Es gibt Leute, die behaupten, daß Synchronservomotoren unter starker Dauerbelastung ihre Leistungsfähigkeit verlieren, was mir in der Praxis auch passiert ist.
Ein Hubantrieb, der ca. 300000 Mal eine Tonne gehoben hat, kann mit dem gleichen Strom nun nur noch ca. 800 kg heben.
Wer kann mir das Schlappmachen erklären? Elektrisch hat sich nichts geändert. Es muß wohl an der Magnetfelderregung (Dauermagnet) des Motors liegen.
Es gibt Leute, die behaupten, daß Synchronservomotoren unter
starker Dauerbelastung ihre Leistungsfähigkeit verlieren, was
mir in der Praxis auch passiert ist.
Ein Hubantrieb, der ca. 300000 Mal eine Tonne gehoben hat,
kann mit dem gleichen Strom nun nur noch ca. 800 kg heben.
Wer kann mir das Schlappmachen erklären? Elektrisch hat sich
nichts geändert. Es muß wohl an der Magnetfelderregung
(Dauermagnet) des Motors liegen.
ich liege sicher nicht falsch in der Annahme, dasz sich bei laengerem Betrieb der Motor durchaus merklich erwaermt. Und fuer alle Dauermagnete gilt, dasz die maximale, relative Magnetisierung, d.h. die Anzahl der Elementarmagnete, die ausgerichtet sein *kann*, von der Temperatur abhaengig ist - und oberhalb der sogenannten Curietemperatur verliert das Material alle Ferromagnetischen Eigenschaften (sprich Dauermagnetcharakter). Aber auch unterhalb dieser Temperatur erleichtert eine hoehere Temperatur das spontane „Umspringen“ eines Elementarmagnets, je hoeher die Temperatur, desto leichter ist dies, die notwendige „Aktivierungsenergie“ wird geringer.
Man kann sich in Analogie ein Glas Wasser vorstellen. Bei niedrigen Temperaturen verdampft wenig, d.h. wenig Elementarmagnete aendern ihre Ausrichtung, bei hohen Temperaturen verdampft viel, d.h. mehrere koennen ihre Ausrichtung aendern.
Und bis alle Richtungen gleichmaeszig vertreten sind, wird sich an diesem Verhalten auch nichts aendern…
Ein Hubantrieb, der ca. 300000 Mal eine Tonne gehoben hat,
kann mit dem gleichen Strom nun nur noch ca. 800 kg heben.
Wer kann mir das Schlappmachen erklären? Elektrisch hat sich
nichts geändert. Es muß wohl an der Magnetfelderregung
(Dauermagnet) des Motors liegen.
Dies ist ein grundsätzliches Problem aller permanent erregten Antriebe. Der Motorstrom wirkt der Magnetisierung des Erregermagneten entgegen. Dabei ist weniger die Betriebsdauer des Motors von Bedeutung als die Spitzenbelastung. Ein sehr kurzer Stromimpuls kann den Magneten bereits nachhaltig schwächen. Andererseits sollte es bei einem Synchronmotor auch möglich sein, in einer Drehmomentfreien Position den Magneten durch einen Stromimpuls wieder vollständig zu magnetisieren.
Zu den beiden voran gehenden und zutreffenden Beiträgen sollte man aber dazu sagen, daß der Curiepunkt weit oberhalb einer maximalen Betriebstemperatur liegt und der Motor hier schon lange ‚Rauchzeichen‘ gibt. Ferner ist eine effektive Remagnetisierung durch einen entsprechenden Stromstoß im allgemeinen bei Normaltemperatur nicht möglich, da die meisten Dauermagnete - so sie denn etwas taugen - im glühenden Zustand magnetisiert und im konstanten Feld abgekühlt werden.
Aber prinzipiell haben Gegenmagnetisierung und Temperatur schon was mit der Alterung zu tun.
Mit freundlichen Grüßen
Alexander Berresheim