Daten sammeln in Filesharingforen?

Hallo,

eine Frage zu Filesharingforen. Kann man, wenn man sich selbst beteiligt und Daten saugt feststellen, von wem man die saugt? Oder müsste ein User, der dort angemeldet ist und eine Abmahnung bekommt davon ausgehen, daß die Zuordnung der Adresse zur IP tatsächlich unter Mitwirkung der Staatsanwaltschaft zustande gekommen ist?

Um Vermutungen vorzubeugen, ich beteilige mich weder an der Virenzucht in Filesharingforen (ich mag das Ungeziefer einfach nicht) noch habe ich eine Abmahnung bekommen. Mich interessiert nur mal, wie diese Abmahnungen zustande kommen. Wenn in meinem Bekanntenkreis Jemand so eine Abmahnung bekommen würde, würde ich den Weg zum Anwalt raten, allein schon, weil die ohnehin alle eine Rechtsschutzversicherung haben. Das ist nicht die Frage.

Gruß, Rainer

Moien

eine Frage zu Filesharingforen.

Welches Protokoll, welche zugrundliegende Technik? Geht es um Bittorrent, Gnutella, eMule, ftp, freenet,…?

Kann man, wenn man sich selbst
beteiligt und Daten saugt feststellen, von wem man die saugt?

In den meisten Fällen kennt man die IP, bei manchen Ausnahmen nein. Von der IP zum Namen kommt man in den meisten Fällen per Polizei/Staatsanwaltschaft, bei manchen Ausnahmen auch nicht.

Oder müsste ein User, der dort angemeldet ist und eine
Abmahnung bekommt davon ausgehen, daß die Zuordnung der
Adresse zur IP tatsächlich unter Mitwirkung der
Staatsanwaltschaft zustande gekommen ist?

Die realen Personnendaten bekommt man i.d.R. nur über eine Anzeige raus.

Um Vermutungen vorzubeugen, ich beteilige mich weder an der
Virenzucht in Filesharingforen (ich mag das Ungeziefer einfach
nicht) noch habe ich eine Abmahnung bekommen. Mich
interessiert nur mal, wie diese Abmahnungen zustande kommen.

Es gibt inzwischen Daten-Harvester Programme. Die durchsuchen vollautomatisch die gängigen P2P-Netze (gnutella, eMule,…) immer wieder nach Schlüsselwörtern (Songtitlen). Finden sie was so wird zumindest ein Teil runtergeladen. Dann werden IP und Liste der Dateien an die Musikindustrie verkauft. Diese verklagt dann im grossen Styl alles und jeden.

Bei Bittorrent liegt die Sache etwas anders. Um an die IPs von Dowloadern zu kommen müsste man sich selbst als Uploader (seeder oder tracker) einer Datei eintragen lassen. Das ist rechtlich sehr dünnes Eis. Man könnte auch testweise runterladen, kommt dabei aber nicht an alle IPs ran. Vorallem kommt man nicht an eine Liste aller Dateien auf dem downloader-Rechner ran. Jemanden wegen einer runtergeladenen MP3 zu verklagen ist selbst der Musikindustrie zu doof (und wieder rechtlich sehr dünnes Eis).

cu

Mahlzeit pumpkin,

Welches Protokoll, welche zugrundliegende Technik? Geht es um
Bittorrent, Gnutella, eMule, ftp, freenet,…?

sagen wir mal, der Esel …

Kann man, wenn man sich selbst
beteiligt und Daten saugt feststellen, von wem man die saugt?

In den meisten Fällen kennt man die IP, bei manchen Ausnahmen
nein. Von der IP zum Namen kommt man in den meisten Fällen per
Polizei/Staatsanwaltschaft, bei manchen Ausnahmen auch nicht.

OK.

Oder müsste ein User, der dort angemeldet ist und eine
Abmahnung bekommt davon ausgehen, daß die Zuordnung der
Adresse zur IP tatsächlich unter Mitwirkung der
Staatsanwaltschaft zustande gekommen ist?

Die realen Personnendaten bekommt man i.d.R. nur über eine
Anzeige raus.

Das dachte ich mir.

Um Vermutungen vorzubeugen, ich beteilige mich weder an der
Virenzucht in Filesharingforen (ich mag das Ungeziefer einfach
nicht) noch habe ich eine Abmahnung bekommen. Mich
interessiert nur mal, wie diese Abmahnungen zustande kommen.

Es gibt inzwischen Daten-Harvester Programme. Die durchsuchen
vollautomatisch die gängigen P2P-Netze (gnutella, eMule,…)
immer wieder nach Schlüsselwörtern (Songtitlen). Finden sie
was so wird zumindest ein Teil runtergeladen. Dann werden IP
und Liste der Dateien an die Musikindustrie verkauft. Diese
verklagt dann im grossen Styl alles und jeden.

ahhh. OK.

Bei Bittorrent liegt die Sache etwas anders.

Davon habe ich noch gar nicht gehört.

Um an die IPs von
Dowloadern zu kommen müsste man sich selbst als Uploader
(seeder oder tracker) einer Datei eintragen lassen. Das ist
rechtlich sehr dünnes Eis.

Das hatte ich auch bei Emule vermutet, scheint aber falsch zu sein. Nur wußte ich nicht, ob man da als User schon ohne Umwege an Daten kommt und die IP gar nicht auswerten muß. Ich weiß eben nicht, wie die Software aussieht, welche Daten der User angeben muss … deshalb frage ich, zum Ausprobieren habe ich keine Lust.

Man könnte auch testweise
runterladen, kommt dabei aber nicht an alle IPs ran. Vorallem
kommt man nicht an eine Liste aller Dateien auf dem
downloader-Rechner ran. Jemanden wegen einer runtergeladenen
MP3 zu verklagen ist selbst der Musikindustrie zu doof (und
wieder rechtlich sehr dünnes Eis).

Da kann ja auch ein professioneller ‚Abmahner‘ dahinter stecken, der die entsprechenden Rechte bei der Musikindustrie ‚einkauft‘? und auf eigene Rechnung arbeitet. Das wäre sicher ein gutes Geschäft und im Sinne der Musikindustrie. Die Abmahner begeben sich auch gern auf rechtlich dünnes Eis, man muß ja nicht alles durchsetzen, was man in der Abmahnung erst mal androht. :smile:

Gruß, Rainer

Moien

Bei Bittorrent liegt die Sache etwas anders.

Davon habe ich noch gar nicht gehört.

Bittorrent ist eine Entwickelung um die Server zu entlasten. Alle die gleichzeitig eine Datei runterladen schicken sich gegenseitig Teile der Datei zu. So muss der Server die Datei nur 2-3x verschicken um 20-50 Leute damit zu versorgen. Funktioniert nur wenn viele Leute gleichzeitig runterladen oder zumindest nach dem Downloaden das Programm nicht verlassen. Hat keine Suchfunktion, funtkioniert nur eingeschränkt hinter Routern. Ist aber sauschnell.

Das hatte ich auch bei Emule vermutet, scheint aber falsch zu
sein. Nur wußte ich nicht, ob man da als User schon ohne
Umwege an Daten kommt und die IP gar nicht auswerten muß. Ich
weiß eben nicht, wie die Software aussieht, welche Daten der
User angeben muss … deshalb frage ich, zum Ausprobieren habe
ich keine Lust.

Der User kann beliebige Nicknamen eintragen. An die kommt man schon ran. Nur es nützt es dir wenn DonalDuck0437456 nicht weltweit eindeutig ist…?

Da kann ja auch ein professioneller ‚Abmahner‘ dahinter
stecken, der die entsprechenden Rechte bei der Musikindustrie
‚einkauft‘?

Das lohnt sich nicht. Stell dir vor die haben die Rechte für EMI-Titel gekauft. Einer merkt was loss ist, benennt einen SonyMusik-Titel um und läst sie daran ziehen. So eine Aktion würde ich der EFF zutrauen und die passende legale Abteilungen haben die auch zur Verfügung. Beim Esel erwischt man mehr Leute auf einen viel einfacheren Weg.

cu

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Hi pumpkin,

Bei Bittorrent liegt die Sache etwas anders.

Davon habe ich noch gar nicht gehört.

Bittorrent ist eine Entwickelung um die Server zu entlasten.
Alle die gleichzeitig eine Datei runterladen schicken sich
gegenseitig Teile der Datei zu. So muss der Server die Datei
nur 2-3x verschicken um 20-50 Leute damit zu versorgen.
Funktioniert nur wenn viele Leute gleichzeitig runterladen
oder zumindest nach dem Downloaden das Programm nicht
verlassen. Hat keine Suchfunktion, funtkioniert nur
eingeschränkt hinter Routern. Ist aber sauschnell.

ahhh, klingt interessant. Ich lasse trotzdem die Finger davon, das ist sicher ein vorzüglicher Weg um sich alle mögliche Schadsoftware auf den Rechner zu laden und meiner ist gerade so schön sauber. :smile:

Das hatte ich auch bei Emule vermutet, scheint aber falsch zu
sein. Nur wußte ich nicht, ob man da als User schon ohne
Umwege an Daten kommt und die IP gar nicht auswerten muß. Ich
weiß eben nicht, wie die Software aussieht, welche Daten der
User angeben muss … deshalb frage ich, zum Ausprobieren habe
ich keine Lust.

Der User kann beliebige Nicknamen eintragen. An die kommt man
schon ran. Nur es nützt es dir wenn DonalDuck0437456 nicht
weltweit eindeutig ist…?

Ach so, noch nicht mal 'ne Mailadresse? Klar, ein Nick hilft nicht wirklich. :smile:

Da kann ja auch ein professioneller ‚Abmahner‘ dahinter
stecken, der die entsprechenden Rechte bei der Musikindustrie
‚einkauft‘?

Das lohnt sich nicht. Stell dir vor die haben die Rechte für
EMI-Titel gekauft. Einer merkt was loss ist, benennt einen
SonyMusik-Titel um und läst sie daran ziehen. So eine Aktion
würde ich der EFF zutrauen und die passende legale Abteilungen
haben die auch zur Verfügung. Beim Esel erwischt man mehr
Leute auf einen viel einfacheren Weg.

Nur muß ich doch noch eine Frage stellen. Wer ist die EFF?

Gruß, Rainer

Moien

Nur muß ich doch noch eine Frage stellen. Wer ist die EFF?

Die http://www.eff.org/ tritt allen auf die Finger die versuchen den Kunden oder Privatman im Internet über den Tisch zu ziehen. Wenn’s um knacken von Verschlüsselungen (http://www.eff.org/Privacy/Crypto/Crypto_misc/DESCra…), Spam, Privatkopie oder DRM (http://www.eff.org/IP/DRM/) geht kann die EFF nicht weit sein.

cu

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Danke!
Gruß, Rainer

Bei Bittorrent liegt die Sache etwas anders.

Davon habe ich noch gar nicht gehört.

Bittorrent ist eine Entwickelung um die Server zu entlasten.
Alle die gleichzeitig eine Datei runterladen schicken sich
gegenseitig Teile der Datei zu.

ahhh, klingt interessant. Ich lasse trotzdem die Finger davon,
das ist sicher ein vorzüglicher Weg um sich alle mögliche
Schadsoftware auf den Rechner zu laden

nicht zwangsläufig:

http://www.us.debian.org/CD/torrent-cd/
man kann die heruntergeladenen datn anhand von pruefsummen pruefen.

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Hallo,

ahhh, klingt interessant. Ich lasse trotzdem die Finger davon,
das ist sicher ein vorzüglicher Weg um sich alle mögliche
Schadsoftware auf den Rechner zu laden

nicht zwangsläufig:

http://www.us.debian.org/CD/torrent-cd/
man kann die heruntergeladenen datn anhand von pruefsummen
pruefen.

OK, das sieht seriös aus. Danke!

Gruß, Rainer