ich habe eine Frage: angenommen, Person P hat bei Firma F vor zwei Jahren etwas über das Internet bestellt, und bei der Gelegenheit angekreuzt, dass sie der Zusendung von „newslettern“ per Email zustimmt. Mittlerweile aber lebt P nicht mehr im Lande, und wird deswegen nicht mehr bei F einkaufen. Deswegen hat sie auf den in den newslettern enthaltenen Link geklickt, der zur Abbestellung dienen soll. Daraufhin erschien ein Email-Fenster, addressiert an F, mit dem Betreff „Abbestellung Newsletter“. Diese Email hat P abgeschickt. Im nächsten Monat kam allerdings der nächste newsletter. Der Link wurde nochmals angeklickt, diesmal erklärte P ausführlich, warum sie keinen newsletter mehr möchte, und schickte die Email wieder ab. Drei Wochen später: der nächste newsletter. Diesmal war P schon ziemlich ärgerlich, machte jedoch noch einen letzten Versuch mit der eingebauten „Abbestellen“-Funktion, und wies darauf hin, dass sie schon zweimal versucht hat, den newsletter abzubestellen. Einen Monat später erschien dennoch pünktlich der newsletter im Briefkasten …
Seit dem ersten Einkauf hat P keine Geschäfte mehr mit F getätigt (mittlerweile > 2 Jahre). Was kann sie noch tun, um F dazu zu bringen, sie aus ihrer Adressdatei zu löschen? Natürlich kann P die mails auch ungelesen in den SPAM-Ordner verschieben, aber es müsste doch möglich sein, das abzustellen …
Vielen Dank schon mal, und viele Grüße,
Sibylle aus M
Natürlich kann P die mails auch ungelesen in den SPAM-Ordner
verschieben …
Genau. Das halte ich für die beste Methode. Alles andere verschwendet nur Zeit und Energie. … Ich meine, Spam aussortieren muss man sowieso, da kommt es auf eine Mail mehr oder weniger ja nicht an.
Man könnte sich natürlich zusätzlich noch für die Zukunft merken, mit dieser Firma keine Geschäfte mehr zu machen.
klar kann P das machen, und kann sich sagen: was soll’s, eben eine SPAM-Mail mehr. Aber andererseits hat P den starken Eindruck, dass F das einfach immer so macht - weil sie damit durchkommen. Eigentlich dachte P, dass sie einen rechtlichen Anspruch darauf hat, über ihre persönlichen Daten zu bestimmen. Trifft das nicht zu?
Hier habe ich noch zwei Alternativ-Lösungen!
Hallo!
Ich hätte da noch zwei Alternativ-Lösungen anzubieten:
Wenn man die Möglichkeit hat, sollte man die E-Mail-Adresse deaktivieren. Ich selber habe bei meinem Provider 10 freie E-Mail-Adressen, die ich nach Gutdünken einrichten kann. Dann lösche ich einfach den Account, wohin der Newsletter geht und richte eine neue E-Mail-Adresse ein. Ergebnis: Der Newsletter geht über den „Mailer-Daemon“ an den Absender zurück. Spätestens nach dem 2. oder 3. Mal wird er es aufgeben und Deine Mail-Adresse aus seinem Verteiler löschen. Hat bei mir jedenfalls prima gefunzt. Später habe ich dann die alte Adresse irgendwann wieder neu eingerichtet - SPAM kam dann aber keiner mehr.
Für künftige Fälle: Richte Dir bei www.trash-mail.com eine sog. „Wegwerf-E-Mail-Adresse“ ein: Du brauchst Dich dafür noch nicht einmal dort anzumelden, sondern kannst einfach irgendeine Wegwerf-Adresse einrichten. Du kannst dann über das WWW die E-Mails lesen und bei Bedarf sofort löschen. Der Vorteil: Kein Datenmüll auf der Festplatte. Und gefährliche Anhänge bleiben da auch außen vor.
Schönes Wochenende und Gruß aus dem gallischen Dorf
Asterix:smile:
danke für deine Antwort, der Tipp mit der Trash-Mailbox ist nicht schlecht. Die Email-Adresse, die P benutzt hat, ist sowieso nicht mehr ihre „Hauptadresse“. Mal sehen, was passiert, wenn P die Email-Adresse von F durch den Email-Provider blockiert.
Habe übrigens gerade in den AGBs von F gelesen, dass sie unter „Datenschutz“ angeben, sie würden auf Verlangen alle persönlichen Daten innerhalb von 5 Tagen löschen. HAHAHA, selten so gelacht.
Aber so schnell gibt P nicht auf. Hat jetzt noch eine letzte böse mail an die Firma geschickt (an eine andere Adresse), wenn das nicht hilft, wird sie F beim bayrischen Datenschutzbeauftragten melden. Bin gespannt, wie der das findet. Angeblich finden sie sowas gar nicht komisch.
an eine andere Adresse der Firma schreiben, da Newsletter meistens automatisiert versendet werden und die Antwort- und Abbestell-Emails keiner liest.
In der Mail dann klar sagen, dass du schon zwei Mal abbestellt hast, das das rechtwiedrig ist und dass sich dein Anwalt bei ihnen melden würde, wenn sie dir nicht bestätigen, deine Adresse aus dem Verteiler entfernt zu haben und dies eben auch getan haben.
Die Drohung mit dem Anwalt wirkt in normalerweise Wunder. Klar wissen die auch, dass das wahrscheinlich nur eine Drohung ist, aber das Risiko ist ihnen dann zu hoch, das du nicht vielleicht doch zufällig mit einem Anwalt verheiratet bist.