Hallo Queedin,
Sei froh, dass Du die Probleme jetzt schon hast. Da brauchst
Du nur vier Seiten in ein anderes Textprogramm kopieren und
überarbeiten. Das Word sich nicht wirklich für längere Texte,
insbesondere Diplom- und Doktorarbeiten eignet, ist bekannt.
mir bisher nicht - denn bislang haben auch längere Texte immer
funktioniert. nur das mit dem einbinden von Tabellen scheint
ein Problem zu sein.
Ich kann Fritzes Empfehlung nur unterstuetzen. Fuer laengere Texte mit Tabellen und Bildern gibt’s Probleme mit Word (Meine Kommilitonin hatte arge Probleme, sie hat ein paar mal ein paar Stunden Arbeit verloren). Allerdings ist auch richtig, dass es nicht ganz einfach ist, Sachen aus Excel in LaTex einzubinden. Ich hatte selbiges Problem und bin (nach einigem Herumprobieren) zu folgender Loesung gelangt (die zugegebenermaßen alles andere als elegant ist):
Markiere in Excel die einzelnen Tabellen so, und setze das „Printarea“ dann so, dass diese jeweils auf einer einzelnen Seite ausgedruckt werden. Drucke dieses Dokument in eine Postscriptdatei.
Die Sauererei faengt jetzt an, da Microshit kein ordentliches Postscript schreibt. Oeffne die Postscriptdatei in einem Ascii-Editor und loesche folgende Zeilen:
Loesche bis auf die beiden Zeilen
%%BoundingBox: 19 50 594 743
%%LanguageLevel: 2
den ganzen Header bis ausschliesslich
/NTPSOct95 100
Weiter mit Loeschen geht’s von inlusive
%%EndResource
%%EndProlog
%%BeginSetup
.
.
.
upto
.
.
.
%%EndFeature
} stopped cleartomark
%%EndSetup
und ersetze diese (laengere) Passage durch
%%BeginPageSetup
%%PageBoundingBox: 18 50 593 743
%%EndPageSetup
Nun gehe ganz ans Ende der Datei und loesche noch die letzten beiden Zeilen
%-12345X@PJL EOJ
%-12345X
sowie die Zeile die besagt
PageSV restore
und Datei abspeichern. Jetzt brauchst Du das Programm psselect sowie ps2eps oder ps2epsi (besser), welche es z.B. bei
http://www.dante.de
geben muesste (als eines der Programme der PSTools). Mit ersterem kannst Du die einzelnen Tabellen oder Grafiken in einzelne Dateien extrahieren und mit ps2epsi dann die so entstandenen PS-Dateien in EPS-Dateien umwandeln. Diese lassen sich dann problemlos in LaTex einbinden… Alles klar? *g* Die letzten beiden Schritte bieten sich an, in einem Shell-Script oder Bat-Datei zu automatisieren. Wenn man das macht und in eine von Excel erzeugte Postscriptdatei moeglichst viel „hineindruckt“, dann ist die ganze beschriebene Prozedur eigentlich ganz einfach, da man nur eine PS-Datei editiert und damit zig Tabellen und Grafiken auf einen Schlag bekommt. (ich hab’s fuer wenigstens zig Grafiken aus Excel gemacht, wenn nicht hunderte). Ob ich die Prozedur allerdings problemlos nennen wuerde, weiss ich nicht.
Ich hoffe, das funktioniert auch auf anderen Systemen als dem hiesigen Uni-System. Der Win-Rechner laeuft unter NT 4 und gedruckt habe ich auf einen Pseudo-PS-Drucker, und „print to file“ markiert. Die restliche beschriebene Prozedur habe ich hier unter Solaris 7 ausgefuehrt, duerfte aber auf jedem Rechner mit den beschriebenen Programmen laufen.
Diese Software gibts für umsonst bei Dante (und eigentlich auf
jedem Uni-FTP-Server) runterzuladen. Sie hat sich zur
Anfertigung von solchen Arbeiten hervorragend bewährt und gilt
tatsächlich als nahezu Fehlerfrei!
Yep.
Und ich habe keine Zeit auf Formatierungen, Inhaltsverzeichnisse, Nummerierungen und Referenzen verwenden muessen. Meine Komilitonin hat fuer den ganzen Spass ueber zwei volle Tage (a 10+ Stunden) gebraucht. Aber die Arbeiten sind jetzt eingereicht *ggg*.
Viel Spass bei LaTex. Du wirst es nicht bereuen, solltest Du Naturwissenschaften betreiben (und auch sonst ist’s gut zu gebrauchen).
Gruss
Ingo