Wenn sie [Jan Ulrich & Co.] sich bemühen und Lernerfolge zeigen muss
das nicht sein.
Genau, dann kriegen sie ne vier 
Ach, leiden ist übertrieben.
Ich bin auch nicht der nette Onkel, der morgens im
Trainingsanzug zur Schule fährt, in der Halle einen Ball in
die Mitte wirft und dann Zeitung liest.
Was würde denn dagegen sprechen, mal abgesehen davon, dass Du natürlich nicht Zeitung lesen sondern Aufsicht führen solltest?
„Nebenbei“ unterrichte
ich noch Mathe, Deutsch und Physik. Da habe ich genug zu tun,
sodass die Bezahlung schon OK ist.
Na, Du bist ja ein ganz toller Hecht!
Auch im Sport gibt es wichtige Inhalte, die über die reine
Bewegung hinausgehen. Z.B. Sportmedizinische Aspekte,
Trainingslehre etc., die, um einen Lernerfolg sicherzustellen,
am besten schriftlich angefertigt.
Jaja, diese Streitereien um angeblich wichtige Inhalte gibt es so lange, wie es Schule gibt. Sportmedizinische Aspekte, Trainingslehre, etc. gehören meiner Meinung nach nicht in den regulären Schulsport. Das kann man in den anderen Fächern abhandeln oder allenfalls in einem Sport-Leistungskurs.
[…]
Ich sehe den Sinn des Schulsports vor allem darin, dass die
Kinder und Jugendlichen sich zur Abwechslung auch mal richtig
austoben dürfen. Solche Maßnahmen wie Geräte- und Bodenturnen,
Diskusswerfen, überhaupt alle Einzelübgungen für die man
erstmal in einer Schlange anstehen muss, um sich dann einmal
mehr oder weniger elegant um ein Gerät zu winden, verhindern
diese Abwechslung komplett.
Und zu verlangen, sich mal auf neue Bewegungsformen
einzulassen, seine koordinativen Fähigkeiten zu erweitern,
vielleicht Interessen zu wecken… Also doch nur: Ball in die
Mitte?
Hä? Dafür, dass Du Deutschlehrer bist, zeigen sich bei Dir PISA-Symptome im Textverständnis. Lies doch mal den nächsten Absatz:
Ich bin der Meinung, es sollte im Schulsport weniger strikt
nach Jahrgängen, sondern nach Interesse getrennt werden. Wenn
also ein paar Schüler unbedingt „Turnen“ wollen, dann sollen
sie den Turnkurs wählen. Der Rest sollte die Freiheit haben,
sich in Mannschaftssportarten zu verausgaben und die ohnehin
knappe Sportunterricht Zeit möglichst aktiv und mit Spaß
verbringen. Das freut Schüler und Eltern.
Es geht in der Schule nicht nur nach dem Wollen. Manchen
Schülern ist auch die Rechtschreibung egal oder der Satz des
Pythagoras. Schule ist eben kein Freizeitverein, es gibt
Lehrpläne (auch im Sport) und das ist gut so.
Ob Lehrpläne wirklich „gut so“ sind, oder nicht, dass wäre einen neuen Thread wert. Deine Einstellung ist genau der Grund, warum Lehrer so überaus unbeliebt bei Schülern und Eltern sind und vor allem, warum Schüler immer weniger motiviert sind, überhaupt in die Schule zu gehen. Nur wenn es ordentlich schwer fällt und alle am stöhnen sind, ist es ein guter Unterricht? Wann hast Du denn Deine Ausbildung zum Lehrer gemacht? Noch zu Kaisers Zeiten?
Danach geht der ernsthafte Unterricht viel besser von der Hand
und sogar die Kollegen werden den Sportlehrern dafür dankbar
sein. Es wäre also eine win-win Situation. Konfrontation (wie
sie von Lehrern sehr gerne über alle Bereiche hinweg geradezu
gesucht wird) ist stets die schlechteste Lösung.
Und im unernsthaften Sport freuen sich dann ALLE Schüler auf
die gleiche Bewegungsform und lernen hinter viel besser? Das
erklär mir doch mal etwas genauer.
Nein. Hier greift wieder Dein Problem, dass Du nicht über den aktuellen Absatz hinaus blicken kannst. Wie ich etwas weiter oben sagte, sollen eben nicht alle Schüler das selbe machen, sondern es sich nach ihren Neigungen aussuchen dürfen.
Der Beweis, dass das funktioniert, wird (mal wieder) in anderen Ländern erbracht. Mich würde jetzt aber noch interessieren, für welche Zielgruppe Dein ursprüngliches Posting gedacht war. Sollten darauf nur Lehrerkollegen mit einem „ja, Du hast ganz recht, würg ihnen ordentlich miese Zensuren ins Zeugnis, diesen kleinen Querulanten“ antworten? Was hast Du erwartet?
Gruß
Fritze