Geschirr sicher längst angeschafft.

Gruß vom Wiz

Hallo stupsnase :wink:,

ich verstehe deine Sorgen sehr gut. Trotzdem stehe ich der „Leine“ sehr skeptisch gegenüber. Meine Tochter war auch ein sehr körperlich agiles Kind, die immer ungern im Kinderwagen oder Buggy saß. Allen Schwierigkeiten zum Trotz musste sie lernen, dass dies von Zeit zu Zeit unumgänglich war, da auch sie ein „Händchenhalten-Verweigerer“ war und manche Situationen im Strassenverkehr schnell ausser Kontrolle geraten können. Ein zusätzliches Geschirr im Kinderwagen halte ich darum zur Not für die beste aller möglichen Lösungen.

Mit der Leine umgehst du das absolute Gebot, sich im Straßenverkehr beim Laufen dicht bei dir zu halten. Deine Tochter muss dies aber zu ihrer eigenen Sicherheit lernen!
Vielleicht gelingt es aber auch spielerisch, ihr dies beizubringen. Ich habe mit meiner Tochter z.B. so getan, als ob wir mit Leim aneinander „kleben“, musste dann aber auch manchmal den Weg gehen, den sie gewählt hat oder mit stehenbleiben, um einen Käfer im Laub oder eine Pfütze zu betrachten. Das war manchmal nervig! Aber es entstand auch mancherlei positives aus diesem Spiel: ich lernte mal wieder Dinge zu sehen, die ich als Erwachsener kaum beachtete und sie, dass man immer Kompromisse schließen muss - mal bestimmt der eine, mal der andere, wo und wie es langgeht! Daneben entstand ein tolles Gefühl von Zusammengehörigkeit und es hat ihr immer riesigen Spaß gemacht.

Daneben sollte sie ausreichend Gelegenheit haben, um sich auszutoben und man sollte immer erklären: hier kannst du laufen, toben, spielen - aber auf der Straße ist nicht der Ort dafür!
Es ist immer schwierig Ver- und Gebote konsequent durchzuziehen, aber trotz der nervigen Situation gibt es immer viele kreative Möglichkeiten.

Im übrigen gilt immer: Tu nie, was das Leichteste für dich ist, sondern immer das, was das Beste für dein Kind ist!

Du schaffst das sicher!

Gruß,
thewritingcat

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Klar, das tut Rücken und Bewegungsdrang gut
Hi Stupsel!
Wenn du so selbstbewusst bist, dann mach es doch. ICh hab das bei meiner Kleinen auch ab und zu gemacht, gerade, als sie das Laufen gelernt hat. Geschirr um und schon hat man die Knirpse im Not-FALL. (Schönes Wortspiel), also wenn sie hinfallen würden oder wegrennen.
Trotzdem kann man ihnen beibringen, auf Straßen usw. aufzupassen. Aber es schont eben Rücken und Nerven mit „Geschirr“.
Ich hatte damit kein Problem (weder als ich klein war und meine Mutter es manchmal benutzt hat, noch jetzt selbst als Mutter), meine Tochter auch nicht.
Noch eine Anmerkung: Was ist besser - ein Kind, das einen enormen Bewegungsdrang hat in einen Buggy zu zwingen oder es seinem natürlichen Bedürfnis nach Entdeckung und Bewegung an einer „Leine“ entsprechend zu behandeln?

Und noch eine: Wie seit Jahren in den nordischen Ländern üblich, haben es auch Krippen und Kindergärten in Deutschland übernommen, mit Kleinkindern, die sich an einem Seil festhalten, draußen spazieren zu gehen. Das gibt Ihnen Sicherheit und es geht keiner verloren. Und das ist doch auch o.k.

Gruß Iris

Huhu,

wollte nur anmerken, dass das bei mir in der Kindergrippe (DDR-Zeiten, aber die DDR war ja soooo böse^^) und auch sonst Gang und Gebe war. Ich hab immer nen Geschirr im Kinderwagen dran gehabt, weil ich das Talent hatte raus zuklettern/fallen und auch später kann das nur von Vorteil sein. Ich würde das auch machen, meinen Hund halte ich ja in schwierigen/gefährlichen Situationen auch an der Leine, warum nicht auch ein Kind, dass ja genauso wie der Hund noch einige Situationen nicht richtig einschätzen kann.
Also ich finde das ok. Warum nicht? Wobei ich auch grinsen würde, wenn ich so Kind mit Kindergeschirr und Flexi dran in der Stadt sehen würde.

bye Frieda

Hallo

Und noch eine: Wie seit Jahren in den nordischen Ländern
üblich, haben es auch Krippen und Kindergärten in Deutschland
übernommen, mit Kleinkindern, die sich an einem Seil
festhalten, draußen spazieren zu gehen. Das gibt Ihnen
Sicherheit und es geht keiner verloren. Und das ist doch auch
o.k.

In so einer Kindergruppe waren meine Kinder auch mal. Die fanden das schrecklich! Sie waren damals allerdings schon 3,5 Jahr oder so.

Mit dem Straßenverkehr finde ich das zwar in Ordnung, weil so kleine Kinder den Straßenverkehr sowieso nicht durchschauen. Aber Kinder auf diese Weise vor ganz normalen Stürzen zu retten, finde ich nicht richtig. So lernen sie es nicht, aufzupassen. Es ist anstrengend für ein kleines Kind, so zu laufen, dass es nicht dauernd hinfällt. Wenn es dabei dauernd aufgefangen wird, ist es meiner Meinung nach nicht ausreichend motiviert, sich da richtig Mühe zu geben. - Ich kannte auch mal ein Kind, das als Kleinkind dauernd von der Mutter aufgefangen wurde. Diesem Kind passierten dann später Sachen, das gibt es gar nicht.

Auch mit dem Straßenverkehr halte ich es eigentlich für besser, so frühzeitig wie möglich den Ernstfall zu proben, denn ich denke, nur durch die hohe Aufmerksamkeit und den (notwendigerweise) scharfen Tonfall der Mutter begreift das Kind, dass es eine wirklich gefährliche Sache ist, einfach auf die Straße zu laufen. Einem Kind, das es gewohnt ist, völlig stressfrei automatisch per Geschirr aufgehalten zu werden, wird die Gefährlichkeit der Straße wohl nicht so verinnerlichen. Und irgendwann muss es ja auch ohne Geschirr rumlaufen. Es kann m.M. aber sein, dass man es eine Zeit lang unbeschadet benutzen kann, da in bestimmtem Alter vielleicht sowieso noch kein brauchbarer Lerneffekt eintritt, das weiß ich aber nicht.

Viele Grüße
Simsy

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