Datensicherung welches System?

Hallo Wer-Weiss-Was’ler!

Ich betreibe einen Linux Server in einem kleinen Unternehmen. Nun möchte ich gerne, dass die Daten jede Nacht gesichert werden.
Die Datenmenge beträgt ca. 12-15 GB.

Mein Problem ist, dass es eine unmenge verschiedener Sicherungsformate gibt und ich keine Ahnung habe welches das beste Preisleistungsverhältnis hat und auch noch sicher ist.

Würde mich über Erfahrungen und Empfehlungen von euch freuen.

Vielen Dank

Thomas

Hi,

Ich betreibe einen Linux Server in einem kleinen Unternehmen.
Nun möchte ich gerne, dass die Daten jede Nacht gesichert
werden.

Soll heissen, Du sicherst bisher nicht?!? Wow! Gute Nerven!

Die Datenmenge beträgt ca. 12-15 GB.
Mein Problem ist, dass es eine unmenge verschiedener
Sicherungsformate gibt und ich keine Ahnung habe welches das
beste Preisleistungsverhältnis hat und auch noch sicher ist.

Meinst Du jetzt Sicherungsmedien oder Sicherungskonzepte? Bei Medien: Bei dieser kleinen Datenmenge kommt eigentlich nur ein DAT-Streamer in Frage, allerdings sind die nicht besonders zuverlässig. Besser ist DLT, kostet allerdings auch jenseits der 1000 EUR Marke.

Gruß
Stefan

Würde mich über Erfahrungen und Empfehlungen von euch freuen.

Vielen Dank

Thomas

Ersteinmal danke für die Antwort.

Über Sicherungskonzepte habe ich schon einiges gelesen, aber bei den Medien wird es ja wirklich verrückt.

Was heißt den nicht besonders zuverlässig?

Meine Idee war mit 5 Sicherungsbändern zu arbeiten und diese dann jeden Arbeitstag zu wechseln.
Also Montag - Freitag und dann wieder von vorne.

Heißt die mangelnde Zuverlässigkeit von DAT Bändern auch, dass ich die Medien nicht so häufig einsetzten kann?

Gruß
Thomas

Meinst Du jetzt Sicherungsmedien oder Sicherungskonzepte? Bei
Medien: Bei dieser kleinen Datenmenge kommt eigentlich nur ein
DAT-Streamer in Frage, allerdings sind die nicht besonders
zuverlässig. Besser ist DLT, kostet allerdings auch jenseits
der 1000 EUR Marke.

Hi,

Was heißt den nicht besonders zuverlässig?

Soll heissen, dass DAT Bänder und Streamer geringere Standzeiten haben als z.B. DLT oder LTO. Wir in der Firma hatten schon einige Male Schwierigkeiten deswegen bis wir DAT komplett rausgeschmissen haben. Bei DAT spart man in der Anschaffung, gibt aber u.U. später doppelt Geld aus. Ausserdem ist DAT recht lahm - Stichwort Backup-Fenster.

Meine Idee war mit 5 Sicherungsbändern zu arbeiten und diese
dann jeden Arbeitstag zu wechseln.
Also Montag - Freitag und dann wieder von vorne.

Grundsätzlich schon mal nicht schlecht, solange Du penibel Buch führst, wie oft ein Band schon verwendet wurde - und es rechtzeitig austauschst.

Es kommt allerdings stark auf die Art der Daten an (und jetzt sind wir doch wieder beim Konzept): Du musst mit Deinen Anwendern abklären, ob nicht u.U. auch Daten wiederhergestellt werden müssen, die älter als 5 WT sind. Klassisches Beispiel ist die Buchhaltung, die den Stand vor dem letzten Buchungslauf wiederherstellen muß. Dann brauchst Du nämlich wesentlich mehr Bänder!

Kleines Beispiel: Ich kalkuliere grade ein größeres Serversystem. Da habe ich 10.000 EUR allein für Sicherungsmedien eingeplant!

Gruß
Stefan

Wow! Das sind schon ein paar Euro.

Erst einmal danke für deine Hilfe.

Ich werde mir die Preise von DLT Laufwerken mal anschauen und fragen ob die Leute bereit sind soviel Geld zu investieren.
Aber es scheint sich ja zu lohnen.

Ältere Daten sind wahrscheinlich nicht von nöten. Es kann höchstens sein, das jemand mal ausversehen eine Datei löscht, die wieder hergestellt werden muss. Aber das wird er ja innerhalb von 5 Tagen merken.

Nochmal danke

Thomas

Wow! Das sind schon ein paar Euro.

Naja, wer hat jemals behauptet, ein Server sei billig?

Ältere Daten sind wahrscheinlich nicht von nöten. Es kann
höchstens sein, das jemand mal ausversehen eine Datei löscht,
die wieder hergestellt werden muss. Aber das wird er ja
innerhalb von 5 Tagen merken.

Also ich weiss ja nicht, ob Du bei der Firma angestellt bist, dort als Freelancer oder als Dienstleister arbeitest, aber ich würde mich auf ein „wahrscheinlich“ nicht verlassen. Im Katastrophenfall wird sich nämlich keiner mehr an Deine jetzige Frage („wie lange muß man zurückgehen können?“) erinnern und stattdessen einen Schuldigen suchen. Lass es Dir schriftlich geben von möglichst hoher Stelle, dass man es so akzeptiert (5 Werktage rückwärts).

Nebenbei: Das es ein Dummuser immer nach 5 Tagen merkt, dass er eine Datei gelöscht hat, halte ich für ein Gerücht! Meistens sind es die höheren Chargen in einer Firma, die bei sowas negativ auffallen… :wink:

Hast Du Dir eigentlich Gedanken um das Thema „Disaster recovery“ gemacht? Wie lange darf es dauern, bis der Server nach dem finalen Crash wieder in Produktion ist, bevor Dich die Anwender am Fahnenmast aufknüpfen? Auch so was lässt man sich schriftlich geben (eigentlich legt man das alles bei der Planung eines Serversystems im Pflichtenheft fest und lässt es en bloc unterschreiben).

Gruß
Stefan