Hallo zusammen,
für eure Hilfe bei folgendem Problem wäre ich euch sehr dankbar:
Ich möchte mit einem WinXP-Rechner per externem V.90-Modem (angeschlossen über serielle Schnittstelle) eine Verbindung zum Internet herstellen. Das Modem sowie die serielle Schnittstelle sind laut Gerätemanager korrekt installiert und funktionsfähig, es werden keinerlei Konflikte angezeigt.
Es lässt sich eine Wählverbindung aufbauen, und die Übertragung kleiner Datenmengen funktioniert auch: Bei der Abfrage von Mails über POP3 wird die Anzahl der vorliegenden Mails zurückgeliefert, ein Ping an einen Webserver funktioniert ebenfalls ohne Datenverlust. Sobald dann jedoch größere Datenmengen abgefragt werden (Abholen der vorliegenden Mails, Aufrufen von Webseiten mit Grafiken), stockt die Übertragung, bis dann ein Timeout gemeldet wird. Im Verbindungsstatus ist zu sehen, dass im Downstream auffällig viele fehlerhafte Datenpakete empfangen werden, und da diese ja nochmals übertragen werden müssen, geht das dann wohl zu Lasten des Datendurchsatzes.
Dasselbe Modem samt Verkabelung funktioniert übrigens an einem anderen WinXP-Rechner einwandfrei, weshalb ich jetzt ein Problem mit der seriellen Schnittstelle des betroffenen Rechners vermute.
Die Einstellung von Modem und serieller Schnittstelle entsprechen den Default-Werten (Schnittstelle 9600 bps, Modem mit max. Übertragungsrate von 115200 bps).
Folgende Fragen habe ich nun:
- Ist es möglich, dass die serielle Schnittstelle einen Hardware-Defekt hat, der sich wie beschrieben äußert?
- Könnt ihr mir ein Programm empfehlen, mit dem ich die serielle Schnittstelle vernünftig testen kann? Da die Datenübertragung wie beschrieben bei kleinen Datenmengen ja zu funktionieren scheint, frage ich mich, ob ein einfacher Loopback-Test über den Hyperterminal hier ausreicht.
- Könnte das Problem auch mit fehlerhaften BIOS-/Konfigurationseinstellungen zusammenhängen? Welche Parameter müsste ich hierzu noch überprüfen/variieren?
Vielen Dank,
Christina
Hallo,
Dasselbe Modem samt Verkabelung funktioniert übrigens an einem
anderen WinXP-Rechner einwandfrei
an ein- und demselben Telefonanschluß, oder an einem anderen ?
Im 2. Fall würde ich auf einen Gebührenimpuls tippen, den das Modem als Datenfehler interpretiert, und die Geschwindigkeit extrem reduziert. Bis zum timeout.
Gruß,
Klaus
Hallo!
Dasselbe Modem samt Verkabelung funktioniert übrigens an einem
anderen WinXP-Rechner einwandfrei
an ein- und demselben Telefonanschluß, oder an einem anderen ?
Im 2. Fall würde ich auf einen Gebührenimpuls tippen, den das
Modem als Datenfehler interpretiert, und die Geschwindigkeit
extrem reduziert. Bis zum timeout.
„Leider“ handelt es sich um ein- und denselben Telefonanschluss. Ich habe lediglich das Schnittstellenkabel von dem einen Rechner an den anderen umgesteckt.
Danke & Gruß
Christina
Hallo Christina,
ich würde mir die Signale mal mit einem Osilloskop ansehen, ob die Flanken sauber sind und die Pegel ausreichend. Einzelne Übertragungs-Fehler siehst du so natürlich nicht (es sei denn, du kannst im Kopf Parity und Prüfsummen bilden:smile:, aber ev. eine defekte Schnittstelle.
Manchmal gibt es Schnittstellen, die nicht mehr funktionieren, weil die Spannungen ±12V nicht i.O. sind, was sonst nirgends auffällt. Insbesondere kannst du ja die gute und die schlechte Version vergleichen.
Gruss Reinhard
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Hallo Christina,
Ich möchte mit einem WinXP-Rechner per externem V.90-Modem
(angeschlossen über serielle Schnittstelle) eine Verbindung
zum Internet herstellen. …
…Sobald dann jedoch
größere Datenmengen abgefragt werden (Abholen der vorliegenden
Mails, Aufrufen von Webseiten mit Grafiken), stockt die
Übertragung, bis dann ein Timeout gemeldet wird. Im
Verbindungsstatus ist zu sehen, dass im Downstream auffällig
viele fehlerhafte Datenpakete empfangen werden, und da diese
ja nochmals übertragen werden müssen, geht das dann wohl zu
Lasten des Datendurchsatzes.
Die Einstellung von Modem und serieller Schnittstelle
entsprechen den Default-Werten (Schnittstelle 9600 bps, Modem
mit max. Übertragungsrate von 115200 bps).
Da passt etwas nicht ganz zusammen.
V.90 geht bis 33kBs aber die Daten werden nur mit 9.6kBs zum PC übertragen, das muss zu Fehlern führen weil bein Downstream die Daten schneller ankommen, als sie das Modem weitergeben kann.
Dasselbe Modem samt Verkabelung funktioniert übrigens an einem
anderen WinXP-Rechner einwandfrei, weshalb ich jetzt ein
Problem mit der seriellen Schnittstelle des betroffenen
Rechners vermute.
Und da du die selben Kabel und Telefonleitung verwendet hast, kann man dies mal ausschliessen.
Insofern kommen grundsätzlich nur noch Fehler im Computer und an der COM-Schnittstelle des Modems in Frage.
Das mit der Übertragungsrate solltest du überprüfen. 56kBs sollte eingestellt werden. Dann stellt sich noch die Frage ob das Handshake eingeschaltet ist, sollte auf Hardware gestellt sein.
Dann kommen noch Interruptkonflikte in Frage, möglicherweise auch ein Treiber welcher sich da querlegt.
Am besten vergleichst du die Konfiguration der beiden Computer einmal miteinander.
Und dann gibt es noch komische Effekte mit angeschlagenen den V.24 Treibern (also die Hardware). Ich hatte auch mal so ein Problem. Das COM-Port hat eigentlich mit allem funktioniert, ausser wenn ich damit eine Verbindung zu meinem anderen Computer herstellen wollte. Auch mit den KO sah eigentlich alles gut aus. Nahdem ich damals dann die beiden Treiber-ICs ersetzt hatte, funktionierte die Verbindung auch mit meinem anderen Computzer wieder. Das war so vor 15+ Jahren.
MfG Peter(TOO)