Das lustige Fach Sport

Hallo Alexander,

Leider gibt es solche Lehrer nicht außerhalb von Filmen. Wenn
doch, dann ganz sicher nicht in Deutschland.

deine pauschal abwertenden Äußerungen gegenüber Lehrern, die
in jedem Posting herauszulesen sind, empfinde ich mittlerweile
als zunehmend nervend.

Dann habe ich einen heißen Tipp für Dich: Lies meine Postings nicht. Zumindest nicht in diesem Brett.

Erfahrungsberichte sind natürlich
erwünscht, aber diese allgemeinen Verurteilungen müssen doch
nicht sein, oder?

Wieso Verurteilungen? Ich habe gerade hier doch lediglich verglichen.

Leider ist die Realität nicht so schön einfach wie in
Hollywood-Filmen. „Der Club der toten Dichter“ ist zwar sehr
herzerwärmend, aber was meinst du denn würde passieren, wenn
ein Lehrer so oder ähnlich handeln würde?

Den Schülern würde Schule Spaß machen? Oh Gott! Nicht auszudenken! Brrr … schnell wieder ganz weit nach hinten, diesen bösen Gedanken!

Er könnte sich vor
Beschwerden von aufgebrachten Eltern, warum denn nicht nach
Lehrplan unterrichtet würde und teure Bücher verschandelt
werden, nicht mehr retten.

Das glaube ich kaum. Eltern wissen sehr wohl zu unterscheiden, ob ein Lehrer gute Arbeit leistet oder nicht. Als ob das Einhalten von Lehrplänen irgend einem Schüler weiterhelfen würde.

Von der Schulleitung ganz zu
schweigen.

Ja, da sehe ich allerdings auch schwarz. Rekrutiert sich die Schulleitung doch (wieder im Gegensatz zu vielen anderen Ländern) aus der Lehrerschaft.

Ein Glück, wer einen Dr. Specht an der Schule
hat…

Um Himmelswillen. Dieser Dr. Specht ist doch komplett unfähig auch nur eine vernünftige Unterrichtsstunde zu gestalten. Er wäre besser Sozialarbeiter geworden.

Ob das, was in den Lehrplänen so steht, wirklich alles
sinnvoll ist, steht auf einem anderen Blatt. Sicherlich müssen
da einige Kompromisse gemacht werden, da das Erziehen zu
selbstständigem Denken nun mal nicht in starren Zeitstrukturen
vonstatten geht.

Wo wird denn in öffentlichen deutschen Schulen zu selbstständigem Denken „erzogen“? Dort ist angepasstes Duckmäusertum angesagt. Je höher man sein Fähnchen in den Wind hängen kann, desto größer der Erfolg. Egal, wo in den Schulen genauer hingeschaut wird, bei Lehrern oder Schülern, egal in welcher Schulart, es tun sich immer tiefere Abgründe auf.

Aber da müssen andere Wege gegangen werden…

Welche denn? Mehr schlechte Zensuren im Sportunterricht?

Gruß

Fritze

Hallo Fritze

Dann habe ich einen heißen Tipp für Dich: Lies meine Postings
nicht. Zumindest nicht in diesem Brett.

vielen Dank für den heißen Tipp, aber als Moderator dieses Brettes bleibt mir das leider nicht erspart.

Wieso Verurteilungen? Ich habe gerade hier doch lediglich
verglichen.

Wenn du schreibst, „solche“ (d.h. fähige) Lehrer gibt es in Deutschland nicht, ist das ein Pauschalurteil, das du durch jedes deiner Postings durchblicken lässt.

Den Schülern würde Schule Spaß machen? Oh Gott! Nicht
auszudenken! Brrr … schnell wieder ganz weit nach hinten,
diesen bösen Gedanken!

Eine nette ironische Bemerkung, die leider in keinem Zusammenhang zu dem steht, was ich vorher geschrieben habe.

Das glaube ich kaum. Eltern wissen sehr wohl zu unterscheiden,
ob ein Lehrer gute Arbeit leistet oder nicht. Als ob das
Einhalten von Lehrplänen irgend einem Schüler weiterhelfen
würde.

Das tut es durchaus, so können sich nämlich Eltern oder auch Firmen informieren, was in der Schule vermittelt werden soll. Viele Eltern wissen sicher das von dir Gesagte zu unterscheiden, aber schon eine einzige Beschwerde würde ausreichen, um einen Lehrer in Bedrängnis zu bringen. Und dann muss sich dieser auf sicherem rechtlichen Grund (sprich: Lehrplan) bewegen können, um keinen Ärger zu bekommen.

Von der Schulleitung ganz zu
schweigen.

Ja, da sehe ich allerdings auch schwarz. Rekrutiert sich die
Schulleitung doch (wieder im Gegensatz zu vielen anderen
Ländern) aus der Lehrerschaft.

Und die nächste Pauschalverurteliung…

Um Himmelswillen. Dieser Dr. Specht ist doch komplett unfähig
auch nur eine vernünftige Unterrichtsstunde zu gestalten. Er
wäre besser Sozialarbeiter geworden.

Da stimme ich dir zu.

Wo wird denn in öffentlichen deutschen Schulen zu
selbstständigem Denken „erzogen“? Dort ist angepasstes
Duckmäusertum angesagt. Je höher man sein Fähnchen in den Wind
hängen kann, desto größer der Erfolg. Egal, wo in den Schulen
genauer hingeschaut wird, bei Lehrern oder Schülern, egal in
welcher Schulart, es tun sich immer tiefere Abgründe auf.

Mit dieser Aussage bestätigst du leider mein ursprüngliches Posting. Ich nehme natürlich alles zurück, wenn du mir sagst, dass du alle Schulen sowie alle Lehrer Deutschlands kennst.

Aber da müssen andere Wege gegangen werden…

Welche denn? Mehr schlechte Zensuren im Sportunterricht?

Darauf habe ich mich nicht bezogen, daher auch der abweichende Postingtitel.

Alles, worum ich dich bitte, ist eine etwas differenzierte Betrachtung von Schule und Unterricht und nicht diese Stammtischaussagen. Das Niveau von w-w-w ist meiner Meinung nach dank seiner Benutzer doch höher.

Gruß Alex

Hallo,

Alternativ hätte ich keine Schmerzen damit, im Sport überhaupt
keine Noten zu vergeben, weil ich denke, dass es zwar gut und
wichtig ist, daß es Schulsport gibt, das aber nicht für eine
Kernaufgabe der Schule halte, dies leistungsorientiert zu
vermitteln.

Genau meine Rede! Bin ich froh, dass ich nicht als einziger
meiner Meinung bin :smile: Wo der Sinn von diesen Zensuren in
Sport, künstlerischen oder musischen Fächern sein soll, ist
mir stets ein Rätsel geblieben.

Ich habe überlegt, ob ich Musik und Kunst da mit reinnehmen will, mich aber dagegen entschieden, weil das - zumindest in der Oberstufe - schon Fächer sind, in denen jeder halbwegs gleiche Chancen hat, da auch dort Klausuren geschrieben werden, die tatsächlich Wissen und Verständnis abfragen und wichtige Allgemeinbildung vermitteln wollen. In jüngeren Klassenstufen sieht das natürlich etwas anders aus, aber gelichstellen mit Sport kann ich das nicht.

Gruß,

Malte.

Hallo Malte!

Für’s Schwimmen braucht mal kein

räumliches Sehen.

Stimmt, nur wo wird an den weiterführenden Schulen Schwimmen
oberhalb der Klassen 5+6 noch unterrichtet?

Keine Ahnung. Zum Laufen braucht man räumliches Sehen auch nicht, ebenso wie zum Rudern, Kugelstoßen, Zirkeltraining, Speerwurf uvm. Alles Sportarten, die ich während meiner Schulzeit mitgemacht habe.

Alternativ hätte ich keine Schmerzen damit, im Sport überhaupt
keine Noten zu vergeben, weil ich denke, dass es zwar gut und
wichtig ist, daß es Schulsport gibt, das aber nicht für eine
Kernaufgabe der Schule halte, dies leistungsorientiert zu
vermitteln.

Ja, ja, ja, ich glaube diesem Vorschlag würden Tausende von
Schülern begeistert zustimmen.
Während man in den anderen Fächern mit Lernen etwas erreichen
kann, ist das nach meinen Erfahrungen in Sport und Kunst
schwierig bis aussichtslos.

Zu Kunst siehe meine Antwort an Fritze. Und im Sport kann man mit ÜBUNG etwas erreichen, was letztlich nichts anderes als LERNEN ist. Von nix kommt nix, das ist überall gleich.

Und ich schrieb bereits oben, dass ich mit einer 4 in Sport
überhaupt keine Probleme habe, nur halt mit dem Unverständnis,
dass es TATSÄCHLICH Menschen gibt, die einfach keine Sportler
sind.

Dann sind wir uns gar nicht so uneinig… Es gibt jedoch halt auch Menschen, die einfach keine Mathematiker sind - die bekommen auch keine guten Noten für’s Bemühen.
Ich verstehe einfach nicht, wo das Problem dabei liegt, für schlechte Leistungen auch schlechte Noten zu verteilen. An der zarten, verletzten Kinderseele? Hey, das Berufsleben ist nunmal leistungsorientiert. Daß die Leistungen, die in der Schule abgefragt werden, mitunter mit den erwarteten im Berufsleben nichts zu tun haben, ist mir auch klar, ändert aber nichts am Prinzip. An ihren Taten sollt ihr sie messen, alle Menschen und auch die Schüler.

Beispiel aus dem Unterricht in Kl. 2 „…der XXX kann ja noch
nicht mal einen Purzelbaum…“ Stimmt, weil der XXX nämlich
eine gestörte Motorik hat und sich bereits Krankengymnasten,
Ergotherapeuten etc. die Zähne daran ausgebissen haben ihn
beweglicher zu bekommen. Ohne Erfolg.

Ja und? Dann hat XXX eben andere Talente und hat in Mathe ne 1, wo der Supersportler kläglich versagt. Völlig normal.

Mein Wunsch wäre es, ein wenig mehr Sensibilität an den Tag zu
legen und die Schüler nicht „vorzuführen“.

Ich kann in lediglich schlechten Noten keine Unsensibilität erkennen, die kann höchsten sim Umgang mit den Schülern auftreten und hat da tatsächlich nichts verloren. Dennoch gibt’s nunmal für Arbeitsverweigerung ne 6 und Vollversagen trotz Bemühen ne 5 oder mit viel Goodwill noch ne 4-, je nach Lage. Wenn es de facto nur noch Noten von 1-4 gibt, sind die 1 und die 2 nichts mehr wert, und, viel schlimmer, diejenigen, die wenigstens noch ein bischen was auf die Reihe bekommen, werden mit den Totalversagern in eine Schublade gesteckt und nicht nur demotiviert, sondern auch noch beleidigt. DAS ist unsensibel, finde ich.

Gruß,

Malte.

Hallo,

Ich habe überlegt, ob ich Musik und Kunst da mit reinnehmen
will, mich aber dagegen entschieden, weil das - zumindest in
der Oberstufe - schon Fächer sind, in denen jeder halbwegs
gleiche Chancen hat, da auch dort Klausuren geschrieben
werden, die tatsächlich Wissen und Verständnis abfragen und
wichtige Allgemeinbildung vermitteln wollen.

Ich bin davon überzeugt, dass ein Mensch in diesen Fächern mit praktischen Fähigkeiten weit besser bedient ist, als mit den paar Brocken Theorie, die bis zum Abitur vermittelt werden könnten.

Auch macht es sich in einer Bewerbung um eine Ausbildungsstelle bzw. eine Arbeit weit besser, bei den sonstigen Fähigkeiten: „Spiele gerne Jazz-Improvisation auf Klavier und Klarinette“ eintragen zu können, als „habe bis zur 13 brav Musikklausuren mit ‚gut‘ bestanden und weiß jetzt, was Neumen sind.“

In jüngeren
Klassenstufen sieht das natürlich etwas anders aus, aber
gelichstellen mit Sport kann ich das nicht.

Ich bin durchaus der Meinung, dass man bezüglich der Zensuren mal über den eigenen Schatten springen sollte und einsehen, dass man nicht überall vergleichen und messen muss bzw. darf. Das machen im übrigen die Schüler auch ganz unter sich aus (soziale Kompetenz).

Nur weil das spätere Leben ein einziger Krampf sein kann (wenn man nämlich stets das, was man gerne machen möchte für das zurücksteckt, was man machen muss), muss man den Schülern doch nicht systematisch den Spaß an allem nehmen.

Ich bin mir sicher, dass man bei entsprechender Nachfrage gegenüber Schülern und Eltern z.B. im Rahmen einer Konferenz große Zustimmung für die Abschaffung der Zensuren in den genannten Fächern erreichen könnte bei gleichzeitiger Umstellung des „Lehrplans“. Das würde aber auch auf Seiten der Lehrer ein höchst überdurschnittliches Engagement verlangen, kommen solche Pläne ja bekanntlich von Behörden. Außerdem wäre der Aufwand (gerade auf Seiten der Musiklehrer) sehr viel größer. Man müsste, um das effizient gestalten zu können, abermals nicht nach Jahrgangsstufen, sondern nach Interessen einteilen. Aber was das Engagement der Lehrer betrifft, ist meine Meinung ja hinlänglich bekannt.

Gruß

Fritze

Hallo,

Das tut es durchaus, so können sich nämlich Eltern oder auch
Firmen informieren, was in der Schule vermittelt werden soll.

Firmen sind weniger daran interessiert, was in Lehrplänen steht, sondern daran, was die Schüler bis zum Ende ihrer Schulzeit tatsächlich mitbekommen haben.

Viele Eltern wissen sicher das von dir Gesagte zu
unterscheiden, aber schon eine einzige Beschwerde würde
ausreichen, um einen Lehrer in Bedrängnis zu bringen.

Wohl kaum.

Und dann
muss sich dieser auf sicherem rechtlichen Grund (sprich:
Lehrplan) bewegen können, um keinen Ärger zu bekommen.

Mir sind jegliche Berufsgruppen, die „nur ihren Job“ machen und sich ohne jedes Rückgrat auf Regeln zurückziehen, zuwider. Das findet man nicht nur, aber besonders häufig, bei Beamten und Lehrern. Dabei sind gerade die doch besonders fest im Sattel. So eine Beschwerde können die meisten „mit einer Backe“ absitzen.

Aber es bestätigt mal wieder, dass den meisten Lehrern weniger an ihren Schülern und dem Sinn ihrer Arbeit liegt, als an der ruhigen Kugel, die sie schieben können, solange sie unterhalb des Radars ihrer Vorgesetzten bleiben.

Was die Rekrutierung von Schulleitern aus Lehrerkollegien betrifft, so ist es in anderen Berufsgruppen durchaus nicht abwegig zu fordern, dass die Kontrollinstanz möglichst unabhängig von der zu kontrollierenden Instanz ist. Es macht in meinen Augen sehr großen Sinn, Schulleiter nicht aus dem Lehrerkollegium herauszubefördern, sondern diese Posten mit unabhängigen „Managern“ zu besetzen.

Gruß

Fritze

Hallo

Okay, Du hast es nicht anders gewollt. Du willst meine Meinung? Hier hast Du sie… :smile:)
Ich glaube schon, dass es die Noten 1 bis 6 in den meisten Faechern geben darf. Allerdings finde ich, dass es z.B. in Faechern wie Musik und Kunst recht schwer ist das koennen der Schueler zu beurteilen.

Es gibt Kids die sind „begabt“, in dem Sinne, dass sie im Kunstunterricht gut zeichnen koennen oder im Musikunterricht keine Probleme damit haben ein Instrument zu spielen oder Noten zu lesen. Es gibt aber auch welche denen das trotz Anstrengung einfach nicht gelingt weil sie in dem Bereich sozusagen zwei linke Haende haben. Bekommt der Schueler dann automatisch eine schlechtere Note als die die es einfach koennen? Ist doch irgendwie unfair einem Kind eine 4 zu geben wenn es sich im Kunstunterricht super dolle anstrengt und alles versucht etwas tolles zu machen und das naechste kind macht das mit Leichtigkeit und bekommt eine 1?Irgendwie fuehrt das meiner meinung dazu, dass sich die die es nicht so gut koennen sich irgendwann nicht mehr anstrengen etwas zu schaffen und dann bekommen sie noch schlechtere Noten.

Aber, wenn ein Schueler sich weigert etwas im Unterricht zu machen, was auf dem Stundenplan asteht, hat er durchaus eine schlechte Note verdient.

Als ich meinen Realschulabschluss machte ich einmal eine 4 In Wirtschaft/Politik und eine in Hauswirtschaft im Zwischenzeugnis. Ja, das waren berechtigte 4 denn in dem halben Jahr hab ich das ganze wohl nicht ernst genommen. Danach habe ich mich aber auf den Hosenboden gesetzt und fleissig fuer diese Faaecher gelernt und bin von den 4 runter.

Was ich nie verkraftet habe ist die 4 die ich in dem Abschlusszeugnis in Sport bekommen habe. Die, wie ich finde mehr als unberechtigt war. Ich habe bis auf 1 mal an jeder Sportstunde teilgenommen und den Tag war ich krank. Ich habe auch bis auf 1 mal alles im Sportunterricht gemacht was ich machen sollte. Dieses 1 mal sollten wir ueber irgendeinen Bock springen und davor hatte ich riesigen bammel. Bin da bei frueheren Sportstunden mal abgerutscht und das war schmerzhaft. Mitwelcher Berechtigung gibt ein Sportlehrer solch einem Schueler eine weitaus schlechtere Note als Schuelern die mehr als 10 Sportstunden unentschuldigt abwesend sind, einfach nicht am Unterricht teilnehmen oder was weiss ich nicht alles im Unterricht verweigern?

Nun ja, dass ganze ist ein paar Jahre her und heute habe ich grossen Respekt vor Lehrern.

Gruss,
Stefanie

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi,
wo steht denn geschrieben, in welchen Fächern ich mein Examen machen darf? Studieren durfte ich das, mein Examen habe ich auch in diesen Fächern gemacht. Schulligung…
Aragorn

Hallo Aragorn,

wenn ich mich an meine Schulzeit erinnere ist das Fach Sport ziemlich zweigeteilt in meiner Wertung. Da ich immer die Klassenkleinste war, hatte ich bei Dingen wie Hochsprung immer wahnsinnig Probleme. Ich fand und finde auch heute noch diese „Bewertungslisten“ nach Alter in solchen Bereichen eher unfair. Jemand der 10 cm größer ist tut sich nunmal leichter beim Hochspung auch wenn er ein Jahrgang jünger ist (das mal nur als Beispiel - es gibt eines Sportarten wo Größere es einfach leichter haben). Wenn es dann wieder schief ging, dann war meine Motivation bald ganz unten.

Spaß gemacht hatte mir Sport erst ab höheren Klassenstufen, als ich eine Wahlmöglichkeit beim Sport hatte und mir die Arten raussuchen konnte, die mir auch lagen. Wie schon mehrfach gesagt: Jeder hat Talent für spezielle Bereiche und ich denke man sollte gerade als Sportlehrer ein wenig darauf eingehen. Eine Lehrerin von mir hatte da eine recht gute Lösung: sie bot mehrere grundverschiedene Sachen in der Benotung an und eines davon durfte man streichen, sofern man regelmäßig da war und sich auch bemüht gezeigt hat. Hier ging man als Schüler ganz anders an „schwere“ (also für jeden selbst gesehen) Aufgaben ran.

Eine 4 in Sport halte ich insofern nur dann für gerechtfertigt, wenn der Schüler wirklich wenig Bemühen zeigt. Eine 5 oder 6 sollte nur dann eingesetzt werden, wenn der Schüler nie da ist, verweigert oder ähnliches.

Wobei ich grundsätzlich es garnicht schlecht fände, Noten in diesem Fach ganz zu streichen und es mit einer verbalen Bewertung gut sein zu lassen. Denn ich sehe den Schulsport in erster Linie als „Ausgleich“ für das lange Sitzen im Unterricht und zur Bewegung.

Wobei einem Lehrer gerade in diesem Fach klar sein sollte, dass man hier umso mehr Fingerspitzengefühl zeigen sollte bei schwachen Schülern.

Na ja… soweit meine Meinung zu diesem Thema - es gibt hier aber wie überall solche und solche (Lehrer), die einen schaffen Notengebung und Spaß für alle Schüler zu kombinieren und andere schaffen das eben nicht so leicht (keine Wertung dich betreffend - kann ich ja schlecht ;o) ).

Viele Grüße
Ameria

Hallo Aragorn,

ich hab mir jetzt fast alle der anderen Antworten durchgelesen und verspüre nun das dringende Bedürfnis meinen Senf auch noch dazu zu geben :wink:
Da ist einerseits ja Deine Argumentation, die ich auch aus meiner Schulzeit noch kenne: Benotung im Sport nach Leistung. Das geht sicher in vielen Disziplinen (Leichtatlethik) sehr leicht, in anderen recht gut („Handstandüberschlag gelungen?“) und in weiteren nicht so prima (Teamsportarten). Möglich ist’s aber in jedem Fall. Einige der anderen haben eingewandt: „Ja, aber wenn jemand nun wirklich unsportlich ist, und sich aber bemüht?“ Generell natürlich auch hier die Antwort „Was ist mit Legasthenikern?“ - die sind eben mit Buchstaben „unsportlich“ und bemühen sich möglicherweise genauso wie ein „steifer Bock“ beim Handstandüberschlag. Das alles würde nun dafür sprechen, auch Noten jenseits der 4 im Sportunterricht zu verteilen.
Andererseits, meine Stärken und Schwächen im mathematischen oder sprachlichen Bereich kann ich bei der Berufswahl entsprechend berücksichtigen und habe so mit meinen Schwachpunkten nach Beendigung der Schulzeit meist nimmer viel zu tun. So zum Beispiel die Null in Mathe, die eine hervorragende Dolmetscherin wird oder der Legastheniker der als Physiker Super-Leistungen bringt.
Aber uns allen gemeinsam bleibt eine gewisse Verantwortung für unseren Körper. Das heißt, egal welcher Beruf, aus gesundheitlichen Aspekten ist bekanntlich wichtig, irgendeine Sportart nebenher zu betreiben, um längerfristige Gesundheitsschäden zu vermeiden. Und da bei vielen Leuten der innere Schweinehund diesbezüglich recht ausgeprägt ist, wird man also eine Sportart wählen, die einem Spaß macht. Und woher soll ich als durchschnittlich unsportlicher Berufstätiger nun wissen, welche Sportarten mir denn Spaß machen könnten, wenn ich in der Schule durchweg die 4,0 hatte? Natürlich könnte ich heute nen Probetag im Fitness-Studio machen und morgen in den Handballverein gehen und übermorgen ins Schwimmbad. Das einzige Problem ist oben erwähnter Schweinehund, der zumindest mich von derlei Aktionen abhält. Das heißt - ich greife hier auf meine Erfahrungen von der Schule zurück und erinnere mich, daß mir Volleyballspielen immer besonders viel Spaß gemacht hat.
Und ich denke, daß genau hier der Sinn vom Schulsport zu suchen ist: nämlich das Interesse und die Freude an verschiedenen Sportarten zu wecken und allerlei Sachen auszuprobieren. Dann habe ich am Ende mein Profil und weiß, daß ich vielleicht im Turnen hoffnungslos ungelenkig bin, mir jedoch die Diskuswerferei total Spaß macht. Und darauf kann ich aufbauen, sei es im Sportverein in Richtung Leistungssport oder einfach als Ausgleichssport für die Zeit nach dem Schulsport. Meiner Meinung nach ist es hierfür essentiell, daß ich als Schüler eben nicht durch schleche Noten frustriert werde, sondern - im Gegensatz zu den meisten anderen Fächern - meine Bemühungen gewertet werden, so daß der Spaß an der Sache und die Freude am ausprobieren nicht verloren gehen und für meine Zukunft erhalten bleiben.

Liebe Grüße

Petzi

PS: Vielleicht noch eine Geschichte zu dem oben erwähnten Handstandüberschlag: Ich habe drei Jahre in Folge immer die 4,0 für meine Handstand-Purzel-Kuller-Überschläge bekommen, aber so richtig auf die Reihe bekommen hab ich das nie. Bis wir dann im Jahr Nummer 4 eine neue Lehrerin bekommen haben, die es sich zum Ziel gesetzt hat, allen dieses Kunststück beizubringen. Und das Wunder geschah: Sie hat uns neue Tricks verraten, Alternativen in der Hilfestellung geben, die Sache anders aufgezogen und nach zwei Stunden haben es auch die drei steifen Böcke auf eine 2,0 geschafft, weil der Handstandüberschlag zumindest technisch gelungen war (über die B-Note wurde nicht diskutiert *ggg*).

Hallo Aragorn,

habe nicht alle Artikel gelesen, aber möchte trotzdem kurz etwas zu Deiner Frage sagen.

Möchte mal kurz meinen Fall aus zurückliegender Schulzeit schildern. Für mich war Sport immer der absolute Horror. Ich bin von der Sorte „unsportlich“ und erschwerend kommt noch hinzu, daß ich an einer belastungsbedingten Bronchitis leide. Sport ist für mich - wie für alle anderen - durchaus gesund und soll auch von mir betrieben werden. Jedoch lag ich im Sportunterricht unter den Leistungen der Mitschüler - wegen meiner Unsportlichkeit und nicht zuletzt deshalb, weil ich unter Belastung Schmerzen in den Atemwegen habe. Auch Dinge wie Geräteturnen waren für mich ein Problem. Ich WOLLTE, aber KONNTE NICHT. Ich habe mich zwar bemüht, aber irgendwie hat das nie funktioniert. Bei meinen Lehrern bin ich immer auf wenig Verständnis gestoßen. Und da ich extrem sensibel war, habe ich deshalb mit der Zeit regelrecht eine Sportphobie entwickelt. Meinem Atemwegsproblem tut das keineswegs gut. Und ich bin erst jetzt langsam dabei, mich wieder ein wenig an regelmäßige sportliche Aktivitäten heranzutasten und diese Phobie zu überwinden.

Ich habe in meiner Schulzeit das Fach Sport immer als zu streng gesehen. Gut wäre es vielleicht, wenn den Schülern eine Wahlmöglichkeit gegeben werden würde, bei denen sie aus einem Katalog sportlicher Aktivitäten auswählen können. Aber das ist wahrscheinlich eher schwierig in die Praxis umzusetzen.
Die Benotung für Sport abzuschaffen wäre auch eine Möglichkeit, also Sport als ein Pflichtfach zu belassen, aber eben ohne Zensurenvergabe. Da besteht jedoch die Gefahr, daß Schulsport gänzlich nicht ernst genommen wird. Schwierige Sache.

Aber wahrscheinlich bin ich auch nur ein trauriger Einzelfall, an dem kein Exempel statuiert werden sollte. :wink:

Aber wenn ein Schüler in welchem Fach auch immer böswillig Leistungsverweigerung betreibt, finde ich eine entsprechende „Honorierung“ durch schlechte Noten zweifelsohne gerechtfertigt.

Gruß von SunFlower *keuch* :wink:

Das lustige Fach Sport ot.
Hallo Malte!

Für’s Schwimmen braucht mal kein räumliches Sehen. Das ist dann eben der Grobmotoriker
benachteiligt, der beim Werfen meinthalben besser war, oder
beim Fußball oder wo auch immer. Zumal man ja in der Oberstufe
die wesentlichen Sportarten sogar selbst wählen kann.

Dazu fällt mir eine Brillenträgerin aus meiner Schulzeit ein. Sonst eine Sportskanone kam sie beim Rückkenschwimmen nie am anderen Ufer an, da sie immer ihre „Kreise“ gezogen hat… Sie konnte sich halt nicht an den Deckenlinien orientieren…

Ich bin übrigens auch dafür, dass Bemühungen mit ner Vier bewertet werden.

lg

m.

Einstellungssache
Hi,
ich habe mir jetzt nicht alle Antworten durchgelesen, vielleicht sind die Gedanken jetzt nicht neu.

Ich habe (musste) zwei männlichen Schülern der 10. Klasse RS
NRW auf dem Zeugnis eine „4“ geben. Eine schr. Hausaufgabe
wurde jeweils nicht angefertigt, bei (entschuldigten)
Fehlstunden bei Anwesenheit keine Protokolle abgegeben. Einer
von beiden war z.B. ständig der Meinung, dass Turnen kein
Sport sei und er Schülerin XY locker davon laufe. Trotz
Aufzählung der Missetaten war er der Meinung, dass er ein
guter Sportler sei.

Hast Du ihn auf sein unsportliches Verhalten hingewiesen? Zum Sport gehört nicht nur der Körper sondern auch der Geist. Es mag ja sein, dass er gut Laufen kann, aber zum „Sportler“ gehört auch die sportliche Einstellung. Das sind Tugenden wie beispielsweise Kameradschaftlichkeit (gegenüber Partnern und „Gegnern“), Ehrlichkeit (als Schiri aber auch als Sportler beim Einhalten der Regeln, Stichwort „Schwalbe“) und Leistungsbereitschaft. Sport soll nicht das Hauen und Stechen sein, das wir in unserem Alltag haben.

Und auch der Hinweis, dass er in diesem
Halbjahr niemandem davonlaufen musste, trug keine Früchte.
Letztlich kam das Argument, dass ich Schuld sei, wenn er nicht
am Kolleg XZ genommen würde, weil doch dieses Zeugnis so
wichtig sei.

Wenn das so wichtig war, hätte er sich ja anstrengen können (Stichwort Leistungsbereitschaft)

…Mein Problem: Die Schüler halten sich für tolle Sportler. Und
der eine kann nach 7 Doppelstunden nicht mal
„Handstand-Abrollen“. Weil er auch mehr anderweitig
beschäftigt war…

Klarer Fall von unsportlichem Verhalten. So eine lasche Einstellung gegenüber dem Training würde in einem Sportverein kaum ein Trainer durchgehen lassen.

Also: Sport: „4“ oder „5“!? Darf das sein oder nicht?

Ja.

Was mir wichtig ist: Es kommt im Sport eben nicht nur auf die messbare Leistung an, sondern auch auf die Einstellung. Und beides sollte IMO benotet werden. Damit haben auch die unsportlichen Schüler eine Chance auf eine gute Note, da damit auch die Bemühungen um die richtige Bewegung, die richtige Technik in die Note einfliessen. Genauso wird Selbstüberschätzung bestraft. (Ich habe früher Kampfsport intensiv betrieben. Die „Bestrafung“ für eine lasche Trainingseinstellung hat im Wettkampf dann der Gegner übernommen …)

Ciao R.

Zwecklos…
Hallo Fritze,

Hallo,

Viele Eltern wissen sicher das von dir Gesagte zu
unterscheiden, aber schon eine einzige Beschwerde würde
ausreichen, um einen Lehrer in Bedrängnis zu bringen.

Wohl kaum.

Natürlich, aber ich beuge mich deiner Kenntnis des deutschen Schul- und Rechtssystems.

Mir sind jegliche Berufsgruppen, die „nur ihren Job“ machen
und sich ohne jedes Rückgrat auf Regeln zurückziehen, zuwider.
Das findet man nicht nur, aber besonders häufig, bei Beamten
und Lehrern. Dabei sind gerade die doch besonders fest im
Sattel. So eine Beschwerde können die meisten „mit einer
Backe“ absitzen.

Mir sind vor allem die Leute zuwider, die meinen, die Arbeit eines anderen beurteilen und bewerten zu können, ohne denjenigen zu kennen.

Aber es bestätigt mal wieder, dass den meisten Lehrern weniger
an ihren Schülern und dem Sinn ihrer Arbeit liegt, als an der
ruhigen Kugel, die sie schieben können, solange sie unterhalb
des Radars ihrer Vorgesetzten bleiben.

Sollten dich meine Postings (und damit meine Person) zu deiner Bestätigung gebracht haben, hast du dich hiermit für mich als Diskussionspartner disqualifiziert. Ich lasse mir durchaus sachliche Kritik gefallen, aber nicht solche Unterstellungen.

Ich muss um Entschuldigung bitten, dass ich mich in meinen vorherigen Postings wohl nicht verständlich ausgedrückt habe, da du dich wieder auf irgendwelche unbegründete Unterstellungen zurückziehst. Behalte

du deine Stammtischparolen in jedem Posting hier bei und wir haben alle unsere Ruhe. Leider werde ich sie weiterhin lesen müssen…

Alex

mmmh, ich hab auch nicht alle Artikel gelesen, trotzdem … ;.)
Schriftliche Aufgabe in Sport?? Das kenn ich nicht, ist das neu??
Ich hab Sport gern gemacht, gehör aber auch zu denen, die auch mal die (ersten zwei Stunden) Sport geschwänzt haben … na, halt in dem Alter, das man im allgemeinen als schwierig bezeichnet :wink: Mir war allerdings auch klar, dass ich dann halt keine 1 oder 2 bekomme.
Ich kann mir vorstellen, dass eine Beurteilung in diesem Fach gar nicht so einfach ist. Einige Antworten hab ich schon gelesen … und klar, es gibt solche, die Sport gern machen und sich da recht geschickt anstellen, und auch solche, die man eher als unsportlich bezeichnen könnte. Aber ich glaub, das war hier eher nicht die Frage.
Wie gesagt, dass in Sport auch schriftliche Aufgaben gegeben werden, kenn ich weder aus meiner Schulzeit noch aus der Schulzeit meiner Tochter. Aber Sport ist ein Fach wie jedes andere. Also ist das Notenspektrum wohl auch so, wie in jedem anderen Fach.
Da kann es einen halt auch mit ner fünf in Sport „erwischen“ insbesondere, wenn man sich für solch eine Sportkanone hält, dass man es nicht nötig hat, am Unterricht teilzunehmen.
Liebe Grüße
usch