Hallo,
in der FR vom 17. August wird o.g. Buch hymnisch besprochen.
Auszug:
(…)der atemberaubenden syntaktischen Dynamik, der ob seiner, o Sprache, hilf!, lichten Brillanz wenigstens in den vergangenen 20 Jahren seinesgleichen sucht."
Ich gestehe, ich hatte bis dato von dem Autor noch nie was gehört (verfolge allerdings die Feuilletons nicht mehr so konsequent wie früher). Nun wird dort folgender Satz zitiert:
„Zwischen den beiden Hügeln leuchtet ein saphirblauer Meerbusen, umkurvt von weißblondem Strand, und dessen halben Bogen entlang wiederum schwingt sich ein Hain von Eukalytusbäumen mit angerosteten Kronen. Daran geschmiegt, erstreckt sich ein Haufendorf, ein schiefes, offenes Labyrinth aus hellen Häuschen und Häusern, fast alle karminrot gedeckt. ‚Ooooh‘, macht Monika.“
Mein Problem (?): Ich finde diesen Satz unsäglich! Kitschig-verquast sozusagen… Er löst keinerlei Bild oder Gefühl für diese Landschaftsbeschreibung in mir aus … etwas, was ich eigentlich von (guter) Literatur erwarte…
Meine Frage: Hat jemand von Euch das Buch gelesen? Wie findet ihr es? Bin ich altmodisch, ist das eine „junge“ Sprache, zu der ich evtl. den Anschluss verloren habe???
Nebenbei - das Komma nach „geschmiegt“ - gehört das da hin ???
Neugierig:
Anja
