Da lässt sich einiges machen (und ich spreche da aus Erfahrung!)
Zuerst mal musst du dir bei der c’t das Progrämmchen „h2cdimage“ besorgen - plus Dokumentation, denn das ist ein Kommandozeilenprogramm, und wenn du deinen Rechner nicht ganz genau kennst, musst du ein bischen rumexperimentieren, bis das Programm dein Laufwerk findet. Sobald du die richtigen Parameter hast, am besten eine Batchdtei schreiben.
Das Programm legt als erstes ein leeres DVD-Image und eine Index-Datei auf der Platte an (das Image wird mit Nullen gefüllt, und das dauert - also keine Panik, wenn erst mal ein paar Minuten nichts passiert).
Dann liest es Sektorweise von der DVD und schreibt ins Image, defekte Sektoren werden erst mal übersprungen und später intensiver versucht. Am Ende hast du - je nach Zustand der DVD ein Image mit Null bis einigen tausend fehlenden Sektoren.
Der Witz an dem Programm ist jetzt, das in der Index-Datei drinsteht, welche Sektoren noch fehlen. Und bei einem erneuten Programmstart mit einem etwas anderen Befehl (ich meine, man muss nur das /i weglassen, hab’s leider nicht hier, sondern zuhause) werden auch nur diese Sektoren versucht, „nachzulesen“.
Man kann es also mehrfach versuchen. Mit DVD-Laufwerk in warmen und kaltem Zustand. Bei jedem Durchlauf liest er einige Sektoren mehr. Man kann auch mit beiden Dateien auf andere Rechner umziehen und dadurch die Fehlerkorrekur-Mechanismen verschiedener Laufwerke und Brenner miteinander kombinieren. Bringt häufig was.
Und zu guter Letzt kann man dann die DVD selber bearbeiten.
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Einfrieren hilft bei einigen Fehlern. Kein Witz: wenn sich kleine Luftbläschen in der Beschichtung gebildet haben, ziehen diese sich beim Einfrieren zusammen, und h2cdimage kann wieder ein paar Bits von der DVD runterkratzen. Einfach ein paar Minuten ins Tiefkühlfach legen. Muss man wegen schneller Erwärmnung mehrfach machen, auch die Kondensation von Luftfeuchtigkeit auf der kalten Scheibe stört ein bischen 
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Kratzer kann man durch sanfte Behandlung mit Chrompolitur oft wieder ausbügeln (stell dich schon mal auf einen Tennisarm ein, für eine ordentlich verkratze Scheibe poliert man eine gute Stunde. Am Besten abends beim Fernsehen machen 
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Und als letze Waffe bleibt bei Beschädigungen bzw. Alterung der Reflektionsschicht noch die Möglichkeit, die Rückseite mit Felgensilber einzusprühen, das hilft auch hin und wieder mal. Aufpassen, das nichts auf die Datenseite läuft!
Wenn du Glück hast, hast du nach einigen (einigen Dutzend) Anläufen ein fehlerfreies Image, dann kannst du das direkt wieder brennen oder mit den Demon-Tools als virtuelles Laufwerk ins System einbinden und deine Daten runterholen.
Übel wird es allerdings, wenn einige Sektoren sich partout nicht haben lesen lassen wollen. Die Sektoren im Image sind nämlich alle in Ordnung - nur leider leer. D.h. du bekommst beim Kopieren nicht mit, welche Dateien wirklich defekt sind, du musst im Prinzip jede einzelne Datei untersuchen, ob sie i.O. ist oder nicht. Für einige Formate gibt es automatische Programme dafür (mp3test für Musik beispielsweise), aber sonst musst du alles einzeln öffnen und nachsehen.
Ein Rat für die Zukunft: Wenn da was brennen willst, schieb alles in einen Ordner und mach dadrin ein SFV-Datei über den gesammten Inhalt und brenn diese mit. Dauert nur eine Minute und kann dir später sofort sagen, welche Datei original ist, und welche nicht. Spart bei solchen Katastrophen einen Haufen Arbeit.
Ich persönlich erstelle von jeder gebrannten DVD nach obiger Methode ein Image (da die DVD ja noch keine Fehler hat, geht das recht flott) und erstelle mir von diesen Images dann Parity-Files. Das sind Dateien mit Reparatur-Informationen, die in einem solchen Fall das defekte Image bis zu einer gewissen Fehlerzahl wirklich reparieren können.
Ich benutze 1% für kopierte Videos, 3% für selbsterstellte Viedos und die mp3-Sammlung, 5% für meine Comicsammlung und 10% für wirklich persönliche Daten. Damit bleibt die Datenmenge für das „Backup“ überschaubar, ist relativ sicher, weil diese Parity-Files an einem anderen Ort gelagert werden und bis zum Ernstfall auch nie benutzt werden (ich verteile die Informationen auf vier Dateien, sammel diese Dateien und brenne sie später auf vier DVDs verteilt).
Das ist zwar alles relativ aufwendig, aber wenn man es konsequent durchhält, bringt es einiges. Hat mir schon drei DVDs meiner kostbaren Musiksammlung gerettet.