Dauernde Scheidenentzündungen

Hallo,
ich habe das Problem ständiger Scheidenentzündungen. Früher waren es immer Pilze, seit einigen Monaten fast ausschliesslich bakterielle Entzündungen.
Habe es schon mehrfach mit Homöopathie versucht, immer ohne Erfolg. Wenn ich zum Gyn gehe, gibt der mir Chemiecreme, die meistens gut hilft bis zur naechsten Infektion ein paar Wochen später. Aber das ist ja kein Dauerzustand!
Präventive Joghurtanwendungen helfen nicht. Teebaum als Kurativ auch nicht. Verwende nur luftdurchlaessige Einlagen oder keine, trage Baumwollunterwäsche und verwende nur Wegwerfwaschlappen, Wasser, nur selten Waschlotion, nichts aggressives. Wasche mich einmal taeglich, zusaetzlich nur nach Bedarf.
Ob mein Mann sich mitbehandeln läßt oder nicht macht keinen Unterschied, ich mag es ihm aber auch nicht dauernd zumuten wenn er gar keine Beschwerden hat (der Gyn meinte auch dass es nicht noetig sei wenn es ein bakterieller Infekt ist und er keine Beschwerden hat (bei den Pilzinfekten musste er sich immer mitbehandeln)).

Hat irgendwer Ideen was ich machen koennte:

  • praeventiv
  • und wenn es wieder so weit ist?

Hat jemand gute Erfahrungen mit irgendwelchen Naturheilmitteln?
Bin für jeden Strohhalm dankbar.

Andrea

Hallo Andrea!!

Ich weiß nicht ob ich dir wirklich helfen kann…aber ich weiß, dass bei zu starker Zuckerzufuhr es leicht zu einem Pilz kommt, weiters führt das Antibiotikum Augmentin bei Frauen zu einem Pilz und was ich auch noch weiß ist-ich will dich nicht erschrecken,aber- wenn ein Pilz zu einer Scheidenentzündung führt, dann ist das nicht zu unterschätzen…das führt nämlich schneller als man denkt zu Kinderlosigkeit…

Ich weiß nicht wie sehr man der Homöopathie bei so einem hatnäckigen Fall vertrauen kann. Hast du bei der Gyn nur eine Creme bekommen??Wie lang hast du die verwendet??übrigens sind Männer die schlimmsten Überträger, weil sie selber (bei Pilz) nichts spüren…vielleicht hat er sich nicht gründlich genug behandeln lassen?

Normalerweise kriegt man bei öfteren Pilzen und Scheidenentzündungen: Creme (mit Applikator: Candibene und Betaisodona- mind. 3 Wochen)
Tabletten, Zäpfchen (die regulieren den Milchsäurebakterienhaushalt) und das alles muss doch irgendwie dauerhaft wirken…

Ist dir vielleicht genau augefallen wann du wieder eine Infektion kriegst??
Sehr zu empfehlen ist mit Kondomen zu verkehren, während der Behandlung (die ja mind. 3 Wochen dauert) gar kein Geschlechtsverkehr und ähnliches im Genitalbereich zu haben…ist sicher sehr schwer durchführbar…aber wenns hilft…

Mehr weiß ich leider auch nicht dazu…

Wünsch dir Gute Besserung!!

LG Schima

Mögliche Mittel
Hallo Andrea,

da Du in diesem Thema ja leider schon sehr erfahren bist, frage ich nur der Form halber, ob Du die Pille nimmst? Ich vermute mal nicht, da Dir diese mögliche Nebenwirkung des Präparats ja bekannt sein dürfte.

Ein Tipp: Verschiedenes ausprobieren (was Du ja auch schon machst) und die Hoffnung nicht aufgeben.

Ich hatte vor einigen Jahren sehr ähnliche Beschwerden wie Du. Geholfen haben mir damals:

Döderlein-Bakterien http://www.netdoktor.at/medikamente/details.asp?intI…
bzw. Vagiflor http://www.vagiflor.de/start.htm
bzw. das homöopathische Mittel Exmykehl D3

Als durch die ständigen Entzündungen die Schleimhäute schon sehr angegriffen waren (und kaum Zeit hatten, sich wieder zu regenerieren, weil die nächste Entzündung schon an die Tür klopfte), hat meine Frauenärztin mir linoladiol N verschrieben.

Normalerweise ist diese hormonelle Salbe für Frauen mit durch die Wechseljahre bzw. OPs bedingte stark angegriffene Vaginalschleimhäute vorgesehen. In meinem Fall hat die Salbe die Heilung sehr gefördert: http://www.netdoktor.de/medikamente/showpreparation…

Ansonsten ist eine Ernährungsumstellung zu empfehlen (aber auch das wirst Du bereits wissen): Kein Zucker, kein Weißmehl.

Gute Besserung
Diana

Hi

Hat irgendwer Ideen was ich machen koennte:

  • praeventiv

ja - Schwimmbäder, Saunen etc. meiden wie die Pest - vor allem Warmbadetage, Dampfbäder etc. sind ganz extrem „gefährdend“ wenn man anfällig ist dafür

Gruß Hexerl

Hallo,
meiner Freundin hat damals eine „Darmsanierung“ geholfen. d.h. zäpfchen hinten rein und auch die scheide behandeln. gleichzeitig natürlich auch der mann.

(zu intensive hygiene soll auch nicht gut sein)

grüße M.

Hallo - meine Frau hatte die gleichen/ähnliche Beschwerden. Das ging so weit, daß sie nach vielen Versuchen mit Chemie (bis hin zu Cortison und hochdosierten Hormonen) sogar operiert werden sollte (Entfernung der Gebärmutter). Wie der Zufall so spielt, erfuhr sie von einer Bekannten (man spricht ja sonst nicht drüber!) von einer Ärztin (Dr. med.) die auch Homöopathie und gleichzeitig Kinesiologie anwendet. Deren Urteil: Schwaches Immunsystem. Wei bereits erwähnt, kein öffentliches Bad, Sauna etc. mehr. In kurzer Zeit hatte sie die richtigen homöopathischen Mittel kinesiologisch ausgetestet. Ergebnis nach 3/4 Jahr: Beschwerdefrei!! Drum niemals aufgeben! Such Dir einen anderen Homöopathen! Sicher gibts auch in Deiner Gegend einen, den man eben nur finden muß!
Gruß Fritz

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Hallo Andrea!
Du hast ja selbst schon sehr viel leidvolle Erfahrung damit:frowning: und hier auch eine Menge guter Tipps bekommen.
Ich hab nur noch fogenden Tipp bzw. fogende „Info“:
Je nach Höhe diverser Hormonspiegel, kommt es zum Ungleichgewicht der Scheidenflora. Hormone die dabei eine wichtige Rolle spielen sind u.a. Östrogen, Gestagen, Schilddrüsenhormone + Cortisolspiegel. Sind die Spiegel schon mal abgenommen worden? Bist Du Diabetikerin? Oder hat man das schon abgeklärt? Könnte auch ein Grund dafür sein.
Bei mir hat das Problem nach der Hormoneinstellung nachgelassen.
Gruß Natascha

Hallo Andrea!
Mir ist noch was eingefallen. Hört sich vielleicht doof an, aber wie sieht es mit Waschmitteln aus?
Ich meine Waschmittel für die Wäsche. Die meisten haben parfümierte Zusätze und noch eine ganze Reihe an anderen allergenen Stoffen.
Es muß ja nicht zwingend sein, daß Du eine richtige Allergie hast.Es kann auch einfach nur eine Überempfindlichkeit sein, die sich als erstes an den Schleimhäuten bemerkbar macht.
In dem Fall könnte es dann durch die ständige Reizung zum Ungleichgewicht der Scheidenflora kommen.
Gruß Natascha