nur das zweite ist richtig. Man kann hier den bestimmten Artikel nicht weglassen, weil das Substantiv im Singular steht und durch Adjektive beschrieben ist - es ist also eine bestimmte, eine definierte Wortgruppe, daher muss der artikel stehen. http://www.canoo.net/services/Controller;jsessionid=…
nur das zweite ist richtig. Man kann hier den bestimmten
Artikel nicht weglassen, weil das Substantiv im Singular steht
und durch Adjektive beschrieben ist - es ist also eine
bestimmte, eine definierte Wortgruppe, daher muss der artikel
stehen. http://www.canoo.net/services/Controller;jsessionid=…
Du hast einen Logikfehler. In dem von dir verlinkten Artikel steht, dass der bestimmte Artikel auf etwas Bekanntes hinweist. Das ist logisch gesehen eine Implikation: Wenn bestimmter Artikel, dann bekannt. Die Umkehrung, also wenn bekannt, dann bestimmter Artikel, kann man daraus nicht ohne weiteres schließen und steht nicht auf der Seite, sondern das postulierst du hier einfach so. Und selbst wenn es so wäre, wissen wir doch gar nicht, ob das im Text des UP so ist. Wir haben ja keinen Kontext, wir wissen nicht, was bekannt und nicht bekannt ist. Sondern wir haben nur 2 Einzelsätze. Aber das deine Logik nicht stimmt, kann man mit einem direkten Beweis verdeutlichen. Du sagst nämlich, jedesmal wenn ein Substantiv durch ein Adjektiv bestimmt wird, muss ein Artikel hin. Dann würden Wortgruppen mit Adjektiv und Substantiv ohne Artikel nirgends vorkommen und bräuchte sie logischerweise nicht zu beugen und somit gäbe es die starke Deklination gar nicht. Sie kommen aber vor und werden gebeugt und zwar nach der starken Deklination. Widerspruch. Annahme falsch. Quod erat demonstrandum.
hach wunderbar, du hast gerade der aktuellen und komenden Generationen von Sprachwisesnschaftlern neue Arbeit gemacht, indem du im Handstreich die germanistische (und anglistische) Sprachwissenschaft um die Untersuchungsergebnisse der Referenz gebracht hast
a) Guter Wein ist jeden Preis wert.
b) Gute Weine findet man nur in Spezialgeschäftten
c) Ein guter Wein ist ein Genuss.
d) Auf dem Tisch stehen eine Karaffe und ein Tetrapack. Der gute Wein ist der in der Glaskaraffe.
Alles korrekte deutsche Sätze. a) und b) haben generische Referenz, c) auch (je nach Definition), bezeichnen also jeweils eine Gattung: „Wein“ im Gegensatz zu „Wasser“.
d) hat spezifische Referenz auf den speziellen Wein der sich in der GLsakaraffe befindet. Er ist „bekannt“ im Sinne von „bereits vorher im Text eingeführt“. „Bekannt“ kann natürlich auch Weltwissen sein („Die Sonne geht im Osten auf.“), abre es reicht auch, wenn der egriff unmittelbar vorher eingeführt wurde … oder erst in der Phrase, in der der Artikel steht, eingeführt wird: „Der Baron von Grogzwig“ ist eine Figur von Charles Dickens." (wobei ich jetzt rotzfrech davon ausgehe, dassdu den bisher nicht kannstest)
Das mit der Sprache ist schon so ein Ding: wenn ich x sagen möchte, muss ich eine sprachliche Form wählen, die x auch ausdrückt. umgekehrt trägt aber auch eine bestimmte sprachliche Form eine Bedeutung in sich, die dann verstanden wird, auch wenn ich sie vielleicht nicht beabsichtigt habe. Sonst gäbe es ja keine Kalauer oder Malapropismen (siehe dazu Bußmann, Hadumod, Lexikon der Sprachwissenschaft. Alfred Kröner Verlag Stuttgart 1990)
Natürlich existieren prinzipiell Wortgruppen nach dem Schema in + stark flektiertes Adjektiv + Substantiv ohne bestimmten Artikel. „In schlechtem Wein liegt auch Wahrheit.“
Für mich läßt sich nur bei bestem Wilen für das Beispiel der UP kein Sinn konstruieren. Du brauchst eine Situation, in der wirtschaftlicher, sozialer, … Bereich generische Referenz hat. Viel Spaß bei der Suche,
Herzlichen Dank für eure Erklärungen und den Ausflug in die Sprachwissenschaft. Linguistik ist bei mir in weite Ferne entschwunden, sodass ich Mühe habe zu folgen!
Der Kontext des Beispiels ist höchst abstrakt. Der Satz sollte lediglich aussagen, dass alles, was in wirtschaftlicher, sozialer und persönlicher Hinsicht geschieht, per se Einfluss auf das Leben des Individuums hat. Kann man das denn nicht als generisch betiteln?
„Es irrt der Mensch, solang er strebt.“
Hier hat der Ausdruck „der Mensch“ generische Referenz, denn es ist jedes einzelne Individuum gemeint, eben die ganze Gattung Mensch.
Bei deinem Beispiel geht es nicht um die ganze Gattung „wirtschaftlicher Bereich“, denn es ist nur eder Teil der Gattung „wirtschaftlicher Bereich“ gemeint, der das Individuum betrifft, von dem Du redest (auch wenn du nur Individuum sagst und nicht Herr Meier).
Wenn man von wirtschaftlichem bereich spricht, verwendet man einen Fachbegriff aus der Ökonomie.
-> das ist generische Referenz. Leider ist das Beispiel, das du gewählt hast, ein sehr ungünstiges, weil es sich schwer erklären läßt und eben sehr im Fachgebiet des Linguisten ist. Otto Normalverbraucher, der solche Sätze baut und wissen will, wie es richtig geht, benutzt seine Erfahrung: Er hat genug gelesen (oder nicht), um entscheiden zu können (oder nicht), ob man das so sagen kann (oder nicht)
Aber da sehe ich schon eine weitere Diskussion am Horiznt drohen