ich habe eine arbeitsgerichtliche Klage gegen meinen ehemaligen chef erhoben und die Verhandlung gehabt.
Daraus entstand ein Vergleich!
Mir stehen nun noch verschiedene Dinge aus meinem ehemaligen Arbeitsverhältnis zu.
Lohnsteuerbescheinigung, Sozialversicherungsmeldung, etwas Gehalt und ein Arbeitszeugnis.
Nun, erreiche ich meinen ehemaligen Chef aber nicht mehr. Die Firma ist weg, kein Telefon oder E-mailaccount mehr gültig. Der ist wie vom Erdboden verschwunden.
Was soll ich machen? Wie komme ich an die Sachen? Muss ich die Klage vor Gericht neu aufrollen!
Wer kennt das und hilft mir, mit einer kurzen Antwort.
ja leider. Die üblichen Sachen, die man bekommt wenn man seine Arbeit beenden muß.
Und noch 450 Euro, Restgehalt.
Als Die Gerichtsbverhandlung war, haben wir das so vereinbart, weil es eigentlich um eine Kündigung ging. Gekündigt wurde ich am 12.09. zum 31.10.2003. Und aus dieser Zeit schuldet er mir noch Lohn.
Der Vergleich ist ein gültiger Titel. Du müsstest also die Zwangsvollstreckung beantragen und deine Rechte zwangsweise durchsetzen. Das Problem ist, wenn der verpflichtete wie vom Erdboden verschwunden ist dann ist das auf Deutsch Schei*e. Denn erstens kannst du die Bewilligung der Zwangsversteigerung niemandem zustellen (hier könnte man evtl. noch einen Kurator bestellen) und zweitens findest du dann kein Vermögen, welches du verwerten kannst (und die Verfahrenskosten musst du ja vorstrecken).
Wenn dein Arbeitgeber eine natürliche Person war, dann solltest du versuchen sie irgendwie zu finden (möglicherweise über einen Gläubigerschutzverband) oder zumindest Vermögen zu finden (zB ein Grundstück irgendwo). Das ist natürlich schwer, aber dein Titel gilt 30 Jahre, also wenn du ihn einmal hast, dann kannst du überraschend gleich mit der Zwangsvollstreckung zuschlagen.
Ich meinte Bewilligung der Zwangsvollstreckung und nicht Zwangsversteigerung (hab gerade einen Zwangsversteigerungsakt auf dem Schreibtisch - daher meine Verwirrung).
Das ganze Problem liegt darin, dass ich keinerlei Möglichkeiten habe, an meinen ehemaligen Chef ranzukommen.
Ich weiß wo er wohnt, ja das nutzt mir aber auch nichts. Der hat das schon clever eingefädelt.
Er weiß genau, dass mir diese Sachen noch zustehen, drückt sich aber, mir diese auszustellen. Ich krieg echt die Krise mit dem. Nicht mal die einfachsten normalsten Sachen, kann man von ihm erwarten. Ich soll ja nicht fluchen, aber der **tzt mich an. Wir hatten mittlerweile die zweite Gerichtsverhandlung in zwei Jahren. Ist doch ein toller Chef, oder? Der taugt nicht die Bohne und schafft es immer wieder, alle mit seiner schleimigen Art einzuwickeln.
Ich werde morgen mal persönlich zu ihm fahren. Dann hat er wieder tausend Ausreden, von wegen seine Festplatte wäre abgestürtzt und deshalb könne er keine Lohnscheine drucken. Bla bla bla…
Ich danke Dir trotzdem für´s zuhören und wünsche Dir schöne Weihnachten.