Datenschutz?

Hallo

Eine Frage zum Datenschutz:
Herr A gerät in eine Verkehrskontrolle und wird zu einer Alkoholkontrolle in ein Krankenhaus zur Blutentnahme gebracht.
Am nächsten Tag steht das in der regionalen Zeitung.
Dabei wird die Person mit Alter, Herkunft und genauen PKW Typ beschrieben.
In einer Stadt kein Problem, aber auf dem Land in einem Dorf mit 900 Einwohnern könnte man gleich den Namen angeben und würde so die Hatz ersparen. (5 Personen mit demselben Jahrgang, davon 3 Frauen und 2 Männer, 1 Mann mit dem beschriebenen PKW)
Die Angaben konnten nur aus der Polizeidienststelle kommen.
Liegt hier ein Verstoß gegen den Datenschutz vor?
Muss Herr A dies als gegeben hinnehmen?

Viele Grüsse
Piti

Huhu!

Muss Herr A dies als gegeben hinnehmen?

Ich fürchte ja, denn es gehört auch zu den Aufgaben der Polizei, über ihre Tätigkeiten zu informieren. Darüber hinaus haben solche Pressemitteilungen auch einen präventiven Abschreckungscharakter.

Wie heißt es so schön? In der Stadt lebt man zu seiner Unterhaltung, auf dem Land zur Unterhaltung der Anderen. Wenn Herr A angehalten wird und pusten muss,kommt garantiert auch irgendwann Frau G oder Herr L des Weges und nächste Woche weiß es ohnehin das ganze Dorf. Wer solche Publicity scheut, soll sich nicht besoffen ins Auto setzen.

Hallo,

Muss Herr A dies als gegeben hinnehmen?

Ich fürchte ja, denn es gehört auch zu den Aufgaben der
Polizei, über ihre Tätigkeiten zu informieren. Darüber hinaus
haben solche Pressemitteilungen auch einen präventiven
Abschreckungscharakter.

Im Mittelalter hieß das an den Pranger stellen.
Einen präventiven Abschreckungscharakter kann ich daran nicht
erkennen.
Ich sehe es eher als Vorverurteilung da selbts die Promillewerte der Schätzeisen bei den Kontrollen in der Regel weit über den Blutproben liegen.

Wie heißt es so schön? In der Stadt lebt man zu seiner
Unterhaltung, auf dem Land zur Unterhaltung der Anderen. Wenn
Herr A angehalten wird und pusten muss,kommt garantiert auch
irgendwann Frau G oder Herr L des Weges und nächste Woche weiß
es ohnehin das ganze Dorf. Wer solche Publicity scheut, soll
sich nicht besoffen ins Auto setzen.

Das ist richtig, aber inzwischen geht man mit Alkoholverbrecher weitaus unsensiebler um als mit Kinderschänder.

Viele Grüße
Piti

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