Dauerhaften Schaden durch Fernsehen?

Hallo,

Bekannte von uns haben „zugegeben“ ihren 1,5 Jahre alten Sohn seit ungefähr drei Monaten jeden Tag fast eine Stunde fernsehen (KiKa)
gelassen zu haben.

Nachdem ich Ihnen erklärte daß das schädlich ist wollen sie dies nun nicht mehr tun.

Nun wollen sie wissen wie man „Schädigungen“, die dem Kind dadurch widerfahren sind, wieder regenerieren kann.

Kann man diese überhaupt regenerieren oder ist jetzt die Gefahr schon groß daß das Kind später in der Schule zu große Konzentrationsstörungen hat?

Liebe Grüße,

Ralf

Hallo Ralf,

Bekannte von uns haben „zugegeben“ ihren 1,5 Jahre alten Sohn
seit ungefähr drei Monaten jeden Tag fast eine Stunde
fernsehen (KiKa)
gelassen zu haben.

mir fällt hier gerade die Kinnlade runter, kann ich kaum glauben, was ich da gerade lese!!

Nachdem ich Ihnen erklärte daß das schädlich ist wollen sie
dies nun nicht mehr tun.

Sie sollten sich ihrer Verantwortung ihrem Kind gegenüber doch wohl bewußt sein, und das hier finde ich schlichtweg absurd!

Nun wollen sie wissen wie man „Schädigungen“, die dem Kind
dadurch widerfahren sind, wieder regenerieren kann.

DAS wüßte ich auch gern…

Kann man diese überhaupt regenerieren oder ist jetzt die
Gefahr schon groß daß das Kind später in der Schule zu große
Konzentrationsstörungen hat?

Naja, was nach relativ kurzer Fernsehzeit, also 3 Monate, da schon angerichtet wurde, ist wohl schwer zu sagen.
Hier mal ein Link, der zu diesem Thema passt:

http://www.familienhandbuch.de/cmain/f_Fachbeitrag/a…

Schöne Grüße
Kieckie

Hallo,

Liebe Grüße,

Ralf

Hallo,

billiger Babysitter!

Ich kann mir aber nicht vorstellen, das ein 1,5 Jahre altes Kind so lange TV guckt! Es wird eher vor dem Fernseher gesessen haben , ab und zu schaut es wohl mal hin, aber wird sich auch mit anderen Sachen beschäftigt haben!
Meine habe ich auch früh mit dem TV konfrontiert(aber nicht sooo lange), es hat sie nicht wirklich interessiert, auch heute nicht wirklich, ausser es gibt Barbie!
Und solange Kinder auch noch etwas anderes unternehmen dürfen, finde ich im allgemeinen TV gucken nicht so schlimm! Natürlich nur eine gewisse Zeit.
Und ab einem gewissen Alter nicht zu vergessen!

Nun wollen sie wissen wie man „Schädigungen“, die dem Kind
dadurch widerfahren sind, wieder regenerieren kann.

Die Frage ist wohl eher, wie die Entzugserscheinungen sind?

Gruss

Hallo

es ist sicher nicht richtig das man ein Kind in dem Alter schon vor der Glotze parkt und dauerhaft kann da sicher etwas schaden entstehen.

Aber was bitte soll bei diesem Kind jetzt schaden genommen haben.
Die Eltern waren gottseidank so vernüftig auf hinweise zu Reagieren und das noch früh genug.

Das ist das wichtigste.Einen direkten schaden würde ich da wohl mal ausschließen, man muß nicht gleich den Teufel an die Wand malen.

MfG

Hallo Ralf,

bei allem Verständnis für Deine Besorgnis: Man kann’s auch übertreiben. Und das wird hier im Forum ja nun wirklich gerne gemacht. Was meinst Du denn, welche Schäden das Kind durch Fernsehkonsum erlitten hat, dass es jetzt therapiert gehört?

Natürlich ist es alles andere als sinnvoll, ein Kind dieses Alters unbeaufsichtigt vor der Glotze zu parken. Insbesondere dann, wenn es keinen Ausgleich dafür gibt. Da das Kind ohnehin keine Kausalzusammenhänge verarbeitet bekommt und auf dem Kinderkanal keine Gewaltszenen oder Werbung laufen, dürfte der Einfluss des Fernsehens auf die weitere Entwicklung marginal sein, WENN die Eltern dem Kind täglich mehrere Stunden enge persönliche Fürsorge, Spielen im Freien, eine gesunde Ernährung und motorische sowie sprachliche Förderung zuteil werden lassen.

Wenn Du der Ansicht bist, dass die Eltern ihr Kind nicht richtig fördern, dann biete doch an, dass Du den Kleinen am Tag eine Stunde nimmst und entsprechend förderst. Das hilft Eltern in der Regel ungemein. Du wirst sehen, dass der Fernseher bereits nach wenigen Tagen keinerlei Rolle mehr spielt und Therapien gar nicht erforderlich sind.

Viele Grüße,

Matt (der mit seiner Tochter unter anderem jeden Samstag mit seiner zweijährigen Tochter erst auf den Markt, dann entweder in den Zoo oder ins Schwimmbad geht und abends mit ihr die Sportschau schaut – ein großes Vergnügen für uns beide, auch wenn sie nicht versteht, weshalb ich manchmal klatsche, wenn die Rot-Schwarzen ein Tor geschossen haben…)

Hallo Ralf,

folgendes Buch kann ich zu diesem Thema empfehlen, das ich mit großem Interesse gelesen habe:
http://www.amazon.de/Kinder-können-fernsehen-Umgang-…

Mit Grüßen
Reni

Hallo Reni,

folgendes Buch kann ich zu diesem Thema empfehlen, das ich mit
großem Interesse gelesen habe:
http://www.amazon.de/Kinder-können-fernsehen-Umgang-…

Was steht denn drin in Bezug auf „Dauerhaften Schaden durch Fernsehen“?

Danke & Grüße

CMБ

Hall Ralf,

Bekannte von uns haben „zugegeben“ ihren 1,5 Jahre alten Sohn
seit ungefähr drei Monaten jeden Tag fast eine Stunde fernsehen
(KiKa) gelassen zu haben.

Kann man diese überhaupt regenerieren oder ist jetzt die
Gefahr schon groß daß das Kind später in der Schule zu große
Konzentrationsstörungen hat?

Fernsehen ist nicht gleich Fernsehen. Was ist denn
„fast eine Stunde“? Ist das Sandmann (10min) +
folgender Trickfilm (ca. 25min), zusammen mit den
Eltern?

Oder wird das Kind in eine Pappkiste mit Sehschlitz
verfrachtet, vor welchen dann 1h lang täglich der
Fernseher gestellt wird?

Letzteres führt dazu, daß „Welt“ und „Normalität“ für das
Kind „starke Bindung an beliebigen Fernsehkonsum“ bedeuten.
Ist das Kind daran gewöhnt (und mit 1-4 Jahren
wird das Gehirn hart programmiert), ist ein Zustand
ohne Fernseher eine Art „fehlerhafte Welt“, ein Grund
zum Angsthaben.

Auf der anderen Seite ist es für die Kinder ab 4 imho
unabdingbar, gelegentlich vor „richtigem Fernsehen“
(also als nicht selbsteingelegte DVD-Vorführung oder
gezielt und exakt herausgepickte Sendungen) mit den
Eltern zu sitzen, um deren Verhalten und deren Wert-
schätzungen gegenüber diesem Medium nachzuahmen :wink:

Grüße

CMБ

Hallo Ralf,

wie jemand hier schon erwähnt hat, glaube ich nicht, daß das Kind Schäden getragen hat.

Ich finde zwar nicht gut, daß ein 1,5 jähriges Kind tgl vor dem TV gesetzt wird. Sehr wohl aber glaube ich, daß das Kind nicht in der Lage ist, all diese Bilder (wieviele in der Minute sind es nochmal??) überhaupt wahrnimmt. Ich denke, das Kind wird ganz schnell den Blick davon abwenden, weil er so deutlich nichts sehen kann, so wie das Bild im TV aufgelöst ist. Und so glaube ich nicht, daß das Kind Schäden davon getragen hat. Es würde mich persönlich sehr wundern.

Schöne Grüße,
Helena

Hallo,

Nochmal wegen der Schäden die ich meinte:

Kinder im Vorkindergartenalter sollen ja

  1. Überreizung bekommen durch die Fernsehbilder die sie nicht verstehen.

  2. Da sich manche „Ausklinken“ können (wegen evt. Überreizung) wiederholen Sie dieses später in der Schule auch beim Unterricht,
    was zu Lernbehinderung führt.

Müssen diese beiden Punkte zwangsläufig passieren und wie schafft man es daß die Kinder

a) keine Nervosität behalten

b) später in der Schule normal mitlernen können

obwohl sie wie der kleine Junge unserer Bekannten bereits 3 Monate jeden Tag 1 Stunde ferngesehen hat.

Liebe Grüße,

Ralf

Hallo
hat der Kleine denn schon Auffälligkeiten? Die auch vom fernsehen kommen?
Ich glaube, das die ganzen Schäden nicht schon in 3 Monaten auftreten müssen.
Wenn die Eltern jetzt endlich ein Einsehen haben, dann hat das Kind wohl nichmal Glück gehabt und kann sein weiteres Leben ohne Schäden weiterleben!
Überreizung…ja, dann darf man nicht mal das Radio anmachen oder rausgehen!
Schlimm finde ich es, wenn die armen Kleinen von einem Termin zum Anderen geschleppt werden, zum Shoppen etc.!!! Das ist auch eine Reizüberflutung!
Wichtig ist, das sich jemand um das Kind kümmert, das er seine festen Zeiten hat (schlafen essen und so weiter)und das es feste Rituale gibt!
Gruss

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Hallo Ralf!

  1. Überreizung bekommen durch die Fernsehbilder die sie nicht
    verstehen.

Allderings. Wir haben, als unser Sohn etwa in dem Alter des Kindes Deiner Bekannten war, beschlossen, den Fernseher nur noch dann laufen zu lassen, wenn unser Sohn nicht anwesend ist. Aus dem einfachen Grund, dass er einfach nicht verarbeiten konnte, was er gesehen hat. Er sah z.B. ein Auto, das kaputt gegangen ist, und hat tagelang von diesem Auto gesprochen.
Mittlerweile ist er gut 2 Jahre alt, und wir haben das Ganze etwas gelockert. Er darf einige DVDs mit Filmen gucken, z.B. Benjamin Blümchen, Lars der kleine Eisbär. Wir haben uns die Filme vorher angesehen, denn es gibt auch in Kinderfilme elendig viele Szenen, die ein so kleines Kind nicht gut haben kann. Ich habe nun kein anderes Kleinkind als Vergleich, deswegen kann ich nur von dem schreiben, was wir mit unserem Sohn erleben.
Es ist allerdings so, dass er, seit er DVD gucken darf, extrem oft fordert, diese anzusehen. Das kam innerhalb kürzester Zeit, und es ist unheimlich schwer, ihm Alternativen zu bieten.
Ich denke also schon, dass es einem Kind in dem Alter durchaus schadet, viel fern zu sehen. Noch dazu in Deinem Fall Sendungen, die die Eltern vorher nicht überprüft haben auf ihren Inhalt.
Wir sind immer in greifbarer Nähe für unseren Sohn, wenn er fernsieht. Und trotz wirklich harmloser Filme braucht er diese Nähe auch immer wieder. Er kuschelt sich dann an, stellt Fragen, reflektiert das Gesehene und braucht Erklärungen. Kindgerechte, für sein Alter.
Leider hat er, weil uns Eltern der Noro-Virus eine ganze Weile ziemlich im Griff hatte (etwa zwei Wochen), relativ viel ferngesehen. Den Unterschied merkt man deutlichst! Und das bei zwei Wochen, nicht drei Monaten.
Ich bin nun dabei, das Ganze in -für uns Eltern- geregelte Bahnen zu lenken. D.h. der Alltag hat uns wieder, ich bin wieder gesund und kann mich so bewegen, wie ich möchte. Da bleibt gar nicht viel Zeit zum fernsehen. Das denke ich ist es auch, was Deine Bekannten nun machen sollten. Reizvolle Alternativen bieten. Dem Kind die Welt ausserhalb vom TV zeigen. Viel mit ihm unternehmen, es beschäftigen, ablenken. Und WENN es guckt, eben darauf achten, was da läuft, sprich: vorher selbst angucken, nicht einfach die Glotze anmachen und hoffen dass kein Schund kommt. Und das, was gesehen wird, reflektieren. Also etwas sinnvolles, förderndes daraus machen.
Und niemals das Kind alleine vorm TV sitzen lassen. Es braucht meiner Meinung nach einen Ansprechpartner während der gesamten Fernsehzeit direkt bei sich, der aufmerksam ist und wahrnimmt, was das Kind beschäftigt.

Müssen diese beiden Punkte zwangsläufig passieren und wie

Das weiss ich nicht, und ich hoffe sehr, dass das nicht der Fall ist. Deine Bekannten sind ja auf dem richtigen Weg. Man macht als Eltern Fehler, davor ist keiner sicher. Die Kunst ist es, sie zu bemerken und etwas daran zu ändern. Deswegen finde ich es auch prima, dass Du mit ihnen darüber geredet hast und ihr zusammen nun einen Weg sucht. Die meisten Eltern hätten sich wohl eher ziemlich auf den Schlips getreten gefühlt :-S

Übrigens, ich meine, ich hätte als Richtlinie letztens gelesen, dass ein Kind in so jungem Alter maximal eine Stunde pro Woche fernsehen sollte.

Liebe Grüsse
Bine

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Hallo Ralf,

sicherlich ist Fernsehen für Kinder in diesem Alter noch nicht geeignet. Um Fernsehen verstehen zu können, müssen zunächst gewisse Kompetenzen ausgebildet werden, die ein Kleinkind halt noch nicht hat. Gemeinsam können einzelne Programmteile vielleicht schon altersgerecht sein (z.B. ein bekanntes Kinderlied), da aber heutzutage nicht auf schnelle Bildwechsel und andere Darstellungsarten verzichtet wird, ist auch hier der Nutzen zweifelhaft.
Das Kind alleine vor den Fernseher zu setzen bedeutet für das Kind eine Reizüberflutung. Inzwischen kann es zwar den Kopf wegdrehen oder sich abwenden, aber die bunten Bilder lösen halt eine Faszination aus. Verstehen wird er noch nichts, da das Symbolverständnis und das Sprachverstehen noch nicht ausreichend ausgebildet ist.
Kinder in diesem Alter können die rein visuellen und akustischen Signale noch gar nicht so gut aufnehmen. Das probieren einer neuen Obstsorte oder ein kleiner Käfer auf der eigenen Hand ist da spannender für das Kind, da hier andere Wahrnehmungskanäle angesprochen werden.

Es gibt natürlich „Gefahren“, die vom Fernseher ausgehen. Das Programm kann z.B. die Kinder ängstigen. Aber auch mit Ängsten muss ein Kind umgehen lernen. Das Gesehene sollte mit Unterstützung der Eltern verarbeitet werden - nur wie, wenn es noch nicht sprechen kann…

Meines Erachtens wird es nicht zu bleibenden Schäden kommen.

Ich würde mir da keine Sorgen machen und diese kurzfristige Sache nicht überbewerten.

Gruß
Tato

Moin Ralf,

ich würde diese Sache mit dem Fernsehn nicht so isoliert betrachten. Wenn die Eltern ihr Kind tatsächlich wie von dir beschrieben vor der Glotze sitzen lassen, was hat das für Ursachen?

Ist es Unkenntnis darüber, was ein Kind in dem Alter an Spiel- und Lernmöglichkeiten braucht, um sich gut zu entwickeln?

Oder ist es ein Anzeichen für Überforderung, dass die Eltern das Kind vorm Fernseher „parken“, um sich mal eine Auszeit zu verschaffen?

Man sollte bei den Ursachen etwas genauer hinschauen, denn es ist durchaus möglich, dass sich z.B. Unkenntnis oder Überforderung dann auch in anderen Bereichen auswirken.

Gruß
Marion

Hallo Reni,

sorry, wenn es sich zynisch anhört, aber es gibt heutzutage wohl für alles ein Buch. Sicherlich kann noch einer eins verlinken „Mein Kind lernt trocken zu werden“ oder so. Essen und schlafen können sie auch lernen mit Büchern… Wahnsinn ! Nun auch fernsehen…

also ich denke, man sollte nicht so ein riesen Theater machen, wenn Kids mal fernsehen. Solange genügend Ausgleich vorhanden ist mit Bewegung und frischer Luft und Gehinrzellen-Training…

lg, Dany

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Hallo,

Müssen diese beiden Punkte zwangsläufig passieren

Also ganz sicher. Außerdem gibt es chronischen Leipziger Pimmelschnupfen.

und wie
schafft man es daß die Kinder

a) keine Nervosität behalten

b) später in der Schule normal mitlernen können

obwohl sie wie der kleine Junge unserer Bekannten bereits 3
Monate jeden Tag 1 Stunde ferngesehen hat.

Möglichkeit 1: Täglich die dreifache normale Tagesdosis Ritalin, und am Abend eine dicke Valium mindestens bis zum Abitur

Möglichkeit 2: Gestalttherapie drei mal wöchentlich zwei Stunden, und jeden Abend eine Gesprächsrunde bei Sauerkrautsaft und Vollkornkeksen, in der die Eltern deutlich machen, dass sie ihr unverzeihliches Verhalten bedauern und nicht vorsätzlich zum Schaden ihrer Kinder gehandelt haben.

Möglichkeit 3: Erweiterter Suizid der Eltern mit Tötung der Kinder, weil diese jetzt ohnehin unrettbar verloren sind, und vermutlich Sozialpädagogen, Grundschullehrer, notorische Sozialdemokraten oder Schlimmeres werden.

Nicht alles was „nicht gut“ ist, muss auch gleich zu therapierbaren Krankheitsbildern führen. Du sprichst hier von einer wirklich geringen täglichen Zeit des Fernsehkonsums über einen sehr begrenzten Zeitraum. Zudem berichtest Du nichts über den sonstigen Tagesablauf der Kinder und das Elternhaus. Es spricht einfach alles dagegen, dass die paar Stunden Fernsehen alleine zu irgendwelchen mess- und therapierbaren Schäden geführt haben könnten.

BTW: Aufgrund Pflegefall in der Familie haben meine Geschwister und ich noch ganz andere Zeiten vor dem Fernseher zusammen gebracht. Und das war eher das kleinere Problem im Familienleben dieser Zeit. Trotzdem haben wir es alle zu akademischen Abschlüssen und ordentlichen Berufen gebracht. Unsere (Groß-)elterngeneration hat als Kind einen Krieg erlebt und ist auch nicht komplett in der Klapse gelandet. Kinder können viel mehr aushalten, verarbeiten und kompensieren, als wir uns dies in unserer aktuell weichgespülten Welt vorstellen können. Es ist sicher gut sich Gedanken darüber zu machen, Kindern eine optimale Kindheit bescheren zu wollen, aber man soll es auch nicht übertreiben. Es gibt auch hier und heute Kinder die ohne Eltern, oder mit schwerbehinderten Eltern oder Geschwistern aufwachsen, selbst schwer körperlich krank sind, finanzielle Not leiden, … und trotzdem schafft es ein Großteil dieser Kinder sich ausgezeichnet zu entwickeln. Da sind die paar Stunden Fernsehen nicht mehr als eine kleine Randnotiz.

Gruß vom Wiz

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Was steht denn drin in Bezug auf „Dauerhaften Schaden durch
Fernsehen“?

Hallo Semjon,

der Schriftsteller Jan-Uwe Rogge geht in seinem Buch nicht auf die Schädlichkeit von Fernsehen ein. Er vertritt die Meinung, dass Fernsehen ein Teil unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens ist, es zu unserem Alltag gehört, es also wenig Sinn macht Fernsehen aus dem Tagesablauf der Kinder auszuklammern, vorallem dann, wenn deren Eltern selbst gerne Fernseh schauen.
Von Dauerschäden ist also in dem Buch nicht die Rede. Aber er listet auf, wie Eltern den Umgang mit Fernsehen es bei ihren Kindern händeln sollten:

  • überprüfen wann das Kind fernsieht (Langeweile?)
  • Fernsehverbot sollte kein Druckmittel sein, Strafe oder Belohnung
  • paßt das Fernsehen in den Tagesablauf (gemeinsame Mahlzeit) oder Tagesgeschehen (schönes Wetter - viele Kinder zum Spielen draußen)?
  • Fernsehen sollte nicht der Mittelpunkt des Familiengeschehens sein, am besten so abseits und nur nach Bedarf angemacht
  • Programme gezielt heraussuchen
  • besser zusammen schauen, als das Kind alleine
  • Kinder brauchen nach dem Fernsehen Zeit zum Verarbeiten
    Aus den einzelnen Punkten kann man für sich seine Schlußfolgerungen ziehen, wie Fernsehen je nach Interaktion der Eltern auf Kinder wirkt.

Irgendwo in dem Buch habe ich einmal gelesen, dass viele Kinder nach langem Fernsehkonsum apathisch sind, sie also Zeit zum Verarbeiten des Gesehenen brauchen.

Mit Grüßen
Reni

Hallo Dany,

jaja, der Büchermarkt für Kindererziehung boomt wie noch nie.
Aber das Buch fand ich damals gut (ist fast 16 Jahre her, seit ich es habe), und paßt immer noch, stelle ich gerade fest.
Es könnte vorallem die Eltern interessieren, die sich unsicher sind. In meiner Kindheit lief der Fernseher 8 Stunden am Tag, was ich heute noch ungut finde. Da haben mir die paar nüchternen Worte aus dem Buch zu einer Richtung in der Kindererziehung verholfen, mit der ich zurecht kommen konnte.
Wer sich als Elter im Umgang mit Fernsehen sicher ist, kann auf dieses Buch gut verzichten.

Mit Grüßen
Reni

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