Daten auf defekter Platte als Beweismittel?

Hallo.

Ich hab mir eine IBM Festplatte gekauft.
Seit heute geht sie nicht mehr, der Motor ist defekt. Ich habe aber noch Umtauschrecht. Es ist schade um die Daten, aber naja.

Auf der HDD befinden sich sowohl einige(!) MP3s von denen ich nicht die Orginal-CDs besitze sowie div. DivX Filme und ein paar Bilder :wink: sowie PERSÖNLICHE Dokumente von mir, wo Adressen, Kontonummern, u.ä. zu finden sind.

Jetzt meine Frage:
Kann bei einer Reparatur dieser Platte, der Inhalt rechtlich gegen mich verwendet werden, da der Mechaniker ja die Daten noch lesen kann, da ofensichtlich nur der Motor defekt ist?

Bitte um dringende Antwort!

mfg

Thomas

Hallo Thomas,

juristisch kann ich Dir keine Auskunft geben, aber technisch: wenn Du die Platte bei einem Fachhändler umtauscht, mache bei der Rückgabe darauf aufmerksam, dass sich „personengebundene Daten auf der Platte befinden, die dem Datenschutzgesetz unterliegen“ (von irgendwelchen MP3’s musst Du ja nix erwähnen) und verlange eine schriftliche Bestätigung, dass dafür Sorge getragen wird, dass die Platte nicht repariert/ausgelesen wird.

Als ich mal einen solchen Fall hatte, hat der entsprechende Techniker einfach die Platte dreimal wuchtig gegen die Tischkante geknallt, bis es im Plattengehäuse hörbar klirrte und knirschte. „Die liest keiner mehr!“.

Früher konnte man noch relativ einfach magnetisch löschen, dafür sind aber die heutigen Festplatten zu gut geschirmt. Da bräuchte man schon einen SEHR starken Magneten.

Gruß
Stefan

Na ja …

Hallo Thomas,

juristisch kann ich Dir keine Auskunft geben, aber technisch:
wenn Du die Platte bei einem Fachhändler umtauscht, mache bei
der Rückgabe darauf aufmerksam, dass sich „personengebundene
Daten auf der Platte befinden, die dem Datenschutzgesetz
unterliegen“ (von irgendwelchen MP3’s musst Du ja nix
erwähnen) und verlange eine schriftliche Bestätigung, dass
dafür Sorge getragen wird, dass die Platte nicht
repariert/ausgelesen wird.

Der Händler, der diese Erklärung abgibt ist sich der Folgen offensichtlich nicht bewußt. Da die Platte idR. zum Hersteller in das Ausland geht und in irgendwelchen unbekannten Kanälen versickert, teilweise sogar palettenweise in Länder wie Russland etc. verscherbelt wird, kann keine Händler soetwas garantieren.

Als ich mal einen solchen Fall hatte, hat der entsprechende
Techniker einfach die Platte dreimal wuchtig gegen die
Tischkante geknallt, bis es im Plattengehäuse hörbar klirrte
und knirschte. „Die liest keiner mehr!“.

Geht natürlich, reklamiert der Techniker nun beim Hersteller dürfte der Tatbestand des Betrugs erfüllt sein, denn der Techniker wird angeben, dass die Platte von alleine kaputt gegangen ist und kostenlosen Ersatz fordern.

Früher konnte man noch relativ einfach magnetisch löschen,
dafür sind aber die heutigen Festplatten zu gut geschirmt. Da
bräuchte man schon einen SEHR starken Magneten.

Gruß
Stefan

Das einzig zuverlässige Mittel die Daten zu löschen dürfte ein Hochofen oder eine Axt sein. Dann gibt es aber keine Garantie mehr.
Denn: das Eine was man will, das Andere was man kann.

Gruß

Matthias