Das Tolle an der Ich-AG !

ist, dass wir nicht einmal merken, wie wir von unserer Regierung „verschaukelt“ werden. Wir versuchen’s einfach mal. Ich nicht. Egozentriker will ich nicht werden und was ist mit demnächst einer „Du-AG“ oder einer „Wir-AG“? Demnächst gibt es vielleicht eine ICH-Gesellschaft? Lieber lasse ich weiterhin mobben.

Das schönste ist die Übersetzung dieser Ag ins Englische oder ins Französische. Die müssen denken (ganz ehrlich) wir haben einen „KNALL“ !!

Können wir nicht einfach selbständig und vernünftig bleiben oder werden ?

Der liebe Gott lehrt, wir sollen ihn lieben von ganzem Herzen und unseren Nächsten wie uns selbst.

… die Ich-AG hat vieleicht insgeheim was ganz Anderes im Sinn. Verzeihung… ich musste mal die Luft rauslassen …

Hallo Karin,

ich kann dich schon verstehen. Es klingt so wichtig und ist doch nicht viel dahinter.

Ich zitiere mal Holger Franz der unter http://www.heilpraktiker-online.com/forum/ (direkte Verlinkung nicht möglich) fogendes gepostet hat, was jeder bedenken sollte:

**Moin!
Um erst ein Mal ganz Pauschal auf Birgits Idee zu antworten:

Die Ich-AG ist für fast niemanden geeignet.
Bitte vorher dringend ausführlich informieren!!!

Nur einige Stichpunkte:

  • von den 600 € bleiben ca. 220 € nach Abzug der Sozialkosten übrig.
    Wo von wird dann die Miete, Ware, Werbung oder Versicherung bezahlt? (und die Startinvestitionen?)
  • Es darf niemand angestellt werden (auch keine Familienmitglieder) Sie können allerdings gerne kostenlos mitarbeiten. Und was, wenn mal Hilfe benötigt wird?
  • Der Antragsteller muss Anspruch auf Zahlung von Arbeitslosengeld o. -hilfe sein.
    Warum nimmt er dann nicht das meist wesentlich höhere Überbrückungsgeld. Ist zwar nur für ein halbes Jahr, aber ein guter Start ist besser als ein langsames „Verhungern“. Mit der Mindestarbeitsleistung von 15 Stunden komme ich automatisch in eine wesentlich höhere Beitragsklasse für die Krankenversicherung.

Sollte der Verdienst vor dem Antrag natürlich so gering gewesen sein, dass selbst der Betrag für die Ich-AG höher ist als das Arbeitslosengeld, dann gehe ich davon aus, dass in den meisten Fällen sowie so keine finanziellen Rücklagen vorhanden sind - aber alle Notwendigkeiten, Aufgaben und Pflichten eines Unternehmers auf einen zu kommen. Wie will die Person dann auch nur die kleinsten Probleme überstehen?
Oftmals ist das Ergebnis: Voller Einsatz und Verschleiß für den Job aber über kurz oder lang Pleite - und zusätzlich sind die privaten Ressourcen auch noch verschwunden.

Die Not ist ein sehr schlechte Motivation und ein schlechter Ratgeber für eine Selbstständigkeit.

Passt auf Euch auf!

Gruss
H.F.**

Gruß Ivo

Hallo Karin, Ivo und Co.

Das vermeintlich tolle an der Ich-AG (Unwort und Widerspruch in sich) soll sein, dass man eben nicht einen fundierten Geschäftsplan vorlegen muss, der dann auch noch „geprüft“ wird. Das mag solche ermutigen, die mit „Bürokratie“ nichts am Hut haben. Was eigentlich als kritische Selbstkontrolle für eine fundierte Existenzgründung gedacht ist, wird hier „großzügig“ ausgelassen und konterkariert: ich fürchte, dass die mittel- und langfristigen Ergebnisse entsprechend sein werden.

Dazu las ich kürzlich folgenden Witz: Was ist das? Ein einzelner Mann mit Sixpack auf einer Parkbank? Antwort: Betriebsausflug einer Ich-AG!

daran schließt sich mir die Frage, ob wirklich alle eine Firma gründen sollten, „…die mit „Bürokratie“ nichts am Hut haben…“.

eine ernsthafte selbstständigkeit ist doch wohl nur möglich, wenn ich mich auch voll damit beschäftige und dann auch der „papierkrieg“ in kauf nehme.