Hi alle zusammen,
heute war ich in der KiTa um die neuen Verträge ausfüllen…wer in Bayern wohnt hat es ja sicher mitbekommen dass sich der Buchungsmodus geändert hat…
Jedenfalls sollte ich eine Kopie der Ausweise der Eltern und des Kindes und eine Kopie des Impfpasses mitbringen …hm???
Highlight war dann ein Blatt auf dem die Herkunftsländer von Kind, Eltern und Großeltern…!!!..angegeben werden musste.
Auf meine Frage wozu alle diese Kopien benötigt werden kam nur ein Achselzucken - das „Amt“ will es so.
Kennt von Euch jemand diese Vorgehensweise? Welchen Sinn soll denn das abfragen der Herkunftsländer haben?
Viele Grüße
Susanne
Arier-Paragraph
Kennt von Euch jemand diese Vorgehensweise? Welchen Sinn soll
denn das abfragen der Herkunftsländer haben?
Vielleicht hat man dort diesen Paragraphen noch nicht gestrichten.
Gruß
Stefan
Hallo Susanne,
diese Datenerhebung hängt mit dem neuen KITAG-Kindertagesstättengesetz zusammen.
Bisher wurde ein KiGa pro Gruppe finanziert, seit neuestem Pro Kopf.
Hat man nun einen Kindergarten mit einem besonders grossen Migarantenanteil, gibt´s zusätzlich Geld um diese Kinder zu fördern.
Da unter diese Migranten nicht nur Ausländer fallen sondern auch Spätaussiedler, hilft in diesen Fällen allein ein Paß/Personalausweis nicht weiter, es wird nach der Herkunft der Eltern gefragt.
Desweiteren dürfen seit 01.01. Ausländer mit einer bestimmten Art der Aufenthaltsgenehmigung keine staatl. Leistungen mehr beziehen, wenn Sie die Aufenthaltserlaubnis nicht verlieren wollen. Da dieser Personengruppen bis 31.12.05 oftmals die KiGa-Gebühren über das Jugendamt gezahlt wurden, muss diese Personengruppe nun ermittelt werden, damit die Ihren Antrag auf Übernahme der Kosten zurücknehmen, um Ihren Aufenthalt nicht zu gefährden.
grüsse
dragonkidd
… nicht ganz ernst gemeint
Sicherlich hängt das damit zusammen, dass in Bayern die klügeren Menschen leben (Zitat von Sudel-Ede im Wahlkampf).
Nun und irgendwo muß man ja anfangen, dass es auch so bleibt.
Jedenfalls kann man so schon in der Kita Elitegruppen vom gemeinen Volk trennen. Dem gemeinen Volk kann man dann auch schon mal die außerhalb Bayerns liegenden Gegenden schmackhaft machen.
Stefan,
Ich halte die Begründung von Dragonkidd (1. Hälfte) für weitaus näher der Realität als Deine im Betreff dargelegte Unterstellung.
Leider ist das Erkennen der Realität nicht gerade die Stärke von uns Deutschen. Viel lieber hätscheln wir liebgewonnene Klischees.
Hätschel mal schön weiter !
mfg
Klaus
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Hallo.
Zu den vermutlichen Gründen hat ja das Drachenbalg schon viel Vernünftiges geschrieben.
Highlight war dann ein Blatt auf dem die Herkunftsländer von
Kind, Eltern und Großeltern…!!!..angegeben werden musste.
Auf meine Frage wozu alle diese Kopien benötigt werden kam nur
ein Achselzucken - das „Amt“ will es so.
Was ich allerdings mit 100%iger Sicherheit tun würde, wäre, einen Stammbaum bis zu den ClockClock-Grandparents abzugeben. Bis zu den Großeltern würden die Herkunftsländer noch stimmen - dann kämen (8 Ur- und 16 Urur-Großeltern!) solche Dinge wie
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Terra Incognita
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Atlantis
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Deutsch-Ostafrika
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Fürstentum Porz
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Belgisch-Kongo
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Tsingtao
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Schaumburg-Lippe
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Königreich Westfalen
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Mährisch-Ostrau
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…
zur Erwähnung, also ein Cocktail, der den zuständigen Beamten mindestens drei Tage mit sinnlosen Recherchen beschäftigt. Das Gegentum zu beweisen, dürfte mindestens bei den ClockClocks nicht mehr möglich sein … zumindest bei uns reichen die Stammbücher nicht so weit zurück.
Gruß Eillicht zu Vensre