mir ist aufgefallen, daß in niederländischen Lexika das IJ an der Stelle von Y alphabetisiert wird (weiß aber nicht, ob IJ, Y oder Y, IJ ). Das scheint also ein spezieller Doppelbuchstabe zu sein.
Nun habe ich mehrere Maus-Fragen
gibt es eine eigene IJ-Taste auf niederländischen Tastaturen?
kommt es vom ij, daß das y in älteren Texten mit Umlautpunkten (die kann ich ja nicht „Trema“ nennen, oder? das Trema trennt doch nur Doppellaute…?!) geschrieben wird?
(so ähnlich wie aus zwei v’s ein w wurde und das w deshalb im Englischen dabbelju und im Französischen dubleweh genannt wird…)
Eine kleine Begebenheit dazu: Neulich hat sich ein Redakteur der SZ (Süddt. Z.) darüber lustig gemacht, als er auf einem kleinen Zettel, das eine indonesische Putzfrau beschrieben hat, das y mit Umlautpunkten vorfand und es als „neue Erfindung“ beschrieb - in einem durchaus herablassenden Tonfall… (hätte der Schreiberling mal kurz in seinem Geschichtswissen gekramt, wäre ihm vielleicht eingefallen, daß Indonesien eine niederländische Kolonie war etc. )
Ach, SZ-Redakteure. In einem Institut für Ostslavistik an der HU Berlin ist ein genialer Fauxpas der SZ geläufig:
Der Name eines russischen Schiffes wurde in der SZ mit „Nactephak“ (sic!) wiedergegeben.
Na, nach welchem berühmten Menschen war das Schiff wirklich benannt?
kommt es vom ij, daß das y in älteren Texten mit
Umlautpunkten (die kann ich ja nicht „Trema“ nennen, oder? das
Trema trennt doch nur Doppellaute…?!) geschrieben wird?
(so ähnlich wie aus zwei v’s ein w wurde und das w deshalb im
Englischen dabbelju und im Französischen dubleweh genannt
wird…)
ich lebe hier in den Niederlanden und kann die mit Gewissheit sagen:
es gibt das IJ nicht auf der Tastatur. Diese Buchstabe heisst „Lange Ij“ (sprich ‚ei‘)und wird als ein Buchstabe behandelt, es gibt auch das „korte ei“, das kurze ei.
Früher oder auch heute sehr manchemal -wenn man es eilig hat- schrieb man es als y mit Umlaut drauf.