Das Konsonantenproblem mancher Dialekte

gehört vor ein paar Wochen auf Radio RTL Sachsen:

In einem bayrischen Ort wurde aufgrund eines Telefonanrufs, in dem ein Mann in seltsamem Deutsch etwas von einer Bombe gefaselt hat, das Rathaus evakuiert (den Namen des Ortes weiß ich nicht mehr, und vielleicht war es auch nicht das Rathaus … ich hab anfangs nicht so genau hingehört).

Im Nachhinein hat sich dann Folgendes rausgestellt: Der Anrufer, ein Sachse, hatte sich verwählt und wollte eigentlich eine Maschinen-Reparaturwerkstatt anrufen - um sich zu erkundigen, ob seine Pumpe schon fertig sei.

Die Geschichte ist angeblich wirklich wahr. Die Moderatoren haben sich übrigens köstlich amüsiert und über die „Pompe“ endlos Witze gemacht.

P.S.

Als gebürtiger Badener der schon sehr lange hier in Franken lebt, kann ich das Problem sehr gut nachvollziehen. Die „harten“ und „weichen“ Buchstaben bringen mich gelegentlich schon zum Verzweifeln.

Oder wie der Sachse sagt:
Die weischen sieschen über die harden.

(Außer bei der „Karasche“)

Klaus

Sachse : Aus was für einem Maderial ist die Brügge gebaut ?
Schwabe : Hei no, aus Guscheise.
Sachse : Und meinst Du, das hält ?

… und da gab es noch das Land
indem die Hasen Hosen hasen und
die Hosen Husen hasen…

Servus Klaus,

bevor der hier weitererzählt wird: In welchem Land sagt man

Guscheise.

?? - Zwischen Taubertal und Bodensee jedenfalls nirgendwo, in den beiden weiland kgl.württ. Gießereien Wasseralfingen und Schussenried sowieso nicht. Die Aussprache von s als sch ist im Schwäbischen keineswegs überall und immer - dadurch funktioniert der Witz mit einem Schwaben leider nicht.

(a) Gusseisa (b) Kuahflada oder Kuahpfladdera

PW: Herbst im Remstal, ein frisch Zugezogener ergeht sich in den Wingerten, die in den Wochen vor dem Herbsten gesperrt sind. Da erklingt röhrend das liebliche Organ des Bammerts:

„Maachsch Du dass Du dohanna rauskommscht Du Lomp Du nixiger, oder i schlaa Dir d’Fiaß aa daßd uff de Schtompa hoimkrattla kaasch!“

  • „Oh, verzeihen Sie, ich wußte nicht, daß es verboten ist etc…“

  • „Ha sähetSe, drom sait mers oim em Guata!“

Schöne Grüße

MM

… und da gab es noch das Land
indem die Hasen Hosen hasen und
die Hosen Husen hasen…

ond dieh Blaubeern Schwarzbeern hasen,
die aber nuch grie sei wenn se rohd sei,

Grüße

CMБ

Dazu paßt die kleine Anekdote, die mir ein Kollege (Franke!) neulich erzählte. Er und seine Frau erwarten demnächst Nachwuchs, ein Mädchen… und er sagte zu seiner Mutter, daß sie es evtl. „Greta“ ( frängisch ausgesprochen „Greeedaaa“) nennen wollen. Seine Mutter daraufhin: „Ach, so wie die Insel?“

Muß als PW herhalten, mir fällt sonst gerade keiner ein.

Gruß
Murmeltier

PW: Herbst im Remstal, ein frisch Zugezogener ergeht sich in

den Wingerten, die in den Wochen vor dem Herbsten gesperrt
sind. Da erklingt röhrend das liebliche Organ des Bammerts:

„Maachsch Du dass Du dohanna rauskommscht Du Lomp Du nixiger,
oder i schlaa Dir d’Fiaß aa daßd uff de Schtompa hoimkrattla
kaasch!“

  • „Oh, verzeihen Sie, ich wußte nicht, daß es verboten ist
    etc…“

  • „Ha sähetSe, drom sait mers oim em Guata!“

Hallo, Martin,
ich fürchte, das bedarf für einige unserer Mitleser der Übersetzung (mag auch als Pflichtwitz durchgehen):
„Komm da sofort heraus, du Lump, du nichtsnutziger oder ich schlage Dir die Füße ab, dass Du auf den Stumpen nach Hause kriechen kannst!“
[…]
„Ja, sehen Sie, deshalb sagt man es ja auch im Guten!“

  • ein herziges Volk lebt zwischen Tauber und Bodensee!

MM

Dazu paßt die kleine Anekdote, die mir ein Kollege (Franke!)
neulich erzählte. Er und seine Frau erwarten demnächst
Nachwuchs, ein Mädchen… und er sagte zu seiner Mutter, daß
sie es evtl. „Greta“ ( frängisch ausgesprochen „Greeedaaa“)
nennen wollen. Seine Mutter daraufhin: „Ach, so wie die
Insel?“

oder der hier: „wie hasdn euer sohn?“ - „no, aamela.“ - „wos? des is duch ka noma füä a kind!“ - „wieso? euer dochdä hasd duch aa gisela!“

gruß

michael

oder der hier: „wie hasdn euer sohn?“ - „no, aamela.“ - „wos?
des is duch ka noma füä a kind!“ - „wieso? euer dochdä hasd
duch aa gisela!“

Hallo, Michael,
ein Glück, dass ich unter Zwiefldredä (Zwiebeltretern=Bamberger) aufgewachsen bin.
Für alle anderen:
Aamela = Eimerchen
Gisela = Gießkännchen

Gruß
Eckard

also ich als waschechter sache würde niemals im leben „pompbe“ sagen.
denn man sollte eines über das sächsisch wissen: es gibt keine „harten“ konsonanten. ergo auch kein p. wenn schon dann heißt das gerät bumbe :wink: in diesem sinne:
scheeenen dach noch

also ich als waschechter sache würde niemals im leben „pompbe“
sagen.
denn man sollte eines über das sächsisch wissen: es gibt keine
„harten“ konsonanten.

doch, es gibt z.B die" karaasche, des is des Ding wo mer de audos neischdelld"

scheeenen dach noch

gruss lugimanein

PW(der gefällt mir so gut):
Bedreff: Combjudarwurm

…//////…
.(o)(o)…
…(__)…
…(_)… Guden Daach!
…(_)…
…(_)…
…(_)… Isch bin en Hägga aus Leibzsch
…(_)…
.(_)… un diss iss ä selbstprogrammirdar
…(_)…
…(_)… bösardschar Combjudarwurm…
…(_)…
…(_)…
…(_)…
…(_)… Da isch noch nä sö viel weeß vom Combjudar
…(_)…
…(_)… iss des ä manueller Wurm.
.(_)…
…(_)…
…(_)…
…(_)… Also löschen se bidde
…(_)…
…(_)… alle Dadeien von dor Festbladde
…(_)…
…(_)…
.(_)…
…(_)… und schicknse den Wurm
…(_)…
…(_)… an alle die se kennn.
…(_)…
…(_)…
…(_)…
…(_)…

Vielen Dank für Ihre Midorbeid.

PW:
Innerer Frieden

Ich schicke Dir dies, weil es bei mir tatsächlich gewirkt hat.
Indem ich dem einfachen Rat folgte, den ich in einem Artikel gelesen hatte, fand ich nun endlich meinen Inneren Frieden.

Im Artikel stand:

Um inneren Frieden zu erhalten, brauchst Du nur alle unvollendeten Dinge zu beenden, die Du begonnen hast. So suche ich also seit gestern nach allen Dingen, die ich begonnen aber nicht beendet habe.

Also, heute habe ich eine halbe Flasche Weisswein, eine fast volle Flasche Rotwein, eine grosse, dreiviertel volle Flasche Baileys, den Rest Wodka, sowie eine grosse Schachtel Haribo, zwei Tafeln Vollmilch-Nuss Schokolade, die letzten Weihnachtslebkuchen, 2 alte Joints und eine halbe Kiste Bier beendet.

Duh hascht kahaine Aahnnnnung, wiii guut ich miech nnnun füühle.

Schhick dasch an allllle, fon deenen Du dasch Gefüühll hascht, dasch die Innerren Friedennnn nötich ham.

Hi,

also ich bei uns noch keinen karaasche sagen hören, das wird hier immer mit „babbschem G“ ausgesprochen.

Viele Grüße aus Sachsen,
Daniel