Datum/Uhrzeit sind immer wieder weg

Hallo,

ich habe einen 14 Jahre alten PC, leistungsfähig genug für relativ einfache Sachen, auch für Office. Jahrelang hatte ich ihn nicht in Betrieb, jetzt Win 7 installiert und will ihn gelegentlich benutzen. Stelle ich Datum und Uhrzeit ein, so ist sie nach dem nächsten (Spannung) Einschalten und Hochfahren wieder weg.
Woran kann das liegen?
Da ist doch eine kleine Batterie drin, die auch bei angeschalteter Netzspg. einige Dinge hält. Kann die hin sein?

Danke, Laika

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Ja !
Bios-Batterie
manchmal fest eingelötet, manchmal auch in einer Halterung und gleich tauschbar. meist eine 3 V Lithiumzelle (Knopfzellenform)
Und manchmal erkennt man sie auch gar nicht als Batterie, da sieht sie wie ein vielbeiniger Schaltkreis aus.

MfG
duck313

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Hi

ja, da ist wohl die Batterie hinüber - die kannst du einfach ersetzen. Gibt’s in jedem Drogerieshop

Gruß h.

Hinweis: Win7 ist abgekündigt und es gibt keine Sicherheitsupdates mehr … wenn das Ding ans Netz geht und nicht Win10 tauglich ist, könntest du ein Linux installieren - die gibt’s mittlerweile auch in Formen, die für den durchschnittlichen Heimanwender geeignet sind https://www.giga.de/extra/linux/gallery/welches-linux-ist-fuer-anfaenger-zu-empfehlen/

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Na toll: Mint, Elementary und Zorin OS.

Da versucht Giga wohl mit überraschenden Vorschlägen Klicks zu generieren. Nur: je überraschender die Vorschläge, desto unwahrscheinlicher ist es, im Falle eines Problemes Support zu bekommen.

Meine Empfehlung wäre: Debian oder Ubuntu. Bei letzterem ist die deutschsprachige Dokumentation vermutlich besser, ersteres wird sich etwas geschmeidiger auf ältere Hardware anpassen lassen (und ist meine bevorzugte Distribution…)

Sebastian

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sogar vorher schon

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Das ist die CMOS-Batterie. Typischerweise vom Typ CR2032. Nach 14 Jahren ist es sehr wahrscheinlich, dass sie leer oder schlechtestenfalls ausgelaufen ist. https://blog.ipc-computer.de/2018/08/notebook-ohne-cmos-batterie/

BTW: Lasse dich nicht verrückt machen von den phlegmatischen Hinweisen bzgl. Win7. Noch ist es aktuell. U. a. aufgrund des Lebenszyklusses geraten sicherheitstechnisch andere Faktoren mehr in den Vordergrund. Die Software, die online geht sowie aktuelle Zertifikate, sind da viel relevanter. So nebenbei erhält Win7 noch Updates … bei mir ist zuletzt vor zwei Wochen eine entsprechende Meldung aufgepoppt.

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Soweit ich weiß, wurden zwischenzeitlich mehrere Patches für Besitzer von ESU Lizenzen ausgeliefert. Diese hat der normale Win7 Benutzer nicht bekommen. Es gibt also bekannte, veröffentlichte Sicherheitslücken.

Das ist eben auch das Betriebssystem selber.
Es zählt nicht nur das aktive Aufbauen einer Verbindung, sondern auch das Vorhandensein offener Ports.

Wird wohl für eine andere Komponente als das OS selber gewesen sein.

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Vielen Dank für Eure Antworten. Ja, das war die Ursache. Die Batterie ließ sich leicht rausnehmen. Zufällig hatte ich noch eine gleiche. Einsetzen, einschalten, Datum/Uhrzeit einstellen, wieder ausschalten und vom Netz trennen, nach einer Stunde wieder ein - Uhrzeit ok.
Gruss, Laika

PS: Die alte Batterie hatte noch 0,5 V :- :nauseated_face:

@Ifm001: Richtig! Never change a running system! Und mein Win7 läuft noch ganz gut. Auf meinen Laptop hatte ich Win10 installiert. Also … überzeugen bzgl. der Bedienoberfläche tut es mich nicht.

Wenn’s daran scheitern sollte: es gab die ClassicShell, mittlerweile OpenShell, da kannst du das so wie dein Win7 aussehen lassen!

Das gilt aber nicht für Software.
Merke: eine Lösung passt nicht zu allen Problemen. Auch wenn das unsere Bundesregierung immer wieder versucht.

Du schreibst hier die Geschichte von dem Mann mit dem Hammer, für den die ganze Welt aus Nägeln besteht.

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@loderunner:
„Das gilt aber nicht für Software.“
Woher hast Du denn das? Gerade für Software gilt das!
Ansonsten verstehe ich Deine Aussagen überhaupt nicht …

Willst du dich lächerlich machen? Es gibt keine Software, die mehr als 64kB hat und fehlerfrei ist.

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Solche „Sprüche“ gibt es für alle Lebenslagen und haben eines gemeinsam: Sie greifen zu kurz. Sie eigenen sich als These, die dann weiter präzisiert werden muss.

Es geht darum zu prüfen, ob für die individuelle Situation ein Mehrwert geboten wird und welche negativen Konsequenzen drohen. Dabei ist auch immer zu beachten, woher eine Aussage stammt und welches Interesse derjenige hat der sie in die Welt setzt. Bei Win7 sieht das für mich so aus:

  1. Der Support für private Nutzer ist gerade erst ausgelaufen. Da ist das System von Update-Status noch eine Weile „up2date“.
  2. Produkte mit langen Lebenszyklen sind am Ende dieses Zykluses so ausgereift, dass Updates nicht mehr so relevant sind. Es ist da sogar die Frage zu stellen, ob das Risiko, einen Fehler einzubauen, welches Updates mit sich bringen, nicht zu gross ist, weil nur noch marginale Fehler behoben werden sollen. Andere Sicherheitsmaßnahmen Geräten deutlich in den Vordergrund.
  3. Windows 7 ist das letzte Windows, welches man noch bzgl. Datenschutz in den Griff bekommt (oder man nimmt Windows 10 Enterprise). Gerade die Stellen, an denen Daten für die Datensammlungen abgegriffen werden sind problematisch für die technische Sicherheit eines Systems. Windows 7 ist IMHO noch einige Zeit sicherer vor Hackern, als es Windows 10 ist.
  4. Hacker & Co. wollen mit ihrem Schadcode eine möglichst hohe Anzahl potenzieller Opfer erreichen. Sie stürzen sich daher auf das System mit den meisten Nutzern. Windows 7 ist bei den gar nicht mehr im Fokus, es sei denn, es geht um einen gezielten Angriff auf eine Person bzw. ein Unternehmen.
  5. Problematisch ist die Software, mit der man Online geht (WWW-Browser, E-Mail-Client, …) Die sollte sich also geupdatet werden. Das betrifft insbesondere Zertifikate.

Das größte Problem ist aber nicht technisch. Wenn man z. B. Online-Banking damit betreibt, und dabei geht etwas schief, wird unabhängig der technischen Ursache erstmal einfach behauptet, es läge am Betriebssystem. Daher sollte man zur Kenntnis nehmen, was das BSI so äussert. Wann es von technischer Zeit wird, das Betriebssystem zu wechseln, erkennt man, wenn Browser wie Firefox nicht mehr dafür aktualisiert werden.

Am Ende muss man schauen, welchem Glauben man folgt. Bei diesen Kein-Update-Horror-Szenarien spielen aber einer Menge „Seiten-Interessen“ mit. Der Hersteller will mit seinen neuen Produkt Geld verdienen. Die Computerbuden wollen mit ihren Angeboten zur Hilfe beim Update Geld verdienen. Die Computerpresse möchte ein Thema haben, mit dem sich deren Produkte verkaufen lassen. Da ist die Sensenmann-Rethorik für die Akteure sehr hilfreich.

Die gab es bei Windows 7 nicht, als es noch im Support war?
Windows 10 hat auch Keine?

Erkläre mal den Zusammmenhang mit den nicht mehr erfolgenden Updates.

ANN: Ich werde in diesem Thread nicht mehr zum Win7-Update-Thema antworten, da OT. Wenn wer ersthaftes Interesse hat, möge er einen eigenständigen Thread dazu aufmachen.

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Es gibt geheime Zero-Day-Angriffsmöglichkeiten. Die werden auf dem Schwarzmarkt gehandelt. Sobald ein seriöser Sicherheitsforscher einen solchen Bug findet, meldet er ihn dem Softwarehersteller. Der entwickelt einen Patch dafür und die Sicherheitslücke wird gestopft BEVOR sie dann vom Entdecker veröffentlicht wird.

Nun werden aber für Win7 keine Patches mehr geliefert. Nur noch Lücken gehandelt und verteilt. Wo soll denn dieses System noch sicher sein? Sicherheit hängt doch nicht von der Anzahl der Lücken ab! Eine Lücke reicht!

Win10 hat sicher auch irgendwelche Lücken. Nur werden sie eben gestopft, sobald sie von MS entdeckt werden. Es gibt also nur eine kurze Zeitspanne zwischen Entdeckung, Verkauf auf dem Schwarzmarkt (falls sie ein Hacker vor einem Sicherheitsforscher entdeckt) und Ausnutzung der Lücke bis zum Stopfen derselben. Diese Zeitspanne ist bei Win7 unbegrenzt.

Du hast Unrecht. Win7 ist nicht sicher, weil ausgereift. Win7 ist PRINZIPIELL unsicher, weil nicht mehr weiterentwickelt.

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Das mag vom Grundgedanken her stimmen, aber ein nicht mehr gewartetes und upgedatetes Betriebssystem mit einer wachsenden Anzahl an Sicherheitsproblemen ist auch nix, womit man einen Datenschutz in Griff bekommt.

Wenn Datenschutz für Dich eine wichtige Anforderung ist, solltest Du Dich ohnehin Fragen, ob Windows-Betriebssyteme und die üblicherweise darauf installierte Software eine valide Lösung darstellen.

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Es ist unwesentlich, vermeintlich „sichere“ Anwendungen zu benutzen, wenn das OS unsicher ist.
Das OS hält genug Kontakt zur Außenwelt.

Du tust ja fast so, als ob nur Programme „mit denen man (bewusst) online geht“ sicher zu sein hätten. Dabei ist das OS selber ständig online, aktiv und passiv.

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