Hai, Jörg,
Gibt es in der Psychologie eine Theorie, nach welchen
Kriterien eine Ordnerablage (Breite, Tiefe der Schachtelung
etc.) aufgebaut sein muss, um Daten effizient zu finden.
Ich hab mal irgendwo gelesen, daß nicht mehr als sieben Punkte auf einer Ebene mit jeweils nicht mehr als sieben Ebenen übereinander auftauchen sollten - meine Erfahrung sagt aber, daß die meisten Anwender schon mit Fünf Ordnern mit drei Ebenen überfordert sind…
Dazu kommt, daß die Ablage-Struktur auf einem Rechner die Denkstruktur des daran Arbeitenden widerspiegelt (Nur ein Kleingeist hält Ordnung - das Genie überblickt das Chaos) und/oder das alte Papier-Ablage-System der Firma einfach auf den Rechner übertragen wurde (Ham wa schon immer so gemacht).
Ebenfalls aus Erfahrung kann ich Dir mitteilen, daß es weitesgehend sinnfrei ist, einer Firma ein Ordnungssystem „von außen“ überstülpen zu wollen - und sei es noch so logisch und einfach.
(Ein Grund, warum so viele kleine Firman Warenwirtschaftssysteme erst kaufen, um Zeit zu sparen, die dann aber vergewaltigen, bis nix mehr geht, ihre Rechnungen wieder per Word erstellen und am Ende mehr Zeit benötigen, als vorher)
Die Gewohnheit setzt sich durch, das System wird zweckentfremdet und dann findet man garnichts mehr.
Ein gutes Ablagesystem ist also, meiner Meinung nach, ein System, das die Gewohnheiten des Personals mit den Erfordernissen der Firma abgleicht und soetwas wie einen Querschnitt bildet, an den sich dann alle halten müssen…
…was schon wieder das nächste Problem beinhaltet: das (teil-)neue System muß, zumindest in der Anfangszeit, überwacht werden…
PS: Ich denke das fällt unter den Bereich „Wissensmanagement“
und ist sehr komplex, aber villeicht gibt es ja „pragmatische“
Lösungen…
Ich glaub nicht dran, daß es soetwas gibt - aber, mal sehen, vielleicht haben die Gebüldeten *g* was auf der Pfanne…
Gruß
Sibylle
(leidgeprüfte DAU-Anrufbeantworterin: „Wo ist denn meine neue E-Mail?“ - „???“)