Daten gelöscht aber wiederherstellbar?

Es gibt ja fast immer die Möglichkeit Daten(Bilder,Musik…) nach dem löschen einfach mit unzähligen Programmen wiederherzustellen.
Eigentlich habe ich das immer so hingenommen, aber jetzt frage ich mich wie funtioniert das.
Wenn man eine Datei löscht wird der Platz auf der Festplatte wieder freigegeben, aber irgendwie ist die Datei trotzdem noch da.
Wie soll ich das verstehen.
Und gibt es eigentlich eine Möglichkeit seine Daten rückstandslos zu beseitigen oder kann man die 1en und 0en nur solange vertauschen bis kein logischer Zusammenhang mehr zu erschließen ist?

Vielen Dank für die Antwort/en im Voraus!!!

Hallo,

Wenn man eine Datei löscht wird der Platz auf der Festplatte
wieder freigegeben, aber irgendwie ist die Datei trotzdem noch
da.
Wie soll ich das verstehen.

am einfachsten finde ich den Vergleich mit einem Buch: Im Inhaltsverzeichnis steht, auf welcher Seite du welchen Abschnitt findest. Auch auf der Festplatte gibt es ein solches Verzeichnis, in dem vermerkt ist, wo auf der Festplatte eine Datei steht.

Wenn du jetzt im Buch einen Abschnitt löschen willst, geht das am schnellsten, wenn du einen Stift nimmst und im Inhaltsverzeichnis einfach die entsprechende Zeile durchstreichst. Dann weiß jeder, der das Inhaltsverzeichnis durchliest, dass es den Abschnitt nicht mehr gibt. Trotzdem sind natürlich hinten im Buch die entsprechenden Seiten noch da und der Abschnitt ist dort auch noch lesbar. Deswegen kann man ihn wiederfinden, wenn man das Buch aufmerksam durchliest. (Das ganze funktioniert dann nicht mehr, wenn die Seiten des Abschnitts mit neuen Daten überschrieben wurde; da die Seiten ja nicht mehr im Inhaltsverzeichnis eingetragen sind, könnte man z.B. seine Briefmarkensammlung dort einkleben, um dann vorne im Verzeichnis einen neuen Eintrag „Briefmarkensammlung - Seite X“ zu machen.)

Und gibt es eigentlich eine Möglichkeit seine Daten
rückstandslos zu beseitigen

Ja, prinzipiell geht das. Um im Bild zu bleiben, müsstest du die Seiten des Abschnitts mit Tipp-Ex oder Edding behandeln, bevor du den Eintrag im Inhaltsverzeichnis entfernst, damit wirklich die Daten weg sind. (Entsprechend gibt es Programme, die den Speicherbereich der Datei mit Nullen oder zufälligen Daten überschreiben, bevor sie den Verweis auf die Datei löschen.)

Viele Grüße,

Andreas

Vielen Danke für deine Antwort dein Vergleich gefällt mir.
Ich hab mich noch bischen schlau gemacht und es ist auch ganz gut damit zu verstehen das der Schreibkopf nur die wirklich benötigte schreibkraft benutz und daher kann man einen Unterschied zwischen den neuen Datenmaterial und dem alten messen ^^ …also ich kann das schlecht erklären.

Grüß WarumIstDasSo

Hallo,

das der Schreibkopf nur die wirklich
benötigte schreibkraft benutz und daher kann man einen
Unterschied zwischen den neuen Datenmaterial und dem alten
messen

jetzt bringst du aber zwei Dinge durcheinander. Wovon du sprichst, ist das tatsächliche Überschreiben von Daten auf der Festplatte. Dann kann (konnte?) man mit viel Aufwand in einem Labor und empfindlichen Messgeräten die Festplatte analysieren und versuchen zu erraten, welche Daten vorher dort gespeichert waren. Das würde in meinem Beispiel dem Fall entsprechen, dass man hinten im Buch auf die Seiten 15 bis 20 z.B. eine neue Geschichte reinschreibt, aber wenn man sich die Seiten ganz aufmerksam anschaut, kann man noch die Druckerschwärze der alten Buchstaben darunter erkennen.

Wenn du aber einfach eine Datei löscht, werden die Daten der Datei überhaupt nicht angefasst oder überschrieben. Einzig und allein die Information, wie die Datei heißt und wo sie steht, geht verloren. Das steht aber in einem ganz anderen Bereich der Festplatte (im Inhaltsverzeichnis).

Deswegen muss man auch mit solchen Dateiwiederherstell-Programmen, von denen du erzählt hast, schnell sein und möglichst wenig in der Zwischenzeit mit seinen anderen Dateien machen: Sobald die eigentlichen Daten der Datei überschrieben sind, können die Programme nämlich auch nichts mehr retten.

Ich hoffe, ich konnte dir den Unterschied noch einmal klarmachen.

Andreas