Hallo,
Du meinst also,
ich meine, das wir beide nicht in die Köpfe der Polizisten schauen können um deren Motivation zu erkennen.
daß die Polizisten nicht nur gemeinsam eine
Straftat begingen, sondern mindestens einer der beiden Drogen
erwarb,
wenn die Motivation, die wir wie gesagt nicht kennen, groß genug ist, erscheint es mir möglich.
so daß es also noch einen außenstehenden Dritten gab,
der den beiden Ärger bereiten könnte?
denkst du denn, das es möglich ist, das der außenstehende Dritte, einem kriminellen Beamten wirklich Ärger bereiten kann, zumal er mit Sicherheit aus einem Milieu kommt, wo die Glaubwürdigkeit gegen Null tendiert? Dieser Dritten Person dürfte zudem bewusst sein, dass der folgende Ärger mit dem Kriminellen Beamten um einiges höher sein wird.
Ausserdem wenn Richter in einem vergleichbar geringen Fall schon so voreingenommen urteilen, dürfte es diesem Dritten sehr schwer fallen, gegen Beamte vorzugehen, wenn er es überhaupt will. Denn warum sollte er seine Connections zur Polizei aufs Spiel setzen?
Du meinst außerdem,
genau, ich halte es durchaus für möglich…
daß
die Polizisten einen Teil ihres sauer verdienten Geldes darin
investierten,
…wie die Wahrscheinlichkeit, das es Kriminellen Beamten durchaus möglich ist, Drogen umsonst oder gegen andere Dienstleistungen zu erhalten.
einem unbekannten Ärger zu bereiten, obwohl es
dazu viel lustigere Möglichkeiten, die auch viel weniger Ärger
nach sich ziehen.
Ob die Motivation der Beamten darin lag, sich zu belustigen, halte ich eher für unwahrscheinlich. Ich gebe dir Recht, daß es unwahrscheinlich ist, daß Polizisten aus niedrigen Beweggründen wie der eigenen Belustigung, ihre Karriere aufs Spiel setzen würden.
Von daher würde ich die Motivation woanders ansiedeln, wie z.B. um die eigenen Erfolgsstatistik endlich höher zu schrauben.
Auch hier kann man berechtigterweise fragen, was hat ein
Beamter, in diesem Fall sogar zwei, davon, eine falsche
Verdächtigung vorzubringen?
Eine falsche Verdächtigung liegt nur dann vor, wenn der
Verdächtigende weiß, daß seine Verdächtigung falsch ist.
Z.B. wenn der Verdächtigende, wie in meinem Fall, angebliches Beweismaterial vorzaubert, um seine Verdächtigung zu bekräftigen, weil er darin die Möglichkeit sieht, daß der Verdächtigte von vornerein klein bei gibt?
Ich
bin mir sicher, daß auch Du Dir schon einmal bei einer Sache
absolut sicher warst, obwohl Du hoffnungslos daneben lagst.
Sicher, kann vorkommen, aber in diesem Fall muss ich mir noch nichtmal sicher sein, sondern habe die Tatsachen gesehen und die Art und Weise, wie die Verdächtigung zustande kam.
Du kannst mir glauben, das mein unbändiges Vertrauen in die
Justiz durch solche Dinge enorme Risse erhalten hat.
Und dieser Vertrauensverlust bringt Dich zur Überzeugung, daß
es denkbar ist, daß sich Polizisten mit hohem Risiko Drogen
beschaffen, diese dann einem Unbekannten unterschieben, um
damit aber auch rein gar nichts zu erreichen,
das mit dem nichts erreichen, lassen wir mal so im Raum stehen, denn, wie gesagt, kennen wir beide nicht die Motivation der Beamten.
aber dennoch
ihren Arbeitsplatz zu risikieren?
Wenn die Motivation groß genug ist?
Sehr seltsam.
Seltsam finde ich Dein unerschütterliches und Bedingungsloses Vertrauen in die Unfehlbarkeit der Polizeibeamten, was den Drang zur Kriminalität angeht.
Ich bin mir sicher, das der größte Teil der Beamten ihren Job aus ideellen oder Wirtschaftsorientierten Gründen ausübt, aber genau so sicher bin ich mir, das es in der Branche auch Kriminelles Gedankengut gibt.
Möglich ist für mich auch die Tatsache, das sich im Falle des Fragestellers, die Drogen tatsächlich bereits im Wagen befanden.
Ich halte es aus genannten Gründen aber auch für möglich, das es nicht der Fall war.
Wie auch immer, wir werden es nicht erfahren, weil die Möglichkeiten eines Verdächtigten, m.E. sehr gring sind, seine Unschuld zu beweisen.
Gruß
Rocco