Das Leiden Jesu und das Leiden anderer

Hallo,

mich beschäftigen folgende Fragen:

Das Leiden Jesu war zwar enorm, aber es stellt - glaube ich - bei weitem nicht das Maximum möglichen menschlichen Leids dar.

  1. Kann das Leiden Jesu (+ Auferstehung) ein Trost für Menschen sein, die mehr leiden ?

  2. Der starke und immer präsente Hinweis auf das Leiden Jesu durch die christliche Religion - weist dieses in der Summe auf das andauernde reale Leid in der Welt hin oder lenkt es eher davon ab ?

  1. Kann das Leiden Jesu (+ Auferstehung) ein Trost für
    Menschen sein, die mehr leiden ?
  1. Der starke und immer präsente Hinweis auf das Leiden Jesu
    durch die christliche Religion - weist dieses in der Summe auf
    das andauernde reale Leid in der Welt hin oder lenkt es eher
    davon ab ?

Leid liegt in der Natur der Dinge und hat mit Jesus erstmal rein gar nichts zu tun.

In wieweit das Leiden Jesu im eigenen Leid tröstet, kommt wohl auf die jeweilige Person darauf an…nicht so sehr auf Dogmen. Das er es mutig getragen hat, könnte man vielleicht als Beispiel anerkennen. Er hätte ja auch weglaufen können :smile:

Leider ist es so, daß die Kirche dieses Leiden Jesu sehr in den Vordergrund gestellt hat (als wäre es ein reiner Selbstzweck) und der Weg, wie aus dem Leid heraus zukommen ist, wurde kaum beachtet. Aber das war meines Erachtens der eigentliche Sinn des Wirkens Jesu.

Jesus war ein Starker und kein Schwächling, daß wird dabei oft vergessen. Auf diese Stärke hinzuweisen, sie sich zu eigen zu machen, wäre ein lohnenderes Ziel der Kirchen gewesen, denn um Leid zu überwinden, ist Stärke sehr notwendig.

gruß
rolf

Hallo Thorsten,

  1. Der starke und immer präsente Hinweis auf das Leiden Jesu
    durch die christliche Religion - weist dieses in der Summe auf
    das andauernde reale Leid in der Welt hin oder lenkt es eher
    davon ab ?

Ich denke eher letzteres. Der Kernpunkt ist, dass Jesus als Loskaufopfer für die gesamte Menschheit gestorben ist. Er hat sein Leben aus Liebe zu seinem Vater und freiwilig zur Vergebung unserer Sünden gegeben. Die Tatsache, dass er dies nicht schnell und schmerzlos tat, sondern unter Leiden, betont seine Liebe noch mehr.

Gruß
Carlos

Wie kann man nur so einen Unsinn glauben. Und die Erde ist eine Scheibe, gell?! Nix für ungut. Einen schönen Sonntag noch.

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Hallo tHORSTEN

mich beschäftigen folgende Fragen:

Das Leiden Jesu war zwar enorm, aber es stellt - glaube ich -
bei weitem nicht das Maximum möglichen menschlichen Leids dar.

nA JA, BIN MIR DESSEN NICHT SICHER. Zumindest ist mir kein Mensch bekannt, der mehr leiden musste.

  1. Kann das Leiden Jesu (+ Auferstehung) ein Trost für
    Menschen sein, die mehr leiden ?

Ja, da Jesus sündlos war und völlig unschuldig leiden musste. BER DER TROST IST NUR EIN NEBENPRODUKT.

  1. Der starke und immer präsente Hinweis auf das Leiden Jesu
    durch die christliche Religion - weist dieses in der Summe auf
    das andauernde reale Leid in der Welt hin oder lenkt es eher
    davon ab ?

Der STARKE Hinweis auf das Leiden Jesus ist typisch katholisch, nicht allgemein christlich.
Dieses leid zeigt den Preis der für die Sünden eines JEDEN EINZELNEN von uns bezahlt wurde, weshalb jeder der IHN annimmt, frei vopn chuld ist, da ER als Unschuldiger die Strafe der eigenen Sünde getragen hat.
Geht also primär gar nicht um das leiden dieser Welt.

Gruss
beat

Guten Morgen,

Wie kann man nur so einen Unsinn glauben. Und die Erde ist
eine Scheibe, gell?! Nix für ungut. Einen schönen Sonntag
noch.

Wohl für ungut. Wenn Du nicht dran glaubst, ist es doch ok - ich glaube dran,
aber ich tituliere Deinen Un-glauben nicht als Un-Sinn… Ja, die Erde ist eine
Scheibe und Christen fressen kleine Kinder

Tschüss
Christian

Hallo tHORSTEN

mich beschäftigen folgende Fragen:

Das Leiden Jesu war zwar enorm, aber es stellt - glaube ich -
bei weitem nicht das Maximum möglichen menschlichen Leids dar.

nA JA, BIN MIR DESSEN NICHT SICHER. Zumindest ist mir kein
Mensch bekannt, der mehr leiden musste.

Leute, die in einem Krieg monate- oder jahrelang Angst ertragen müssen, verstümmelt werden und mit ansehen müssen, wie ihre Angehörigen verletzt oder umgebracht werden, leiden mehr als Jesus litt. Es kommt nicht darauf an, ob man einen Betroffenen kennt; man kann solche Schicksale als Tatsache ansehen. Auch unsere moderne Zivilisation mit ihren Auswucherungen bringt Leidenssituationen hervor, die über das Leiden Jesu hinausgehen. Jahrelange seelische Folter kann sogar schlimmer sein als körperliches Leid (Stichworte: Mobbing, Existenzangst, Ausgrenzung).

  1. Kann das Leiden Jesu (+ Auferstehung) ein Trost für
    Menschen sein, die mehr leiden ?

Ja, da Jesus sündlos war und völlig unschuldig leiden musste.
BER DER TROST IST NUR EIN NEBENPRODUKT.

Nach dem Trost habe ich aber gefragt. Wer leidet, braucht den Trost mehr als die religionsrechtliche Erlösungsgewißheit.

  1. Der starke und immer präsente Hinweis auf das Leiden Jesu
    durch die christliche Religion - weist dieses in der Summe auf
    das andauernde reale Leid in der Welt hin oder lenkt es eher
    davon ab ?

Der STARKE Hinweis auf das Leiden Jesus ist typisch
katholisch, nicht allgemein christlich.
Dieses leid zeigt den Preis der für die Sünden eines JEDEN
EINZELNEN von uns bezahlt wurde, weshalb jeder der IHN
annimmt, frei vopn chuld ist, da ER als Unschuldiger die
Strafe der eigenen Sünde getragen hat.
Geht also primär gar nicht um das leiden dieser Welt.

Interessant ist in diesem Zusammenhang die Frage, ob es wirklich unmöglich sein soll, ohne Sünde zu bleiben. Ich würde sagen, wenn jemand systematisch zu Dingen gedrängt oder verführt wird, die vorher als Sünde definiert wurden, dann begeht er keine Sünde, wohl aber die Veranstalter eines solchen Systems. Jesus bleibt aber trotzdem wichtig, weil er authentisch gehandelt hat. Den ständigen Hinweis, daß Jesus vorab für unsere Sünden gestorben sein soll und uns dadurch erlöst habe, empfinde ich als ranzig und nicht akzeptabel. Sein authentisches Handeln und die Vorstellung, daß Gott seinen Tod revidiert oder gar nicht erst zugelassen hat, empfinde ich als Dinge, an denen man sich aufrichten kann.

Torsten

Gruss
beat

Menschliches Leid/Jesu Leid
Hallo,

was mir schon beim Posting von Beat aufgefallen war: Ich denke nicht, dass es
irgendeine Bemessensgrundlage für „Leid“ gibt. Jemand, der gefoltert, gemartert
und ans Kreuz geschlagen wird leidet kaum mehr oder weniger als jemand, der über
Jahre hinweg interniert, gequält und schließlich auch getötet (oder auch nicht)
wird - das Leid ist in allen diesen Fällen im Wort-Sinn „unermesslich“, und jeder
Mensch wird es zudem anders empfinden. Jesus hat sicherlich schlimmste Qualen
gelitten, so, wie viele andere Menschen vor und nach ihm auch, ganz ohne „mehr
oder weniger“ - Bewertung.

Gruß
Christian

Hallo tHORSTEN

mich beschäftigen folgende Fragen:

Das Leiden Jesu war zwar enorm, aber es stellt - glaube ich -
bei weitem nicht das Maximum möglichen menschlichen Leids dar.

nA JA, BIN MIR DESSEN NICHT SICHER. Zumindest ist mir kein
Mensch bekannt, der mehr leiden musste.

Leute, die in einem Krieg monate- oder jahrelang Angst
ertragen müssen, verstümmelt werden und mit ansehen müssen,
wie ihre Angehörigen verletzt oder umgebracht werden, leiden
mehr als Jesus litt. Es kommt nicht darauf an, ob man einen
Betroffenen kennt; man kann solche Schicksale als Tatsache
ansehen. Auch unsere moderne Zivilisation mit ihren
Auswucherungen bringt Leidenssituationen hervor, die über das
Leiden Jesu hinausgehen. Jahrelange seelische Folter kann
sogar schlimmer sein als körperliches Leid (Stichworte:
Mobbing, Existenzangst, Ausgrenzung).

Jesus hat auch seelische Folter ertragen. Ausserdem hat er alle Sünden der Welt getragen, dies als völlig Unschuldiger. Der Kreuzestod als letzter akt der Grausamkeit ist einer der allerschlimmsten, wenn nicht der schlimmste Tod. Diese Leid am Kreuz zu hangen und dazu noch alle Sünden zu tragen konnte nicht einmal der Film „die Passion“ darstellen.
So schrecklich dass von Dir erwähnte ist, zweifle, dass es noch schlimmer ist.

  1. Kann das Leiden Jesu (+ Auferstehung) ein Trost für
    Menschen sein, die mehr leiden ?

Ja, da Jesus sündlos war und völlig unschuldig leiden musste.
BER DER TROST IST NUR EIN NEBENPRODUKT.

Nach dem Trost habe ich aber gefragt. Wer leidet, braucht den
Trost mehr als die religionsrechtliche Erlösungsgewißheit.

Die Erlösungsgeiwssheit mit dem Wissen, dass jesus dies auch mitgemacht hat, beinhaltet den Trost.

  1. Der starke und immer präsente Hinweis auf das Leiden Jesu
    durch die christliche Religion - weist dieses in der Summe auf
    das andauernde reale Leid in der Welt hin oder lenkt es eher
    davon ab ?

Der STARKE Hinweis auf das Leiden Jesus ist typisch
katholisch, nicht allgemein christlich.
Dieses leid zeigt den Preis der für die Sünden eines JEDEN
EINZELNEN von uns bezahlt wurde, weshalb jeder der IHN
annimmt, frei vopn chuld ist, da ER als Unschuldiger die
Strafe der eigenen Sünde getragen hat.
Geht also primär gar nicht um das leiden dieser Welt.

Interessant ist in diesem Zusammenhang die Frage, ob es
wirklich unmöglich sein soll, ohne Sünde zu bleiben.

Ist es

Ich würde
sagen, wenn jemand systematisch zu Dingen gedrängt oder
verführt wird, die vorher als Sünde definiert wurden, dann
begeht er keine Sünde, wohl aber die Veranstalter eines
solchen Systems.

Dann ist kaum jemand Sünder. Alle werden verführt und alle sagen irgendwann ja statt nein.

Jesus bleibt aber trotzdem wichtig, weil er
authentisch gehandelt hat. Den ständigen Hinweis, daß Jesus
vorab für unsere Sünden gestorben sein soll und uns dadurch
erlöst habe, empfinde ich als ranzig und nicht akzeptabel.

Wie wäre es, wenn es aber so ist?

Sein authentisches Handeln…

war nur möglich, weil er eben den Auftrag unsere Sünden zu tragen wahrnehmen wollte und hat.

Gruss
beat